Erst vor ein paar Tagen hatte MySpace als erstes angekündigt die Daten seiner Mitglieder in einem Projekt namens “
Data Availability” portabel zu machen und schon wenig später zogen Google mit “
Friend Connect” und Facebook mit “
Facebook Connect” nach. Man könnte meinen, dass sich inzwischen eine Art Wettrüsten zwischen den großen Social Networks entwickelt hat, dessen Ergebnis bisher noch nicht abzusehen ist. Im Spannungsfeld zwischen Innovation, Critical Mass und “Wettprogrammierung” ist es wahrscheinlich, dass die drei großen sich immer paralleler entwickeln werden, aber das ist ein anderes Thema.
Grund für diese(n) Zug/Züge
könnte dieser sein:
“”
Historically MySpace has lagged Facebook in terms of innovation. But they definitely “get it” this time. Sharing user data so openly (with user permission) is a terrific way to incentivize users to store all their core data at MySpace to begin with. Users eventually need one place on the Internet to store their data, or lots of places to store different types of data. [ ... ]
By acting first, MySpace takes the lead and has a shot at being the long term winner - meaning lots of people use MySpace as the place to store data, and share it out to other applications from there. Look for Google to make their move next.
“”
Inzwischen wissen wir ja, dass die Konkurrenz nicht lange auf sich warten hat lassen ...
Alle drei genannten Projekte zielen jedenfalls darauf ab, Profildaten, die bereits in einem Netzwerk angelegt wurden in ein anderes zu transferieren. Somit entfiele theoretisch der Aufwand, in den Partnerseiten das Profil parallel zu pflegen. Während
OpenID "ledigllich" den Benutzernamen das Passwort zusehends “universeller” werden lässt, sind die anderen Projekte weiterführend, da hier komplette Profile auf mehreren Seiten genutzt werden können. Das hieße, die Seiten bekämen mehr Informationen von den Usern und würden öfter benutzt, da diese die Seite als “Basis-Profil” nutzen könnten. Dazu hat jeder der drei Seiten einige Partner, mit denen das schon gut funktionieren soll.
So kooperiert MySpace etwa mit Yahoo, Twitter und EBay. Innerhalb dieser Konstellation können nun z.B.
öffentliche Profil-Informationen und Fotos barrierefrei innerhalb der Partner verwendet werden. Diese weitergereichten Daten können wiederum mit spezifischen Daten kombiniert werden. Denkbar wären unter anderem Kombinationen wie Anschrift und E-Mail aus MySpace und Kontodaten ergänzt aus EBay. Werden die Daten nun in einem Netzwerk geändert sind sie umgehend auch im anderen geändert.
Ähnlich tut es Facebook, welches mit “Facebook Connect” nun erlaubt - bisher nur mit Digg -
Profilinfos und Kontakte aus Facebook weiterzugeben. Konsequenterweise hat der User (so wie von MySpace nur öffentliche Daten verfügbar sind) die Möglichkeit in den “Privacy-Settings” differenziert einzustellen,
was mit den Daten passieren darf. Dies ist der erste Schritt von Facebook, die internen Daten wirklich nach Außen verfügbar zu machen.
Laut einem
Techcrunch-Artikel geht Google jedoch nicht ganz so offen mit den Daten um. Im Gegensatz zu MySpace und Facebook, welche die Daten über eine API anbieten und die Partner rechtlich verpflichten die Daten nicht zu missbrauchen, sollen die Google-Daten nur in einem IFrame dessen Inhalt auf Google-Servern gehostet ist auf anderen Seiten erscheinen. Zudem hat Google den Nachteil, dass dort im Gegensatz zu MySpace und Facebook noch nicht mehrere Millionen User aktiv registriert sind.
Was allerdings ein großer Trumpf im Ärmel von Google ist ist, dass Google
frei verfügbare Gadgets anbietet, die ohne große Programmierkenntnisse in bestehende Homepages eingebettet werden können. Damit kann schnell eine Art Social Network um die eigene Seite gebaut werden, z.B. mit einer Mitgliederliste und Online-Status und auch viele der OpenSocial-Gadgets können ohne größere Umstände eingepflegt werden. Basis Partner sind natürlich Orkut, Google-Talk, LinkedIn und hi5. Zudem taucht Facebook als Partner auf, dies aber nur,
da die offene API Zugriff auf deren Daten erlaubt.
Somit geht Google zwar restriktiver mit den Daten um, öffnet sich aber potentiell mehr Leuten als MySpace und Facebook. Wie sich die Geschichte entwickeln wird, ob man sich nicht doch auf einen Standard einigt oder die APIs gegenseitig unterstützt steht (wie immer) in den Sternen.
In der letzten Woche berichteten wir bereits von den drei Big Playern, Portability und Offenheit. Alle drei aufgeführten Kandidaten sind echte Namen im Internetbusiness, mischen mehr oder weniger in Sachen Social Web und Social Networks mit und haben
Aufgenommen: Mai 19, 11:57
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Aufgenommen: Mai 20, 13:16
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