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Statistiken zeigen, dass die Informations-Überfluss der heutigen Internetgesellschaft seinen Tribut fordert. In den Massen von Informationen und Ablenkungen durch neue Mails und IMs oder auch nur Bildern im Text, verschwimmen Information (gepaart mit wenig Zeit) zu einem unmöglich zu bewältigenden Informationswust. Anstatt Wort für Wort zu lesen selektieren die User schon am Titel und “scannen” die Seiten im nurnoch.
Jakob Nielsen, ein Web Usability Consultant, schätzt, dass die Besucher einer Seite im Schnitt bestenfalls 28%, eher 20%, des Text wirklich lesen. Unter anderem fand Nielsen heraus, dass ... - ... nur auf Seiten mit weniger als 111 Wörtern etwa die Hälfte des Artikels gelesen wird - ... viel Zeit gebraucht wird um die Navigation zu verstehen und Bilder zu betrachten (was die reine Lesezeit weiter vermindert) - ... selbst wenn die Zeit auf einer Seite komplett zum Lesen verwendet werden würde nur etwa 28% der Wörter gelesen werden könnten. Wegen des Punktes davor sind 20% daher deutlich realistischer Eine lineare Regression ergibt die für Blogschreiber die etwas verstörende Zahl von nur etwa 4,4 Sekunden mehr Lesezeit pro weitere 100 Wörter (die Gerade beschreibt sich durch: Lesezeit = 25 + 0,044*Wörter). Unter der Annahme, dass ein schneller Leser etwa 250 Wörter pro Minute schafft (der Datensatz beruht auf laut Angaben von Nielsen auf Personen mit höherem Bildungsniveau), kann der Besucher 18 Wörter in den 4,4 Sekunden lesen, also lediglich 18% der zusätzlichen Wörter. Nimmt man weiter an, dass je länger die Anzahl des Posts ist und je mehr Bilder sich darin befinden, der User weniger Zeit mit lesen zubringt, so dürfte der Anteil tatsächlich gelesener Wörter z.B. für einen 700-800 Wörter Artikel (in etwa der Umfang eines großen Mörfelderkreis-Artikels) bei knapp 30% liegen. Die Leute “scannen” (im Schnitt) also nur noch, was wichtig ist in einem Artikel, und gewinnen so einen groben Überblick. Wie reagiert man als Blogschreiber? Kürzere Posts bis maximal 200 Wörter? Keine Bilder? Einfache Navigation? Hoffen, dass die Leute, die wirklich interessiert sind den Artikel auch ganz lesen? Womöglich sind die 160 Wörter eines Twitter-Posts die perfekte Länge für die heutig Zeit. Leider sind sie zu kurz um wirklich Informationen zu vermitteln.
Geschrieben am Montag, 26. Mai 2008
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12:58
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Tags für diesen Artikel: blogs, nutzungsverhalten
Semantic Web - erste SchritteBy Cornelius Scholz Vor kurzem wurde hier die Zukunft des Internets behandelt und in diesem Zuge auch das Semantic Web. Seit kurzer Zeit tauchen immer mehr Versuche auf, eine Struktur zu schaffen, die einem semantischen Web gleicht. Z.B. das “Spiel” von Google bei dem es um das Labeln von Bildern geht ist ein Ansatz einem für Maschinen sinnlosen Haufen Pixel eine Bedeutung zu verleihen, eine Beschreibung die maschinenlesbar und -verarbeitbar ist.Auch Twine ist eine Seite, die sich bemüht semantische Technologien umzusetzen. Die Seite biete eine Mischung aus sozialem Networking, Wikis, Blogging und einem Knowledge Management System. Ziel ist es Informationen und Wissen zu verknüpfen und untereinander zu teilen, ähnlich Wikipedia, nur mit dem Unterschied, dass alles per “semantischen Links” verknüpft ist. Es soll möglich sein Informationen ins Wiki zu schreiben, zu mailen oder als Objekt einzufügen. Aus den gesammelten Informationen und den Leuten, die sie gesammelt haben, wird dann ein “Semantic Graph” (in Anlehnung an den Social Graph von Facebook) generiert, der die Zusammenhänge abbildet. So wird es möglich sein genau zu sehen wer was beigetragen hat, wie es zusammenhängt und wer ähnliche Expertisen hat. Der reinen Information wird eine zusätzliche Ebene hinzugefügt und Twine soll in der Lage sein zu lernen, was jemanden interessiert und diese Sachen taggen können. Leider ist die Seite noch in der Betaphase. Das Web fängt an zu krabbeln. Nurnoch eine Frage der Zeit, bis es Sprechen und Assoziieren lernt.
Geschrieben am Donnerstag, 25. Oktober 2007
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22:46
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Tags für diesen Artikel: blogs, community, google, kollaboration, meta, sematic web, sematisches web
Web 2.0 im Unternehmen - wird das Modell “Unternehmen 2.0” erfolgreich sein?By Cornelius Scholz![]() Was sagen die Manager? Eine Umfrage der Economist Intelligence Unit (EIU) unter 406 Führungskräften weltweit zeigt, dass das Schlagwort Web 2.0 durchaus mit positiven Erwartungen verbunden wird. Knapp 80% rechnen mit Umsatzwachstum und immerhin 30% gehen von Kostenreduktionen aus, etwa im Bereich Kundendienst oder Werbung. 41% der Top-Manager gehen sogar davon aus, dass Web 2.0 ihr Geschäftsmodell beeinflussen wird. Die erwarteten Vorteile werden dabei überwiegend auf eine Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten im Unternehmen und aus dem Unternehmen heraus zurückgeführt. So führen viele der Firmen bereits Blogs und Wikis um die Kommunikation intern und extern zu fördern und betonen die Interaktion mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern (siehe z.B. Alexander Klein - Weblogs im unternehmerischen Umfeld, S. 21ff.). John M. Lervik, CEO bei FAST, geht sogar so weit zu sagen, dass Unternehmen, die den Einstieg ins Web2.0-Zeitalter verpassen, nicht überlebensfähig sein werden und auch A.T. Kearney ist der Meinung, dass die Unternehmen auf den Zug aufspringen müssen um der neuen Macht der Kunden die Stirn bieten zu können bzw. sich die Macht der Kunden zu Nutze zu machen. As Is vs. Could Be Die verbesserten Kommunikations-Möglichkeiten können dafür sorgen, dass die Zusammenarbeit floriert, ein Effekt, der im Internet allgemein bereits zu erkennen ist und jetzt nur noch auf Unternehmen übertragen werden muss. Durch die Einführung von Weblogs, Wikis und Social Services kann eine ganz neue Form des Wissensmanagements, der Kommunikation und der Zusammenarbeit erreicht werden, was die Unternehmen wettbewerbsfähiger machen würde. Die bisherige Form der Kommunikation, die E-Mail, hat die entscheidenden Nachteile, dass die Information versendet wird, aber eben auch nur an die, die im Adressfeld auftauchen. Dort landet sie in der Mailbox und verschwindet gerne auf immer und ewig. Die neue Richtung wäre nun das Wissen zentral zu sammeln und der Informationssuchende die Infos erlangen kann, die er braucht und wann er sie braucht, sei es durch aktive Suche oder durch Feeds. So wird sichergestellt, dass die Informationen nicht auf den Rechnern der Mitarbeiter verschütt gehen sondern weiterhin Wert besitzen. Schöner Nebeneffekt des zentralen Wissensmanagements ist, dass sich durch die zentrale Speicherung Möglichkeiten ergeben, das Wissen auch für Mitarbeiter-Weiterbildungen (eLearning) zu nutzen. Die Zusammenarbeit dagegen kann durch leistungsfähige Workflow- oder Workgroupsysteme verbessert werden. Die Dokumente liegen hier wiederum zentral und können von jedem berechtigten Mitarbeiter eingesehen und bearbeitet werden, von jedem Standort aus zu jeder Zeit. Ausgeklügelte Konzepte nutzen hier z.B. die Zeitverschiebung, so dass zu jedem Zeitpunkt weltweit verteilte Leute an dem Projekt arbeiten. Auch Versionierung und paralleles Arbeiten am gleichen Dokument sind Features die längst zuverlässig funktionieren und enorme Vorteile mit sich bringen. Eine interessante Ausprägung der Kollaboration ermöglicht es z.B. Präsentationen zu halten, denen die Zuhörer trotz räumlicher Distanz am Bildschirm folgen können und sogar Möglichkeiten haben wie z.B. in das Dokument zu schreiben. Eine mächtige Möglichkeit für Unternehmen besteht auch darin, den Kunden quasi als Mitarbeiter einzubinden. So kann der Kunde schon früh in den Produktentwicklungsprozess involviert werden, um die Wahrscheinlichkeit für das Scheitern der Produkte wegen Nicht-Akzeptanz auf ein Minimum zu reduzieren, und auch Supportsites und User-Help-User-Sites bieten viel Kosteneinsparungspotential. Schöner Nebeneffekt: Durch das involvieren der Kunden entsteht eine zusätzliche Kundenbindung. Der Kunde fühlt sich erhört und respektiert. Risiken und Nebenwirkungen Neben den Glanzseiten kommen aber auch Probleme auf die Unternehmen durch die Nutzung von Web 2.0 zu. So entstehen hohe Risiken durch das Besuchen von “externen” Web 2.0 Seiten durch Mitarbeiter wie Facebook auf die Unternehmen zu (Stichwort Hacking / Preisgeben von Informationen), oder auch durch die unausgereifte Einführung von internen Systemen. Das führt dazu, dass der CIO viel zu tun haben wird hinsichtlich der Sicherheit der IT. Abgesehen von diesen Aspekten ist auch die Einrichtung und Etablierung der Systeme selbst recht aufwendig. Die Vergabe von Rechten etwa, das Festlegen von Standards und Richtlinien oder das Einlernen und die möglicherweise nicht vorhandene Akzeptanz bei Mitarbeitern bilden weitere Hürden, die nicht ganz einfach zu meistern sind. Kulturelle Unterschiede - hinken wir mal wieder hinterher? Während in den USA Web 2.0 in den Unternehmen bereits weit verbreitet und akzeptiert ([1], [2]) ist zögern die Firmen hier noch ein wenig. Ein Grund dafür könnte sein, dass keiner so recht weiß wie lohnenswert Investitionen in Web 2.0 überhaupt sind. Niemand kann so recht sagen wie hoch der ROI eines Web2.0-Investments ist und damit bestehen solche Investitionsprojekte nur schwer den vergleich mit Projekten, die z.B. Vorgänge automatisieren. Ein weiterer Grund mag auch das Fehlen eines reifen Businessmodels sein, was viele Manager von Investitionen in öffentliche internetbasierte Systeme abhält. So denken manche vielleicht über das Web 2.0 als neue Form der internen Kommunikation und Kollaboration nach, vermeiden aber das Involvieren von Kunden und das Öffnen nach außen. Das aber genau das Nutzen der “Kundenmacht” ein Schlüssel zum Erfolg sein könnte übersehen viele. Zu guter letzt bleibt noch die schlicht festgefahrene Organisationskultur. Nach dem Motto “never change a running system” werden Eingriffe schlicht vermieden. Fazit Insgesamt bleibt zu hoffen, dass dieses mal auch wir in der Lage sind rechtzeitig auf den Zug aufzuspringen, denn eine Umfrage von McKinsey hat gezeigt, dass die frühen Einsteiger tendenziell zufriedener sind. Die Vorteile und Trends sollten genutzt werden und die Risiken schnell eingedämmt, sonst wird unsere Wirtschaft wieder einmal Wettbewerbsfähigkeit einbüßen und einen schweren Start haben, wenn die Nutzung von Web 2.0 im Unternehmen einmal unvermeidlich sein wird.
Geschrieben am Montag, 27. August 2007
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08:40
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Tags für diesen Artikel: blogs, business models, kollaboration, kommunikation, kommunikationsverhalten, web 2.0, wikis, wissensmanagement
Interview mit Lothar LeonhardBy Kai Hattendorf
Im Horizont (33/2007) ist ein Interview mit Lothar S. Leonhard, Chairman von Ogilvy, über den Einfluss von Kunden auf Markenführung im Web 2.0 Zeitalter zu finden.
Müsste man die Meinung von Herrn Leonhard kurz herauskristallisieren, so könnte man das Ergebnis des Interview reduzieren auf: - es gibt keine Weisheit der Massen - die Positionierung einer Marke muss die Firma selbst erledigen - Blogs dienen nicht dazu den Kunden an der Markenführung zu beteiligen, höchstens als Sprachrohr Und weil's so schöne sind, hier noch zwei Ausschnitte: HORIZONT: Unterschätzen Sie nicht die Weisheit der Masse?
Geschrieben am Samstag, 25. August 2007
in News
um
11:31
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Tags für diesen Artikel: blogs, community, crowdsourcing, schwarmintelligenz, web 2.0, weisheit der massen
Die Digitale TageszeitungBy Cornelius Scholz
Oft wird bemängelt, dass Blogs schlecht recherchiert und unzuverlässig seien, siehe z.B. hier.
Einen Schritt Richtung professionell recherchierter digitaler Inhalte macht jedoch die britische Tageszeitung The Guardian mit fünf runterladbaren PDF-Ausgaben zu verschiedenen Themen. Die permanent aktualisierten PDF-Ausgaben zu den Themen Top Stories, World, Media, Business und Sport dürfen kostenfrei heruntergeladen und ausgedruckt werden. Ob die Zukunft mehr freie Angebote dieser Art bringen wird obwohl die Zeitung damit bis zu einem gewissen Grad mit sich selbst konkurriert? Unter Umständen ist dies aber auch ein ernstzunehmender Ansatz für Zeitungen um zu verhindern, dass Blogs den "herkömmlichen" Tageszeitungen (Print-Medien) früher oder später den Rang ablaufen? Ein paar weitere interessante Web 2.0 Links ...By Bernhard Gold
Weitere interessante Links:
http://www.go2web20.net/ (Verzeichnis von getaggten Web 2.0 Sites) http://www.deutsche-startups.de/ (News und Interviews aus der Deutschen Startup- und Internet-Gründerszene) http://mashable.com/ (Social Networking Blog) http://www.thealarmclock.com/euro/ (News über Technology Startups) http://www.trendcentral.com/trends/default.asp http://www.springwise.com/ (Blog mit Schwerpunkt business ideas)
(Seite 1 von 1, insgesamt 6 Einträge)
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