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Anlässlich des Einschleusens von User-Tracking Code in besuchte Seiten durch den ISP British Telecom:
![]() In Zeiten, in denen sich die Technik weiterentwickelt, wachsen die Möglichkeiten ins Unermessliche. Als wäre das Internet eine Welt der unbegrenzten Träume bieten Neuerungen unglaublich viele Möglichkeiten Produktivität, Informationsbeschaffung oder soziale Interaktion zu ermöglichen, verbessern und zu erleichtern. Es gibt Techniken, die in erster Ebene direkt von Surfern benutzt werden können (z.B. Instant Messaging oder E-Mail) oder Techniken, die von Anbietern verwendet werden um den Surfern indirekt neue Interaktionen und ein neues Surfgefühl zu vermitteln (z.B. AJAX oder Flash). Alles wird bunt, schön, multimedial und die Informationsbeschaffung wird mehr und mehr zum Kinderspiel - was wirklich Spass machen kann! So schön all dies klingen mag, so viele Gefahren bringen solche Techniken mit sich. Es hat eine Art Wettrüsten begonnen zwischen Menschen mit bösen Absichten und Firmen, die Otto Normalverbraucher schützen wollen. Angefangen bei nahezu lächerlichen Versuchen per Mail gefährliche Attachments zu verbreiten, wurde an die Ratio und den gesunden Menschenverstand der User appeliert, bei Java Script angekommen, wurde oft geraten Java Script im Browser einfach zu deaktivieren, und im Falle von diffizileren Techniken wie Phishing oder Cross-Site Scripting werden die Browser immer sicherer und warnen teilweise bereits vor solchen Versuchen. Viele Seiten funktionieren kaum noch ohne Java, aber das hat aus diesem Grund ohnehin schon keiner mehr deaktiviert. In der Kombination User-Awareness (z.B. durch eine IT-Complicance) und sichereren Browsern, wird die Gefahr trotzdem recht klein gehalten. Der User surft nur auf Seiten, die als sicher eingestuft sind und die Browser-Hersteller stopfen kritische Lücken. Alles wunderbar? Nein. Was, wenn die Gefahr aus einer Richtung kommt, die niemand erwartet hätte? Was, wenn selbst Seiten, bei denen man sich sicher sein konnte, dass sie sauber sind, weil man sie z.B. selbst programmiert hat, nicht mehr sauber sind? Ein kürzlich aufgetauchter interner Bericht der British Telecom (BT) offenbart, dass die BT in Zusammenarbeit mit Phorm, einem Spezialisten auf den Gebieten User-Profil-Erstellung und personalisierte Werbung, kleine Boxen installiert hat, die die Webanfragen von 18.000 BT-Kunden über die Proxy Server von Phorm geleitet haben. Auf dem Weg über diese Server, wurden den Seiten kleine Java-Scripte eingebaut, die Phorm zurückgemeldet haben, was die Inhalte der besuchten Seiten sind. Anhand der ermittelten Daten konnte Phorm nun ein Profil erstellen und dem User auf Seiten, auf denen sie Werbeplatz erworben hatten, personalisierte Werbung anzeigen lassen. Wired nennt als Beispiel, dass einem User, der vorher die Seite eines Fahrzeugherstellers besucht hatte, Werbungen für Fahrzeugversicherungen angezeigt wurde. Ein sehr zweifelhaftes Business Model. Den meisten Surfern ist die Vorstellung zu einem gläsernen Surfer zu werden ein Graus. Daher reagieren viele User mit dem Verweigern von persönlichen Angaben oder Drittanbieter-Cookies, oder nutzen Proxy-Dienste. Dass aber vom Internetanbieter selbst, den man bisher als absolut neutralen Hintermann wahrgenommen hat (oder einfach gar nicht wahrgenommen hat), Maßnahmen ergriffen werden von Kunden Profile zu erstellen und personalisierte Werbung zu schalten, damit hatte bis vor einer Weile niemand gerechnet. Das schlimme ist, dass man dagegen wenig tun kann. Kann man in vielen Fällen per Opt-Out verhindern (siehe z.B. die Opt-Out Möglichkeit des StudiVZ), dass Werbung personalisiert wird, wurde diese Aktion völlig ohne die Kunden zu informieren durchgeführt: “” Obgleich es laut Seite 18 des Berichts zwar eine Opt-Out-Möglichkeit per “downloading an opt-out cookie” gibt, so wusste ja keiner davon. Auch, dass die Browser manchmal Probleme machten oder der Script-Code als Text (da vermutlich an der falschen Stelle injiziert) auf den besuchten Seite auftauchte, ließ wenige stutzig werden. Die meisten hielten es für einen Browser-Fehler oder Malware, jedenfall nicht für heimlich vom Provider eingeschleusten Code. Damit hatte bisher keiner gerechnet und leider scheint es - zumindest im Falle der BT - durchaus legal zu sein. Womöglich sind wir dem gläsernen Surfer bereits näher als wir dachten.
Geschrieben am Montag, 16. Juni 2008
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Tags für diesen Artikel: business models, werbung
Mobile Social Webs die Goldtöpfe am Ende des Frequenz-Regenbogens?By Cornelius Scholz
Letzte Woche berichteten wir ein wenig über die Nutzerzahlen von Social Networks und nicht mobilen, aber mobil genutzten SNs. Neueste Studien, z.B. von In-Stat bestätigen den Trend, den der Opera Mobile Report beobachtete und attestieren den Mobile Social Networks eine goldene Zukunft - zumindest, was die User-Zahlen betrifft. Diese sollen nämlich von derzeit etwa 525 Mio. auf etwa 975 Mio. im Jahr 2012 ansteigen.
Wie üblich - treue Leser wissen, was jetzt kommt - bedeuten viele User aber nicht gleich viel Gewinn. Dieses Jahr, so schätzen Experten, soll sich der Gewinn via Mobile Ads auf etwa 1,5 Mrd. Dollar belaufen. Wie sich diese Zahl in Zukunft entwickeln wird sorgt wie immer für Diskussionen: Die Leute von In-Stat rechnen mit (seeehr moderaten) 2,2 Mrd. Dollar, im Jahr 2012, Juniper spricht von einem Markt von 22,4 Mrd. Dollar im Jahr 2013, während wieder andere bis zu 150 Mrd. Dollar im Jahr 2011 für möglich halten. Wahrscheinlich gibt es wenige Fragestellungen bei denen die Schätzungen in diesem Ausmaß differieren. Dennoch klingen Reaktionsraten von 29%, wie Blyk behauptet sie zu erzielen (ist das wirklich möglich?), gleichermaßen unglaublich verlockend, wie nur unglaublich. Allerdings muss man vorsichtig mit aktuellen Zahlen sein, wie Experten warnen. Womöglich wäre es ein Fehler aktuelle Entwicklungen und Zahlen für die Zukunft hochzurechnen, da diese auf einer Art “Neuigkeitseffekt” basieren könnten, denn als das Internet noch neu war, waren diese Zahlen (Klicks auf Werbung) auch deutlich besser als heute. Eine Studie von AOL zum Thema findet zwar hohe Akzeptanz, formuliert diese Gefahr aber (womöglich unbewusst) gleich im ersten Satz: Werbung im mobilen Internet wird verstärkt wahrgenommen und in hohem Maße ausprobiert. Der gesunde Menschenverstand und der Inhalt des Satzes werfen nun die Frage auf: Wird man die Werbung weiterhin anklicken, wenn man weiß, dass sich meist genauso langweilige Inhalte dahinter verbergen, wie im “herkömmlichen Web”?
Geschrieben am Montag, 9. Juni 2008
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13:40
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Tags für diesen Artikel: business models, mobile social networks, mobile web, social networks, Web 2.0, web services, werbung
Advertising Recession?By Cornelius Scholz
Beobachtet man die aktuellen Web 2.0 Angebote, so fällt auf, dass die wenigsten (bis auf wenige glorreiche Ausnahmen) ein solides Business Model haben. Meist basieren die Einnahmen auf nicht personalisierter Werbung, da die Seiten zwar viele goldwerte User-Daten haben, diese aber bisher selten nutzen können.
Bisher waren die Anbieter damit auch relativ zufrieden, da die Internet-Werbeeinnahmen als "rezessions-immun" (recession proof) galten. Aber eben nur bisher. Suchmaschinen-Werbeinnahmen wurden schon vor einer ganzen Weile als nicht besonders sicher entlarvt, dabei klingt die Argumentation auf der der Mythos basiert recht logisch: Wenn die Wirtschaft in eine Rezession gerät und die Werbebudgets gekürzt werden müssen, so wirkt die Internetwerbung bei weitem günstiger als die Werbung in Print und TV. Außerdem ist die Analyse der Werbewirkung und Effektivität (z.B. cost per mille, click-through rates und tatsächliche Geschäftsabschlüsse) deutlich leichter als dies bei Werbung in anderen Medien der Fall ist. Folglich wird das Werbebudget eher für Print- und TV-Kampagnen gekürzt als für Online-Werbung. So viel zur Theorie. Wie so oft differieren Theorie und Realität, in diesem Fall zumindest, wenn man dem "AdPrice Index" von PubMatic glauben schenken will. Deren Analyse nach sind die Werbeeinnahmen im April im Vergleich zum März im Schnitt um 23% gefallen. Am meisten wegstecken mussten dabei unsere schönen Web 2.o Freunde, die Social Networks. Die, die es am nötigsten haben, mussten einen Rückgang von 47% einstecken. Leider lässt sich nicht wirklich ein Trend aus den drei Zahlen rauslesen (womöglich handelt es sich um irgendwelche saisonalen Schwankungen o.ä.). Dennoch seien die Betreiber alarmiert, dass es Schwankungen geben kann und wird. Von Nutzerzahlen und nicht mobilen, aber mobil genutzten Social NetworksBy Cornelius Scholz![]() Nachdem länger nicht viel über das Thema zu berichten war, soll sich der heutige Post mal wieder mit dem “heiligen Gral der sozialen Netzwerke” widmen. Einige neue interessante Zahlen, Trends und News sind aufgetaucht, die durchaus eine Erwähnung wert sind. Steigende Nutzerzahlen im Mobile Web Business Wie schon vor einer weile hier berichtet, befindet sich das Mobile Web auf der Überholspur und zwar, wie der Opera Mobile Browsing Report aufzeigt, deutlich. Betrachtet man die Nutzerzahlen, die auf anonymen Nutzerdaten des Opera Mini Browsers beruhen genauer, so stellt man ein enormes Wachstum fest. Innerhalb von nur etwa zwei Jahren ist die Anzahl kumulierter Nutzer von ca. 1 Mio. auf knapp 45 Mio. heute gestiegen. Sehr stark fällt auch das gestiegen Datenvolumen in diesem Zeitraum auf. Diese Zahlen suggerieren ein anderes Bild, als das Ende des Mobile Web (wir berichteten). Nische vs. universell Betrachtet man nun genauer welche Seiten die User besucht haben, so wird schnell deutlich, dass die mit Abstand meistgenutzten Seiten (neben dem überall vertretenen Google) Social Networks sind. In Deutschland zum Beispiel befinden sich auf Platz zwei und drei der Top Ten die Social Networks StudiVZ und wer-kennt-wen.de und insgesamt fallen etwa 40% Seitenaufrufe auf Social Networks. Aber handelt es sich wirklich um “mobile social networks”? Betrachtet man die vertretenen Seiten, so stellt man fest, dass die meisten Social Networks ganz normale sind, wie man sie mit dem Desktop auch besucht, wie etwa MySpace oder Facebook. Die eigens für Mobile Web konzipierten Networks (z.B. mocospace.com in den USA) sind eher selten vertreten. Denkt man nun weiter über diese Tatsache nach, so fragt man sich doch, ob die Gründung eines eingens Mobile Social Web überhaupt noch tragbar ist. Damals berichteten wir unter anderem von Aka-Aki, was versucht ein Mobile Social Web zu gründen. Der Trend des One Web, wie er auch im Opera Report angesprochen wird könnte Nischen-Netzwerken dieser Art schnell das Wasser abgraben. Immer mehr Devices sind in der Lage einfach das “richtige Web” darzustellen und keine gekürzten WAP-Seiten oder per CSS zurückgeschnittene Überreste der Gesamtseite. Häufig aber auch, bieten die großen auch spezielle Versionen an, die optimiert sind für den mobilen Einsatz und das betrachten auf kleinen Bildschirmen (denn auch die großen Seiten haben erkannte, das das Mobile Web kommt). Damit werden etablierte Social Networks, die bereits große Nutzerzahlen vorweisen können, zur direkten Konkurrenz für die mobilen Versionen. Warum sollte man sich noch für ein speziell mobiles Network registrieren, wenn man die Kontakte zuhause bequem per PC aber nahezu gleich komfortabel auf der gleichen Plattform mobil pflegen kann? Ein pro-Argument für mobile Versionen sind womöglich noch Features, wie die Möglichkeit andere Mitglieder, die sich in der Nähe aufhalten via Bluetooth zu orten bzw. deren Nutzerdaten angezeigt zu bekommen. Auch dieses Argument schwindet langsam, da es sicherlich bald möglich sein wird für die großen Networks via APIs oder integrierten Java-Applications ähnliche Funktionen anzubieten, sei es durch Nutzen von Bluetooth, GPS, WLAN-Ortung oder manueller Ortung per googleMaps o.ä. Make Money Wie bereits erwähnt blieb die Entwicklung des Mobile Web auch den Großen nicht verborgen. Google CEO Eric Schmidt beispielsweise sieht in den Mobile Ads den Markt der Zukunft und erwartet, dass in diesem Markt noch deutlich mehr Gewinne zu erzielen sind, als im PC-Internet-Business. Er meint, dass der Umstand, dass Handys stark personalisiert sind, mehr personalisierte Werbung und damit höhere Einnahmen ermöglichen würde. Ob er recht behalten soll mit dieser Prognose ist fraglich. Nichtmal für heutige Web 2.0 Seiten scheinen die Gewinne groß auszufallen und wie User auf personalisierte Werbung reagieren wissen wir inzwischen ja auch. Immerhin mildert Schmidt er seine Prognose dahingehen ab, dass diese “next big wave” erst in ein paar Jahren kommen wird. Persönliche Meinung/Prognose So wie sich die aktuellen Mobile Devices und mitgelieferten Programme entwickeln, sollte das “klassische Mobile Web” bald überflüssig werden. Die Vision eines “One Web” kommt immer näher und Bedienungskomfort und immer schnellere Übertragungsgeschwindigkeit sowie Daten-Flatrates tun ihr Übriges. Betrachtet man kommende Gerätegenerationen (das iPhone erster Generation war schon erfolgreich, obgleich noch nichtmal mit 3G ausgestattet) mit 3G oder 4G und extrem komfortabler, intuitiver Bedienung dürften mobil surfende User bald mehr Regel als Ausnahme sein. Genau dieser Trend jedoch wird es kleinen, auf den mobile Bereich spezialisierten Netzwerken wie Aka-Aki sehr sehr schwer machen noch Fuss zu fassen.
Geschrieben am Sonntag, 1. Juni 2008
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Tags für diesen Artikel: business models, facebook, kommunikationsverhalten, mobile social networks, social networks, social web, studivz, usermacht
Facebook, Google & MySpace - Warum Offenheit und wie offen?By Cornelius Scholz![]() In der letzten Woche berichteten wir bereits von den drei Big Playern, Portability und Offenheit. Alle drei aufgeführten Kandidaten sind echte Namen im Internetbusiness, mischen mehr oder weniger in Sachen Social Web und Social Networks mit und haben angekündigt jetzt offener zu werden. Aber warum und warum gleich alle drei? 1. BE INNOVATIVE (OR KEEP UP WITH YOUR OPPONENT) Wie im letztwöchigen Artikel schon erwähnt, dürfte einer der banalsten Gründe sein, dass jeder der erste sein will mit neuen Innovationen oder zumindest nicht lange auf sich warten lässt mit der Konkurrenz gleichzuziehen. In Zeiten in denen der User an Macht gewinnt und die Userbindung immer schwächer wird tun die großen gut daran ihre Schäfchen bei Laune zu halten und immer mal wieder mit neuen Features zu füttern. Tun sie das nicht stehen die Chancen nicht schlecht, dass der User sich spontan für eines der anderen Netzwerke entscheidet - Auswahl gibt es ja inzwischen genug. Eine Studie von 20bits zum Beispiel belegt, dass Facebook scheinbar langsam langweilig zu werden droht (die Neuanmeldungen und Posts zum Beispiel sind empfindlich weniger geworden). Eine daraufhin durchgeführte Umfage unter mashable-Lesern zu dem Thema “Are You Fed Up With Facebook?” bestätigt den Trend und ergibt, dass nur noch 13% der Teilnehmer kein bisschen gelangweilt sind. Daraus lässt sich folgern: Unterhalte deine Gemeinde mit schönen neuen Features und wenn du nicht als erstes die Idee hattest, zieh mit. Data Portability und Openness sind eine prima Idee und dürfte den Usern gefallen. 2. GET MORE USER Das große Problem im Social Web Business im Moment ist, dass die User meist nicht bereit sind für soziale Netzwerke zu zahlen (glorreiches Gegenbeispiel wäre zum Beispiel Xing.com - just to mention one example). Bedenkt man den Aufwand mit Programmierern, Administratoren, Helpdesk, Serverfarmen etc., so ist klar, dass diese Ausgaben finanziert werden müssen. Aber wie verdienen die Großen dann ihr Geld? Im Moment dürfte dies überwiegend durch Werbung sein oder irgendwelche kommerziellen Programme. Das bedeutet, je mehr Mitglieder dabei sind und an das Netzwerk gebunden sind, desto besser. Die Nutzerbindung steigt und es kann potentiell mehr Werbung geschalten werden. Würden die Seiten zudem zu einer “zentralen Anlaufstelle im Netz”, würden die Seiten nebst mehr Users/Klicks auch im Generellen attraktiver für die Werbewirtschaft werden und mehr Werbung bekommen oder höhere Vergütungen. Also auch in dieser Hinsicht bringt die Offenheit den Drei einen Vorteil. Mehr User, generell mehr Attraktivität und damit mehr Werbeeinnahmen. 3. GET MORE USER-DATA Was aber macht (insgeheim) den größten Wert eines Netzwerkes für die Betreiber aus und warum werden Millionen von Dollar für Anteile bezahlt? Ganz einfach: User-Daten. Alle drei Netzwerke spechten nach Usern und versuchen Gollum-gleich “ihren Schatzsss” zu verteidigen. Der eigentlich wahre Wert der Netzwerke dürfte in den Millionen von User-Daten liegen, die bei Adressen angefangen, über Urlaubs- und Freizeitverhalten, bis hin zum Büchergeschmack einzelner User bares Geld wert sein dürften. Man stelle sich nur mal die Möglichkeiten für Marktforschung und Werbestrategen vor, wenn man wirklich einfach an die Daten gelänge. Was wären diese Leute bereit zu zahlen um an die Daten zu kommen oder personalisierte Werbung schalten zu können? Man weiß es nicht, aber es dürfte die anonymen Werbeeinnahmen um ein Vielfaches übersteigen. Wie die meisten Wissen gab es auch hier schon Versuche, diesen Schatz zu heben, anfänglich genannte User-Macht jedoch machte den Planern einen Strich durch die Rechnung. Als das StudiVZ versuchte diese Daten zu nutzen, gingen die Nutzer in Kapfstellung über und drohten schlicht mit Verlassen des Netzwerkes. Gelänge es den Betreibern dennoch irgendwann wieder so viel Macht über die Nutzer zu erlangen, die Daten verwerten zu können, so würde dies Social Networks zu wahren Goldgruben machen. Das ist auch der Grund, warum die Drei sich untereinander etwas angiften und z.B. Facebook verhindert, dass Googles Friend Connect Zugang zu den Daten hat. Der Zug, die Daten ansonsten (gegenüber anderen) zu öffnen und portabel zu machen ist in dieser Hinsicht dennoch ein genialer Schritt. Zwar dürfen/können die Daten für Werbezwecke nicht direkt verwendet werden, indirekt aber nutzt dieser Zug den Drei, da die Profile zu einer Art zentralen Datenspeicher werden. Die User vervollständigen die Profile und nutzen sie um von dort aus andere Applikationen zu bedienen und Mash-Ups mit Daten zu beliefern, was für die Betreiber heißt mehr Daten und (insgeheim) mehr Wert. Ein genialer Schachzug. Der momentan entbrannte Kleinkrieg ... ... zwischen den Drei ist interessant zu verfolgen. Alle drei öffnen sich aus oben genannten Gründen (und sicher noch ein paar mehr - ich hoffe auf Kommentare) schotten sich aber gleichzeitig gegen die Konkurrenz ab. Durch diese Züge werden die durchaus sehr medienwirksamen Terme Portability und Openness etwas ad absurdum geführt. Ein Post auf GigaOM erfasst die Situation sehr schön: “” Was passiert als nächstes?
Geschrieben am Montag, 19. Mai 2008
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11:28
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Unbekannte neue WeltBy Cornelius Scholz
Es tut sich viel auf dem Terrain der Virtuellen Welten. Vor kurzem haben wir über Metaplace berichtet und auch 3D-Welten an sich waren schon Thema.
Vor kurzem fand in London die Virtual World Conference 2007 des Virtual Worlds Forum Europe statt, auf der unter anderem über die Zukunft Virtueller Welten spekuliert wurde. Man hört im Allgemeinen viel über virtuelles Welten wie Second Life, vSide und Konsorten. Heise hat jedoch in einem Artikel ein paar Welten aufgeführt, von denen man bisher nicht so viel gehört hat und über die hier etwas ausführlicher berichtet werden soll. Freggers Bei Freggers.de (in Beta-Phase) handelt es sich um eine kleine deutsche 2,5-D Welt in der man mit kleinen Avataren herumlaufen kann und chatten (”grafischer Chat”). Optisch erinnert das ganz ein wenig an Habbo Hotel, nur, dass man keine eigenen Räume bauen kann. Die Betonung liegt darauf umherzugehen und zu chatten. Das ganze ist browserbasiert (Flash) und recht nett anzusehen. Zudem hört man im Hintergrund-Geräusche und kann auch selbst vorhandene Textphrasen benutzen wie z.B. “hallo” (*hallo*) oder “na du?” (*nadu*), die dann “ausgesprochen” werden. Als Zielgruppe gibt die Betreiberfirma SPiN AG Teens und Twens an, von denen sich bisher nach eigenen Angaben seit Mai über 145.000 bei Freggers registriert haben. Home Home soll eine virtuelle Plattform von Sony für Playstation 3 Spieler sein, auf der sich Spieler treffen können, chatten und sich gegenseitig zum Spielen einladen. Ursprünglich für Herbst diesen Jahres angekündigt wurde die Veröffentlichung jedoch auf Frühjahr nächsten Jahres verschoben. Öffentliche Chat-Räume werden laut Sony überwacht werden und Content-Filter verhinden den Gebrauch unangemessener Wörter. Hat man jedoch jemanden gefunden, mit dem man sich alleine unterhalten will, kann man diesen in sein privates virtuelles Apartment einladen, das mit Bildern von der PS-Festplatte geschmückt ist. Zudem besteht die Möglichkeit, gemeinsam Filme anzusehen, die auf der Playstation abgelegt sind. In den privaten Apartments ist man dann auch ungestört (wird nicht überwacht), es sei denn eine Person fühlt sich angegriffen. In diesem Falle kann ein Moderator zu Hilfe gerufen werden, dem verschiedene Sanktionsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Journeys Über das in Israel beheimatete Journeys ist bisher nicht viel an die Öffentlichkeit gedrungen. Laut Guy Bendov soll es Elemente des Casual Gamings mit Elementen einer Social Community zusammenführen. Auch die About-Seite des Blogs fasst sich kurz:
Near Genausowenig findet sich über Near, das laut Axel Wrottesley Grafik auf dem Niveau moderner Computerspiele liefern will. In Zusammenarbeit mit Qube Software entwickelt, soll Near in der Lage sein in Echtzeit 3D Welten zu rendern.
Papermint Das österreichische Papermint dagegen setzt auf einfache Grafik (und das obwohl Papermint clientbasiert ist). In einer quietschend bunten Welt kann der Spieler umherschlendern, Wohnungen beziehen und chatten. Die Avatare können freizügig gestaltet werden und anhand über den Avataren schwebender Schildern erkennt man auf die Schnelle einige Eigenschaften wie Stimmung oder “wie schwanger” jemand ist. Die Liste der möglichen Beschäftigungen lässt darauf schließen, dass das ganze sehr spaßig angehaucht ist. Secret City Das clientbasierte Secret City von Cool Spot zielt da mehr auf die Erwachsenen ab. Das ganze stellt eine Art Second Life für Erotik dar und es geht gezielt darum mit Leuten zu flirten und kennenzulernen. Nach einem Nachweis der Volljährigkeit stehen einem gegen Bezahlung zusätzliche VIP-Features bis hin zu “erotischen Begegnungen” zur Verfügung. Smeet Auch Smeet [ http://www.smeet.de/ ] ist ein 2,5-D Chat mit der zusätzlichen Möglichkeit über die Seite zu telefonieren (über Festnetz kostenlos) und Dateien auszutauschen. Die Optik erinnert sehr stark an die Sims. Stage Space Stage Space basiert auf Java und bietet damit einen plattformunabhängigen 3-D Client an. Auch hier liegt die Betonung auf chatten, spricht aber auch direkt Agenturen an, die Plattform als Werbeträger zu nutzen für Präsentationen und Events. Der Gestaltungsvorgang des Avatars ähnelt dem von Second Life, erweist sich jedoch als deutlich einfacher und schneller. Umsatz generiert StageSpace wohl durch die Möglichkeit den Avatar und sein Zuhause mit gekauften Klamotten und Einrichtungen zu verschönern. Twinity Aus dem deutschen Hause Metaversum befindet die 3D-Welt Twinity noch in private Beta. Die Welt wird in 3D sein, es wird großer Wert auf die Realitätsnähe der Avatare gelegt und es soll ein echtes Wirtschaftssystem geben. Objekte wie Häuser, die der User erwerben kann wurden vollständig von den Entwicklern gebaut. Das Geschäftsmodell ist damit schon offensichtlich: Premium Accounts und Verkauf von Objekten. User Generated Content wird dabei kein monetärer Wert beigemessen. Vom Nutzer erstellte Inhalte können importiert und später auch gescriptet, jedoch nicht verkauft werden. Für erste Screenshots siehe hier.
Geschrieben am Montag, 12. November 2007
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13:24
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Metaplace.com - Show Me Your World, I'll Show You MineBy Cornelius Scholz![]() Selbstverwirklichung und einbringen der eigenen Kreativität wird immer wichtiger - gerade im Web 2.0 Zeitalter. Große Communities wie MySpace oder Facebook sind nicht zuletzt so erfolgreich, weil man seine Profile nahezu unbegrenzt nach Belieben gestalten kann. Angefangen von Bildern, Texten, Videos, Musik bis hin zu tausenden Widgets stehen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zur Verfügung um zu zeigen wer man ist, was man mag und wofür man sich interessiert. Einen neuen Ansatz verfolgt die sich zur Zeit noch in geschlossener Beta befindliche Seite Metaplace.com mit der Idee den User seine eigene kleine Welt zu gestalten. Im Grunde wurde die Idee des User Generated Content bzw. der Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen lediglich konsequent aus dem zweidimensionalen Web 2.0-Raum in die dritte Dimension portiert (bzw. im Moment noch in die 2,5. Dimension. Die 3D-Variante ist aber in Arbeit).
Es soll den Nutzern die Möglichkeit gegeben werden sich nach Gutdünken einfach ihre eigene Welt zu schaffen und mit eigenen Inhalten zu füllen. Dabei stehen Einfachheit aber auch Zweckorientierung im Vordergrund. So ist es etwa unter anderem möglich eigene Spielewelten zu gestalten und diese plattformunabhängig zugänglich zu machen, so dass zum Beispiel ganze MMORPGs gestaltet werden können. Dabei sind die Spieler dann aber anders als bei bisherigen MMORPGs nicht auf diese eine Welt beschränkt sondern können frei zwischen diesen wechseln, solange eingebaute “Tore” zwischen den Welten bestehen. Darüber, wie das ganze technisch umgesetzt werden soll, ist recht wenig zu finden. Metaplace schreibt nur, dass das Netzwerkprotoll ein offener Standard werden soll und jedes Device, das mit dem offenen Standard umgehen kann benutzt werden kann um in die Welten einzutauchen. Tools zum Gestalten der Welten und Host-Server will Metaplace stellen, so dass zum besuchen der Welten nur noch ein geeigneter Client mit Internetzugang vorhanden sein muss. Dadurch müssen nicht wie bei anderen Welten umfangreiche Clients up-to-date gehalten werden, sondern die Welten können auch direkt auf mobilen Endgeräten verwendet werden. Um auch wirklich die Breiten Massen anzusprechen darf die Gestaltung der Welten dann natürlich nicht zu schwierig ausfallen und auch Metaplace ist sich dessen bewusst:
Die Idee ist, das ganze nach einer Art Objektorientierung zu gestalten, also der Möglichkeit Templates zu wählen und dann zu ändern oder darauf aufzubauen. Zumindest aber für komplexere, hoch individualisierte Anwendungen wird man vermutlich, die dazu nötige auf Lua basierende Programmiersprache “MetaScript” erlernen müssen. Auch die Angaben, die abgefragt werden beim Beta Sign Up, sprechen für sich. Unter anderem: Programmiererfahrung mit diversen Sprachen und Typen, ob man schonmal ein Spiel programmiert hätte, das bevorzugtes Betriebssystem und die Hardwareausstattung meines PCs. Klingt schon nichtmehr so für Laien geeignet. Trotzdem versuchen die Macher zumindest die “Standardwelten” sehr einfach gestaltbar zu halten, wie das Video mit Ralph Koster zeigt: Interessant ist auch, wie das Thema Vernetzung und Interaktion mit dem Web gehandhabt wird. Neben der schon genannten Möglichkeit die Welten miteinander zu vernetzen, können die Welten auch mit dem “normalen Web” interagieren. Es soll die Möglichkeit geben Objekte so zu gestalten, dass sie etwa RSS-Feeds generieren (wie zum Bsp. eine High-Score-List) oder Robots zu bauen, die RSS-Feeds aus dem Web holen und “vorlesen”. Auch das Einbinden der Welten in Community-Profilen oder das Weiterschicken per Mail soll ganz einfach werden. Was das Business Model angeht gibt es keine konkreten Angaben, da der Service im Grunde kostenlos sein soll. Gigaom.com benennt als Einnahmequellen allerdings, dass die Weltenbauer beim überschreiten bestimmter Traffic-Grenzen zur Kasse gebeten werden, eine Finanzierung durch gesponsorte Welten (ähnlich den Firmen-Inseln in Second Life), den Verkauf virtueller Währung (auch wie in SL) und Einnahmen durch zielgruppenspezifische Werbe-Aktionen basierend auf dem Nutzungsverhalten der User (ähnlich Google AdSense). Gigaom.com beschreibt auch sehr schön den grundlegenden Unterschied zwischen Second Life und Metaplace: “” While Second Life is evolving as an immersive 3D metaverse which slowly incorporates web elements like XML and RSS in-world, Metaplace is beginning as a web-based network which swallows the attributes of online worlds. As Koster put it: “We don’t think the Net is getting stuffed inside a giant 3D client.” That’s just the Second Life strategy, which demonstrates the fundamental philosophical difference between Raph Koster’s Areae and Philip Rosedale’s Linden Lab. “” Schade, dass diese neue bunte Internetwelt erst im Frühjahr 2008 frei zugänglich sein wird.
Geschrieben am Sonntag, 23. September 2007
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Mobile Social NetworksBy Cornelius Scholz![]() Mobile Social Networking. Was ist darunter zu verstehen? Social Networks la myspace.com oder facebook.com kennt jeder. Man meldet sich an, knüpft “Freundschaften”, schmökert in Profilen, schaut sich die Freundes-Freunde mal an, findet neue Bekannte und kommuniziert lieber über die Plattform als über Mail (obwohl das viel einfacher und schneller wäre, aber egal). Das Problem für den Nerd, der sämtliche Freundschaften auf solchen Seiten pflegt ist nun, wenn er das Haus verlassen muss um sich neue Pizzen zu kaufen, er in dieser Zeit die Nachrichten nicht lesen kann, die er empfängt. Abhilfe schaffen hierbei Mobile Social Networks, die nicht an das Vorhandensein eines PCs geknüpft sind sondern auf jedem Handy funktionieren. Das heißt selbst beim Pizzakaufen kann der Nerd nun sein Smart-Phone zücken und weiter “sozialisieren”. So oder so ähnlich sieht das ganze aus Sicht der Nerds aus, aber auch für den ambitionierten durchschnittlichen Internet-Nutzer, wie Dich und mich stellen sich solche Networks als schönes Spielzeug dar. Man kann immer und überall die angemeldeten Freunde kontaktieren, auch wenn diese unterwegs sind, wenn man im Zug nichts zu lesen hat in Profilen stöbern und kann sogar benachrichtigt werden, wenn sich ein Freund oder Netzwerkmitglied im Umkreis befindet. Daraus folgen auch die Features, die Mobile Social Networks mit sich bringen sollten: - Profile - Freundschaften knüpfen - Nachrichten verschicken ... - und der heilige Grahl der Mobile Social Networks, wie Techcrunch schön titelt, das Feature, zu erkennen wenn sich ein Mitglied des Netzwerkes in der Nähe aufhält. Dies ist der eigentlich einzig folgerichtige Schritt, wenn man ein mobiles soziales Netzwerk aufbauen will. Man muss sich die Möglichkeiten vor Augen führen: “” Schon relativ lange gibt es das Social Network Meetro.com für den PC (im Moment im Redesign). Der Clou ist, dass anhand der eingegeben Aufenthaltsorte der Dienst andere Mitglieder anzeigen kann, die im näheren Umfeld befindlich sind. Leider macht dieser Service überwiegend nur z.B. für Studenten Sinn, die sich mit dem Laptop auf dem Campus bewegen oder Leute die viel mit dem Laptop an Hotspots surfen, denn es ist zwar ganz nett zu wissen wer so im Umkreis wohnt (wenn Zuhause oder in der Arbeit surft), aber die angezeigten Leute dürften sich nur selten ändern und dann kann man genauso gut z.B. in Lokalisten.de Leute nach der Homebase suchen. Genau da setzen Mobile Social Networks an, denn ein Handy dürften die meisten immer mit sich führen und das funktioniert ja quasi überall. So kann man sich auf der Straße bewegen und das Handy erfasst z.B. per Bluetooth die anderen Handys in der Umgebung (etwa 20m = Bluethooth-Recihweite) und tauscht Profile aus. Passen z.B. irgendwelche persönlichen Angaben überein gibt's einen Hinweis und ich kann mir das Profil genauer anschauen.
Das klassische Problem dabei ist das erreichen der kritischen Masse. Warum sollte man einen Handy-Dienst nutzen, wenn ich durch meine Heimatstadt laufe und gerade mal vier Leute treffen, die auch Mitglieder sind? Richtig erfolgreich dürften die Netzwerke erst werden, wenn man “ständig” Mitgliedern über den Weg läuft und viele Freunde in dem Netzwerk hat. Die Handy Software erkennt über Bluetooth wenn sich andere Handys im Umkreis befinden und holt dann per Internet die Profil-Daten der Nutzer ab, also wie sie heißen, Bilder, persönliche Profil-Angaben und ob man sie schon mal getroffen hat. Der Service ist dabei abgesehen vom erzeugten IP-Traffic kostenlos. Aber wie genau sieht dann das Business-Model einer solchen Community aus? Die Möglichkeiten sind groß. Vielleicht kann das Netzwerk wie z.B. xing.com genutzt werden um Kunden oder Geschäftskontakte sozusagen im Vorübergehen auf der Straße zu akquirieren. Der Premiumkunde, seines Zeichens z.B. Anwalt, zahlt dass sein Profil angepriesen wird und er gleich ansprechbar ist. Großes Potential dürfte auch darin liegen, dass Läden, die sich in näherer Umgebung befinden die neuesten Angebote in ihr Profil stellen ... natürlich kostenpflichtig. Einer Umfrage von Komjunti zufolge wären die meisten Nutzer sogar bereit zwischen EUR 1,99 und EUR 4,90 für den mobilen Dienst zu bezahlen. Alles in Allem werden durch die Möglichkeit Informationen über Leute zu sehen die mir in der U-Bahn gegenüber sitzen, die ich eigentlich nicht kenne, ganz neue Situationen entstehen. Das Potential ist rein zahlenmäßig an der Zahl der Handy-Besitzer gemessen gigantisch, welche deutlich mehr sind als PC-Besitzer. Auch die Möglichkeit statt einer SMS über Aka-Aki - sei es vom PC aus oder vom Handy aus - jemandem eine Nachricht zu schicken ist verlockend. Sollten denn mal Techniken wie Handy-Ortung eingesetzt werden wirds kritisch in Richtung gläserner Mensch. Bis es soweit ist bleibt aber nur zu hoffen, dass ich nach einer Krankmeldung nicht meinem Chef beim Shoppen näher als 20 Meter komme ...
Geschrieben am Montag, 17. September 2007
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13:02
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Geschäftsidee: GPS-Google-Maps-Journey-Twitter MashupBy Cornelius Scholz
Scott Adams, Schaffer der allseits beliebten Figur Dilbert, hat in seinem eigentlich humoristisch angehauchten Blog eine Idee beschrieben, die vielleicht am ehesten als ein GPS-Google-Maps-Journey-Twitter Mashup bezeichnet werden kann.
Idee wäre eine Kamera mit GPS-Modul zu haben, die mit Google-Maps verknüpft die Bilder speichern würde, eine Kreditkarte, die protokolliert wo sie eingesetzt wurde ... Die Daten würden am Ende verknüpft und enstprechend benannte usw. Am Ende soll ein voll automatisch erstelltes Scrapbook von dem Urlaub rauskommen, das nur noch im Detail korrigiert werden muss ... Die neue Killer-Applikation für digitale Exhibitionisten?
Geschrieben am Sonntag, 9. September 2007
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Update Available!? Upgrade to Web 3.0!By Cornelius Scholz![]() Die moderne Medienlandschaft wird immer schnelllebiger. Im Moment scheint die Lage so zu sein, dass noch nicht einmal der Begriff “Web 2.0” so richtig bekannt ist und schon tüfteln die Internet-Spezialisten am “Web 3.0”. Ganz toll soll es werden, clever, smart, schnell und qualitativ hochwertiger als das “bisherige Internet”. Dabei besteht noch nicht einmal so richtig eine Vorstellung darüber, wie genau es funktionieren soll und was es können soll. Der Begriff der sich wahrscheinlich am ehesten als Synonym für Web 3.0 durchsetzen wird ist das “Semantische Web”. Semantic Web bedeutet, dass neben den bisherigen Informationen, die eine Website enthält eine Art zusätzlicher Layer hinzugefügt wird. Dieser Layer könnte z.B. dem RDF-Schema oder OWL-Schema folgend komplexe Meta-Informationen bereitstellen, die Suchmaschinen ermöglicht, Sites logisch zu verbinden, auch wenn diese nicht explizit miteinander verlinkt sind. Um sich die Idee des semantischen Webs vor Augen zu führen hilft ein einfaches Beispiel vielleicht am ehesten:
Würde die Umsetzung dieser Idee funktionieren, so würden sich ganz neue Möglichkeiten ergeben hochqualitative Suchergebnisse zu erhalten. Der o.g. Aktikel auf ZDNet.de bietet ein sehr plakatives Beispiel, das den Nutzwert des sematischen Webs besser verdeutlicht: Der Suchterm “Ich suche einen warmen Ort, an dem ich meine Ferien verbringen kann und habe ein Budget von 3000 Dollar. Außerdem habe ich ein elfjähriges Kind.“ sollte demnach im Web 3.0 im Idealfall ein Urlaubspaket finden und planen, das allen enthaltenen Ansprüchen genügt. Es sollten also Urlaubspakete auftauchen, die Kinderfreundlich sind, an einem warmen Ort und unter 3000 Dollar kosten. Gibt man diesen Term heute in eine Suchmaschine ein erhält man wahrscheinlich bestenfalls Seiten, mit Kuchenrezepten (”... man lasse den Teig an einem >>warmen Ort<< aufgehen ...”), Ferien auf dem Bauernhof Seiten (>>Ferien<<) und Seiten mit Erziehungsmaßnahmen (”... einem >>elfjährigen Kind<< sollte man nie ...”). Harte Wahrheit ist, dass der Term in Google eingegeben noch nicht einmal dazu führt. Ergebnis ist - natürlich neben dem Artikel, dem das Zitat entnommen wurde - unter anderem ein Eintrag in einem Bikerforum. Besonders traurig sind die Begriffe weshalb der Eintrag (siehe Bild) auf Platz 3 erschien: “habe”, “meine” und “kann”. ![]() “Unpassender” geht es kaum. Aber da der Algorithmus von Google versucht möglichst viele Begriffe auf einer Seite zu finden kommen solche “irrelevanten” Ergebnisse dabei raus. Auch könnte es möglich sein nicht nur die Inhalte - also Schlagwörter - zu verknüpfen sondern darüber hinaus auch z.B. die Autoren. So hat die Meinung eines Autors, der für die Firma XY arbeitet bei enttäuschten Kunden ein anderes Gewicht als die Meinung eines anderen enttäuschten Kunden. Im Grunde wird also verknüpft was verknüpft werden kann. Die Autoren, die Inhalte, die Objekte, ... Alles was logisch in Relation gesetzt werden kann. Im Gegensatz zu Web 2.0, das ja nur eine Art neue sozial-kommunikativ-orientierte Nutzungsform schon bestehender Technologien darstellt, würde das Web 3.0 einen echten Quantensprung darstellen. Die Aggregation und Aufbereitung von Nachrichten und Inhalten könnte auf hohem Niveau durch die Maschinen erledigt werden und wäre damit eine echte Weiterentwicklung. Dadurch wiederum könnten die Firmen ganz neue Businessmodelle entwickeln und von einem E-Business zu einem “ME-Business” werden. Hier stünde der Konsument wieder im Mittelpunkt des Interesses. Kann er bisher nur nach den Informationen suchen - was bei der aktuellen Flut an Informationen nicht selten zu Information Overload führt - kommen die Informationen im Web 3.0 dann zu ihm, aufbereitet und bewertet. Die Firmen müssten also mehr auf den Nutzer zugehen und zugeschnittene Güter (Inhalte, Angebote,...) offerieren. Auf der Seite des THESEUS Programms finden sich weitere schöne Anwendungsszenarien, welche zwar auf THESEUS zugeschnitten sind, aber teils sicher direkt ins Allgemeine übertragen werden können. Letztendlich ist nur sicher, dass das Web 3.0 kommen wird, wie es aussieht weiß keiner so richtig. Die meisten (und auch Tim Berners-Lee immerhin “Father of the Internet” - YouTube-Link) sagen das semantische Web wird sich als Web 3.0 durchsetzen (daher auch die Ausrichtung dieses Artikels), andere denken, es werden die viral verbreiteten Mashups von bestehenden Web 2.0 Applikationen sein (Eric Schmid, CEO von Google - YouTube-Link), und wieder andere denken es wird das 3D-Internet vergleichbar mit einer Second Life Welt sein. Was es auch immer Web 3.0 sein mag, versuchen wir doch erstmal Web 2.0 bei der Bevölkerung und den Firmen ankommen zu lassen. Das Web 3.0 soll erst einmal in den Garagen zukünftiger Milliardäre “entwickelt werden” bis es einigermaßen “marktreif” ist. Dann bleibt immer noch genug Zeit das Spiel, die neue Technologie zu verbreiten, von vorne zu beginnen ...
Geschrieben am Sonntag, 9. September 2007
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10:26
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Web 2.0 im Unternehmen - wird das Modell “Unternehmen 2.0” erfolgreich sein?By Cornelius Scholz![]() Was sagen die Manager? Eine Umfrage der Economist Intelligence Unit (EIU) unter 406 Führungskräften weltweit zeigt, dass das Schlagwort Web 2.0 durchaus mit positiven Erwartungen verbunden wird. Knapp 80% rechnen mit Umsatzwachstum und immerhin 30% gehen von Kostenreduktionen aus, etwa im Bereich Kundendienst oder Werbung. 41% der Top-Manager gehen sogar davon aus, dass Web 2.0 ihr Geschäftsmodell beeinflussen wird. Die erwarteten Vorteile werden dabei überwiegend auf eine Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten im Unternehmen und aus dem Unternehmen heraus zurückgeführt. So führen viele der Firmen bereits Blogs und Wikis um die Kommunikation intern und extern zu fördern und betonen die Interaktion mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern (siehe z.B. Alexander Klein - Weblogs im unternehmerischen Umfeld, S. 21ff.). John M. Lervik, CEO bei FAST, geht sogar so weit zu sagen, dass Unternehmen, die den Einstieg ins Web2.0-Zeitalter verpassen, nicht überlebensfähig sein werden und auch A.T. Kearney ist der Meinung, dass die Unternehmen auf den Zug aufspringen müssen um der neuen Macht der Kunden die Stirn bieten zu können bzw. sich die Macht der Kunden zu Nutze zu machen. As Is vs. Could Be Die verbesserten Kommunikations-Möglichkeiten können dafür sorgen, dass die Zusammenarbeit floriert, ein Effekt, der im Internet allgemein bereits zu erkennen ist und jetzt nur noch auf Unternehmen übertragen werden muss. Durch die Einführung von Weblogs, Wikis und Social Services kann eine ganz neue Form des Wissensmanagements, der Kommunikation und der Zusammenarbeit erreicht werden, was die Unternehmen wettbewerbsfähiger machen würde. Die bisherige Form der Kommunikation, die E-Mail, hat die entscheidenden Nachteile, dass die Information versendet wird, aber eben auch nur an die, die im Adressfeld auftauchen. Dort landet sie in der Mailbox und verschwindet gerne auf immer und ewig. Die neue Richtung wäre nun das Wissen zentral zu sammeln und der Informationssuchende die Infos erlangen kann, die er braucht und wann er sie braucht, sei es durch aktive Suche oder durch Feeds. So wird sichergestellt, dass die Informationen nicht auf den Rechnern der Mitarbeiter verschütt gehen sondern weiterhin Wert besitzen. Schöner Nebeneffekt des zentralen Wissensmanagements ist, dass sich durch die zentrale Speicherung Möglichkeiten ergeben, das Wissen auch für Mitarbeiter-Weiterbildungen (eLearning) zu nutzen. Die Zusammenarbeit dagegen kann durch leistungsfähige Workflow- oder Workgroupsysteme verbessert werden. Die Dokumente liegen hier wiederum zentral und können von jedem berechtigten Mitarbeiter eingesehen und bearbeitet werden, von jedem Standort aus zu jeder Zeit. Ausgeklügelte Konzepte nutzen hier z.B. die Zeitverschiebung, so dass zu jedem Zeitpunkt weltweit verteilte Leute an dem Projekt arbeiten. Auch Versionierung und paralleles Arbeiten am gleichen Dokument sind Features die längst zuverlässig funktionieren und enorme Vorteile mit sich bringen. Eine interessante Ausprägung der Kollaboration ermöglicht es z.B. Präsentationen zu halten, denen die Zuhörer trotz räumlicher Distanz am Bildschirm folgen können und sogar Möglichkeiten haben wie z.B. in das Dokument zu schreiben. Eine mächtige Möglichkeit für Unternehmen besteht auch darin, den Kunden quasi als Mitarbeiter einzubinden. So kann der Kunde schon früh in den Produktentwicklungsprozess involviert werden, um die Wahrscheinlichkeit für das Scheitern der Produkte wegen Nicht-Akzeptanz auf ein Minimum zu reduzieren, und auch Supportsites und User-Help-User-Sites bieten viel Kosteneinsparungspotential. Schöner Nebeneffekt: Durch das involvieren der Kunden entsteht eine zusätzliche Kundenbindung. Der Kunde fühlt sich erhört und respektiert. Risiken und Nebenwirkungen Neben den Glanzseiten kommen aber auch Probleme auf die Unternehmen durch die Nutzung von Web 2.0 zu. So entstehen hohe Risiken durch das Besuchen von “externen” Web 2.0 Seiten durch Mitarbeiter wie Facebook auf die Unternehmen zu (Stichwort Hacking / Preisgeben von Informationen), oder auch durch die unausgereifte Einführung von internen Systemen. Das führt dazu, dass der CIO viel zu tun haben wird hinsichtlich der Sicherheit der IT. Abgesehen von diesen Aspekten ist auch die Einrichtung und Etablierung der Systeme selbst recht aufwendig. Die Vergabe von Rechten etwa, das Festlegen von Standards und Richtlinien oder das Einlernen und die möglicherweise nicht vorhandene Akzeptanz bei Mitarbeitern bilden weitere Hürden, die nicht ganz einfach zu meistern sind. Kulturelle Unterschiede - hinken wir mal wieder hinterher? Während in den USA Web 2.0 in den Unternehmen bereits weit verbreitet und akzeptiert ([1], [2]) ist zögern die Firmen hier noch ein wenig. Ein Grund dafür könnte sein, dass keiner so recht weiß wie lohnenswert Investitionen in Web 2.0 überhaupt sind. Niemand kann so recht sagen wie hoch der ROI eines Web2.0-Investments ist und damit bestehen solche Investitionsprojekte nur schwer den vergleich mit Projekten, die z.B. Vorgänge automatisieren. Ein weiterer Grund mag auch das Fehlen eines reifen Businessmodels sein, was viele Manager von Investitionen in öffentliche internetbasierte Systeme abhält. So denken manche vielleicht über das Web 2.0 als neue Form der internen Kommunikation und Kollaboration nach, vermeiden aber das Involvieren von Kunden und das Öffnen nach außen. Das aber genau das Nutzen der “Kundenmacht” ein Schlüssel zum Erfolg sein könnte übersehen viele. Zu guter letzt bleibt noch die schlicht festgefahrene Organisationskultur. Nach dem Motto “never change a running system” werden Eingriffe schlicht vermieden. Fazit Insgesamt bleibt zu hoffen, dass dieses mal auch wir in der Lage sind rechtzeitig auf den Zug aufzuspringen, denn eine Umfrage von McKinsey hat gezeigt, dass die frühen Einsteiger tendenziell zufriedener sind. Die Vorteile und Trends sollten genutzt werden und die Risiken schnell eingedämmt, sonst wird unsere Wirtschaft wieder einmal Wettbewerbsfähigkeit einbüßen und einen schweren Start haben, wenn die Nutzung von Web 2.0 im Unternehmen einmal unvermeidlich sein wird.
Geschrieben am Montag, 27. August 2007
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08:40
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Zukunft der Zeitung nach Rupert MurdochBy Kai Hattendorf
...eine (sehr knappe) Zusammenfassung einer von Rupert Murdoch angedeuteten Strategie für das "Wall Street Journal" für den Fall, dass Murdochs Übernahmeversuch gelingt, findet sich in der exzellenten Titelgeschichte der TIME diese Woche:
"What if, at the Journal, we spent $100 million a year hiring all the best business journalists in the world? Say 200 of them. And spent some money on establishing the brand but went global--a great, great newspaper with big, iconic names, outstanding writers, reporters, experts. And then you make it free, online only. No printing plants, no paper, no trucks. How long would it take for the advertising to come? It would be successful, it would work and you'd make ... a little bit of money. Then again, the Journal and the Times make very little money now." Also: Das "WSJ" ein reines Online-Medium? Die Diskussion um die Zukunft der gedruckten Zeitung geht damit sicherlich eine entscheidende Runde weiter - siehe auch den Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom Samstag (nur für Kunden).
Geschrieben am Sonntag, 15. Juli 2007
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22:42
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Virtual Goods: The Next Big Business Model (?)By Cornelius Scholz
Die Gastautorin Susan Wu hat auf techcrunch.com einen interessanten Artikel zum Thema Virtual Goods als nächstes großes Business Model verfasst.
Geschrieben am Mittwoch, 20. Juni 2007
in Thoughts
um
18:27
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Tags für diesen Artikel: business models, virtual goods
Ein paar weitere interessante Web 2.0 Links ...By Bernhard Gold
Weitere interessante Links:
http://www.go2web20.net/ (Verzeichnis von getaggten Web 2.0 Sites) http://www.deutsche-startups.de/ (News und Interviews aus der Deutschen Startup- und Internet-Gründerszene) http://mashable.com/ (Social Networking Blog) http://www.thealarmclock.com/euro/ (News über Technology Startups) http://www.trendcentral.com/trends/default.asp http://www.springwise.com/ (Blog mit Schwerpunkt business ideas) Verpasst Deutschland den Trend Web 2.0?By Kai Hattendorf
Einem Online-Artikel der FAZ zu Folge halten deutsche Manager nicht viel von Web 2.0 als Trend. Drohen wir wie immer den angelsächsischen Ländern hinterher zu sein, bloß weil noch kein klares Geschäftsmodell in Sicht ist?
Geschrieben am Samstag, 16. Juni 2007
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um
16:23
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