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3d internet avatare blogs business models community crowdsourcing games interoperabilität kollaboration meta metaplace netzneutralität opensocial personalisierung search second life sematic web sematisches web social web theseus ugc universal search user generated content virtual worlds vside web 2.0Netzneutralität - Gleichberechtigung für alle?!By Cornelius Scholz![]() In jüngster Zeit tauchte vor allem in den USA immer öfter ein Begriff auf, der mit hitzigen Debatten einhergeht, in den USA genauso wie im Rest der Welt: Netzneutralität (engl.: net neutrality). Um zu verstehen, was Netzneutralität bedeutet, ist es von Vorteil ungefähr zu wissen, wie das Internet aufgebaut ist / bisher aufgebaut war. Die Architektur des Internets Um es ganz einfach auszudrücken: Das Internet funktioniert bisher so, dass quasi jeder PC, der Zugang zum Netz hat, mit jedem anderen PC, der Zugang zum Netz hat, kommunizieren kann. Die Verbindung zwischen den beiden Kommunikationspartnern bildet ein weltumspannendes Netzwerk aus Satellitenverbindungen, Glasfaserkabeln und Kupfer-Kabeln, verbunden durch Repeater, Switches und Router. Dabei funktioniert die Datenvermittlung nach dem so gennanten Schichtenmodell (Layer Model): Die versendeten Daten werden dabei sozusagen in verschiedene Layer verpackt und unabhängig vom Inhalt behandelt. TCP/IP-Referenzmodell:
Vereinfacht kann man sich das in etwa so vorstellen: Zuerst stellt eine Applikation ihre Daten in einem bestimmten Protokoll bereit, z.B. ein VoIP-Service arbeitet mit dem so genannten SIP-Protokoll. Hier spricht man von der Applikationsschicht. Innerhalb dieser Schicht können sich SIP-Services verstehen. Diese SIP-Daten werden dann in „TCP-Container“ verpackt (Transport-Schicht) und via IP (Internetschicht) über die physischen Verbindungen (Host to Network Schicht) unabhängig vom Inhalt versendet. Diese IP-Pakete kommen beim Gesprächspartner an, werden ausgepackt und die VoIP-Anwendung erhält die Daten in der „Sprache“, die es versteht: SIP-Daten. Was ist Netzneutralität? Das Paradigma dieser Funktionsweise war bisher, dass die IP-Pakete unabhängig von ihrem Inhalt, egal von wem sie kamen und von wohin sie gesendet werden sollten, mit gleicher Priorität behandelt wurden. Die Telekommunikationsriesen verdienten ihr Geld damit, dass man den Zugang zum Internet verkaufte (der DSL-Anschluss beim Endkunden) und damit, dass die Daten auf Servern bereitgestellt werden konnten (der Webserver eines Anbieter). Was genau und wie viel über die Infrastruktur der Internetanbieter gesendet wurde war innerhalb der physischen Schicht zweitrangig, Einschränkungen gab es nur hinsichtlich des Trafficvolumens (z.B. eine Download-Begrenzung oder ein Maximaltransfervolumen für Webserver), nicht hinsichtlich der Inhalte. Jede Homepage und jeder Service wird mit gleicher Priorität behandelt: die Netzneutralität. Wikipedia definiert Netzneutralität so: „Netzneutralität ist eine Bezeichnung für die nichtdiskriminirende Datenübermittlung im Internet. Sie bedeutet, dass Zugangsanbieter (access provider) bei der Übermittlung von Datenpaketen an ihre Kunden keinen Unterschied machen, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben.“ Warum ist die Netzneutralität gefährdet? Die Zeiten aber ändern sich und die Internetprovider sind auf der Suche nach neuen Erlösmodellen. Die Anbieter stellen fest, dass der Internettraffic mehr wird und immer neue Strukturinvestitionen nötig sind um die QoS (Quality of Service) hoch zu halten. Gegenüber der Notwendigkeit von Ausgaben auf Seiten der Infrastrukturanbieter stehen die wachsenden Gewinne der Internetservices, die das Netz bisher abgesehen von den reinen Bereitstellungskosten umsonst genutzt haben. Zwei einfache Beispiele sollen helfen die Sicht der Infrastrukturanbieter zu verdeutlichen: Skype. Natürlich zahlt Skype für den Anschluss ihrer Server und für die Infrastruktur, die nötig ist um die Verbindung zwischen dem VoIP-Service und dem klassischen Telefonnetz (PSTN) herzustellen. Trotzdem erzeugen VoIP-Services zwischen Skypenutzen viel Traffic, für den Skype keinen Cent berappen muss. Gleichzeitig aber entgehen den Infrastrukturanbietern (häufig gleichzeitig Telefonanbieter) die Einnahmen für das Gespräch, das andernfalls über Festnetz oder Handy geführt worden wäre. Google. Auch Google zahlt einer sicher nicht unbeachtlichen Betrag um die riesigen Serverfarmen ans Netz zu bringen. Dennoch erzeugt Google viel Traffic, der mehr wird. Die Gewinne von Google steigen, die der Infrastrukturanbieter jedoch nicht. Das ist der Grund, warum große Kommunikationskonzerne wie AT&T oder Verizon gegen Netzneutralität sind. Sie würden gerne an den Gewinnen der Big Player partizipieren. State of the Art Haben sich die Anbieter früher also nicht für den Inhalt der Pakete interessiert, erlaubt es neueste Technik inzwischen den Infrastrukturanbietern die Inhalte der Datenpakte zu analysieren, nicht unbedingt hinsichtlich des Inhalts per se sondern vielmehr der Art des Inhalts oder wo der Inhalt herkommt und hin soll. Damit wird es den Kommunikationsriesen theoretisch und faktisch möglich den einen Traffic gegenüber anderem zu bevorzugen. Die Riesen könnten z.B. Services, die sie selbst betreiben bevorzugt – also schneller und zuverlässiger – übermitteln als die der Konkurrenz. Weiterhin wird es dadurch möglich von großen Firmen Geld zu verlangen, wenn diese ihre Seite schnell beim Enduser wissen wollen. Genauso besteht damit die Möglichkeit bestimmte Protokolle wie SIP-Protokolle zu benachteiligen oder bestimmte Endkunden zu benachteiligen. Zudem wird es für den Staat leichter die Surfer zu überwachen. Die Telekommunikationsanbieter haben also die Möglichkeit verzerrend in den Internettraffic einzugreifen. Ein Video von SafeTheInternet.com veranschaulicht die Sorgen der Netzneutralitätbefürworter: Fazit? Es ist nicht so, dass die Argumente der Infrastrukturanbieter nicht nachvollziehbar wären. Dennoch dürfte eine Verletzung der Netzneutralität eine große Gefahr für die Funktionsfähigkeit des Internets und vor allem des Web 2.0 darstellen. Viele Web 2.0 Seiten hätten es sich als Startup wohl nicht leisten können für eine bevorzugte oder wenigstens neutrale Behandlung zu bezahlen und wären nie groß geworden. Gäbe es dann noch Seiten wie YouTube.com oder Facebook.com? Fraglich. Wie Tim Berners-Lee sagt: […] The neutral communications medium is essential to our society. It is the basis of a fair competitive market economy. It is the basis of democracy, by which a community should decide what to do. It is the basis of science, by which humankind should decide what is true. Google muss zerschlagen werdenBy Cornelius Scholz
Das fordert zumindest Hermann Maurer, seines Zeichens Informatik Professor der TU Graz. In einer vom österreichischen Infrastrukturministerium untersützten Studie kommt Maurer zu dem Schluss, dass Google einen viel zu hohen Anteil an Suchanfrage bediene. Durch Art wie die Suchmaschine indexiert und bewertet, sowie teils gezielte Selektionen, sei Google daher in der Lage die Wahrnehmung der Realität im Großen Maßstab zu beeinflussen. Das sei zum Beispiel dadurch der Fall, dass Google bei 70% der Anfragen an erster Stelle einen Wikipedia-Link liefere. Seien die Inhalte auf dieser Seite falsch, so könnte damit die Realitätswahrnehmung und Meinung manipuliert werden. Weiterhin habe die Suchmaschine bereits großen Einfluss auf das Wirtschaftssystem und den Kapitalmarkt, da durch die Ansammlung des enormen Wissens über aktuelle Geschehnisse quasi realtime auf darauf reagiert werden kann - insbesondere von Google selbst.
Geschrieben am Montag, 10. Dezember 2007
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Tags für diesen Artikel: Google
OpenSocial - Googles soziale WaffeBy Cornelius Scholz![]() Dass Google ein mächtiger Konzern ist dürfte jedem klar sein, schon allein durch die schiere Präsenz, die die Firma auszeichnet. Auch im hart umkämpften Terrain der sozialen Communities hat sich Google mit Orkut probiert, was in den wichtigsten “Märkten” bisher aber nur von mäßigem Erfolg gekrönt blieb. Facebook und MySpace dominieren hier klar. Da offene APIs ein wichtiger Schritt zum Erfolg sein können hat Goolge deshalb in einem streng geheimen Meeting beschlossen einfach noch offener als die Konkurrenz zu sein.
Das neue Killer-Projekt trägt den Namen OpenSocial und ist seit 1.11. online. Der eigentliche Clou hinter dem vollständigen Öffnen der Plattform, die jede Networking Seite einsetzen kann, liegt nicht nur darin, dass Daten vollständig aus den Netzwerken raus gezogen und rein geschoben werden können, sondern auch darin, dass die Entwickler nur noch für eine Plattform programmieren müssen. Während die Programmierer sich früher für ihre Applikationen ein, vielleicht zwei, Netzwerke ausgesucht haben, besteht durch OpenSocial die Möglichkeit auf diese API zu bauen und damit gleich mehrere Netzwerke zu bedienen. Außerdem ist es nichtmehr von Nöten eine proprietäre Programmiersprache wie die von Facebook zu erlernen, sondern man kann sich an den üblichen Werkzeugen HTML, JavaScript und Flash bedienen. Schlagende Argumente die API einzusetzen. OpenSocial per se ist allerdings kein Soziales Netzwerk, OpenSocial bietet “nur” die Möglichkeit teilnehmende Communities, die bisher als “walled gardens” dastanden, zu öffnen und zu vernetzen. Das heißt Google hat nicht in dem Sinne ein eigenes Netzwerk entwickelt sondern wird vermutlich den teilnehmenden Netzwerken deutlich mehr Nutzer bescheren. Dennoch gelten auch hier die Gesetze des Internets, insbesondere der “critical mass”. Machen nicht genug Netzwerke mit, beziehungsweise aggregiert sich die Anzahl der Nutzer nicht auf eine kritische Masse, wird es OpenSocial schwer haben. Die ursprünglichen Partner Engage.com, Friendster, hi5, Hyves, imeem, LinkedIn, Ning, Oracle, orkut, Plaxo, Salesforce.com, Six Apart, Tianji, Viadeo und XING dürften schon eine solide Basis bilden, der Einstieg von MySpace dürfte OpenSocial jedoch von einer Sekunde auf die nächste in sicheres Fahrwasser katapultiert haben. Mit 180 Millionen Mitgliedern ein mächtiger Partner. Das Amüsante daran ist, dass OpenSocial sicher ein Differenzierungskriterium zwischen OpenSocial-Partnern und Facebook angesehen werden kann, OpenSocial aber theoretisch für jedes Netzwerk offen ist. Das heißt, Facebook müsste auch willkommen sein, wenn sie denn wollten. Dennoch ist etwas unklar ob sie denn eingeladen wurden oder nicht:
Etwas eigenartig einen potentiellen Partner den man angeblich gerne dabei haben möchte nicht zu fragen ob er Interesse hat. Die Meinungen der Experten gehen jedenfalls etwas auseinander ob Facebook beitreten sollte, wird oder nicht muss. Wie bei jeder schönen neuen Sache gibt es auch ein paar dunkle Seiten zu bedenken. Zum Beispiel die Rolle von Google. Wird Google als Leader agieren oder mehr als Lenker? Wird Google die Möglichkeit haben auf die “durchfließenden” Daten zuzugreifen?
Weiterhin stellt eine vollständig offene API, die von so vielen Netzwerken unterstützt wird, ein immens interessantes Ziel für Angriffe dar. Die schiere Menge an Daten und die Möglichkeit sie zu verknüpfen. Google wird viel tun müssen um sicherheitstechnisch immer einen Schritt voraus zu sein, was ihnen bisher nicht gelungen ist, denn die erste OpenSocial Applikation wurde bereits nach 45 Minuten (!) gehackt. Wie immer bleibt die Entwicklung spannend. Mit 100% Sicherheit kann nichts vorhergesehen werden, aber eine Interoperabilität zwischen den großen sozialen Netzwerken klingt durchaus verlockend obgleich die Social Networks Landschaft wahrscheinlich erst einmal Zeit braucht um zu reagieren. Die Applikationen die für OpenSocial zu bekommen sind halten sich bisher jedenfalls in Grenzen. Semantic Web - erste SchritteBy Cornelius Scholz Vor kurzem wurde hier die Zukunft des Internets behandelt und in diesem Zuge auch das Semantic Web. Seit kurzer Zeit tauchen immer mehr Versuche auf, eine Struktur zu schaffen, die einem semantischen Web gleicht. Z.B. das “Spiel” von Google bei dem es um das Labeln von Bildern geht ist ein Ansatz einem für Maschinen sinnlosen Haufen Pixel eine Bedeutung zu verleihen, eine Beschreibung die maschinenlesbar und -verarbeitbar ist.Auch Twine ist eine Seite, die sich bemüht semantische Technologien umzusetzen. Die Seite biete eine Mischung aus sozialem Networking, Wikis, Blogging und einem Knowledge Management System. Ziel ist es Informationen und Wissen zu verknüpfen und untereinander zu teilen, ähnlich Wikipedia, nur mit dem Unterschied, dass alles per “semantischen Links” verknüpft ist. Es soll möglich sein Informationen ins Wiki zu schreiben, zu mailen oder als Objekt einzufügen. Aus den gesammelten Informationen und den Leuten, die sie gesammelt haben, wird dann ein “Semantic Graph” (in Anlehnung an den Social Graph von Facebook) generiert, der die Zusammenhänge abbildet. So wird es möglich sein genau zu sehen wer was beigetragen hat, wie es zusammenhängt und wer ähnliche Expertisen hat. Der reinen Information wird eine zusätzliche Ebene hinzugefügt und Twine soll in der Lage sein zu lernen, was jemanden interessiert und diese Sachen taggen können. Leider ist die Seite noch in der Betaphase. Das Web fängt an zu krabbeln. Nurnoch eine Frage der Zeit, bis es Sprechen und Assoziieren lernt.
Geschrieben am Donnerstag, 25. Oktober 2007
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22:46
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Tags für diesen Artikel: blogs, community, google, kollaboration, meta, sematic web, sematisches web
Open Up - der Weg zum ErfolgBy Cornelius Scholz![]() In letzter Zeit hört man immer öfter Nachrichten, dass Unternehmen Schnittstellen und Quellcode veröffentlichen, oder neue Unternehmen von Anfang an technisch Farbe bekennen. So hat z.B. MySpace letzte Woche angekündigt sich in den nächsten Monaten für Entwickler zu öffnen, was ihr größter Konkurrent Facebook bereits vor einem Jahr gewagt hat. Die Möglichkeit kleine Widgets einzubinden, wie z.B. Slideshows von Slide.com oder Videos von YouTube, besteht schon länger, neu ist allerdings, dass von nun an
Und um zu verhindern, dass eine Art Widget-Overflow ensteht oder technische Probleme übersehen werden plant MySpace eine “sandbox" einzurichten mit etwa zwei Millionen Nutzern, die die Widgets schon testen dürfen bevor sie jedermann der 180 Millionen User eröffnet werden. Aber warum gehen Unternehmen diesen Schritt? Warum öffnet sich Facebook, MySpace und Digg und warum gibt Linden Labs Second Life Code preis? Die Antwort ist relativ einfach: Crowdsourcing und Mash Ups. Durch das öffnen der API (Application Programming Interface = Programmierschnittstelle) ermöglicht man den technisch versierten Usern Programme zu schreiben, die es bisher im Widget-Repertoire noch nicht gibt und diese zu veröffentlichen. Der Clou ist, dass die Programme durch die API auch auf Seiten-Interne Funktionen und Daten zurückgreifen können, so z.B. Kontakt-Daten von Facebook-Buddies. Somit entstehen Programme mit Features an die die Macher der Seiten nicht gedacht haben oder Widgets mit schlicht schönerem Interface (hier ein paar Beispiele für Facebook-Widgets und eine Übersicht über die Google-APIs). Das heißt, die User werden in die Lage versetzt ihre Nachfrage nach Features weitestgehend selbst zu befriedigen und befriedigte Nachfrage heißt Userzufriedenheit. Das kann in der Web 2.0 Welt, wo “critical mass" und “hipness" über Erfolg und Niederlage entscheiden können, entscheidend sein:
Neben den durch User programmierte Programme besteht nun aber auch für Firmen die Möglichkeit mit Hilfe der API so genannte Mash Ups zu entwickeln oder eigene Widgets bereitzustellen, die den Firmen helfen sich selbst zu promoten. Die Widgets haben meist eine besondere Funktion auf Grund derer sie eingesetzt werden und verweisen dann auf die Seiten der Widget-Schöpfer. Schönes Beispiel: iLike. Durch das einbinden des Widgets können User ihren Musikgeschmack preisgeben, welche Konzerte sie besuchen und so weiter, alles was mit Musik zu tun hat. Befreundete iLike-Widget-User sehen dann sofort welche Freunde auch auf das Konzert gehen möchten. Die User finden das Widgets hip und nützlich, setzen es ein und die Seite iLike.com wird dadurch promotet. Ein weiteres schönes Beispiel ist Fmail mit dessen Hilfe man aus Facebook auf seinen GMail Account zugreifen kann. Auf diese Weise haben die Firmen was davon (mehr Aufmerksamkeit und Besucher), die User (nützliche Funktionen) und Facebook (zufriedene User und dadurch auch neue User). Ein Report von Compete hat gezeigt, dass das enorme Wachstum von Facebook zu 37% auf das öffnen der Platform zurückzuführen ist. Dennoch hat die Medaille auch eine Kehrseite. Durch das öffnen der APIs entstehen potentielle Gefahren. So entstand z.B. bei GMail ein Bug durch den alle Kontakte ausgelesen werden können und die Möglichkeit bestand alle ungelesenen Mails an einen separaten Mailaccount weiterzuschicken. Solche Probleme stellen ein ernstes Problem dar, da es Hackern dadurch erleichtert wird an persönliche Daten zu kommen. Insbesondere in Fällen wie Facebook, die besonders viel Wert auf die Authentizität der Daten legen. Nichtsdestotrotz scheint eine offene API ein wichtiger Faktor auf dem Weg zum Erfolg zu sein und weiterhin werden viele Unternehmen diesen Weg einschlagen. Die zusätzliche Funktionalität, die durch externe Widgets entsteht lässt geschlossene Seiten oft alt aussehen. Daher: Open up - der Weg zum Erfolg! Google Image-Labeler - ein Spiel mit SinnBy Cornelius Scholz Gestern bin ich über den Google-Image-Labeler gestolpert. Nachdem man einen Partner zugewiesen bekommen hat, den man natürlich nicht kennt, erscheinen Bilder. Ziel ist es die Bilder mit sinnvollen Labels zu versehen und einen Match mit seinem Partner zu erzielen. Für das erste übereinstimmende Label bekommt man Punkte und das nächste Bild erscheint.Erzielt man kein Match für ein Bild ist das Spiel vorbei, davor besteht allerdings die Möglichkeit zu passen wenn beide Spieler einverstanden sind und das nächste Bild zu labeln. Es hat sich gezeigt, dass die Labels, die übereinstimmend vergeben wurden meist sehr gute Tags oder Beschreibungen für den tatsächlichen Bildinhalt darstellen. Logisch, denn man wird wohl kaum einen Match erzielen, wenn man ganz bunt irgendwelche Labels eintippt. Das ganze erweist sich als Beschäftigung mit hohem Suchtpotential und angeblich soll es Leute geben, die solche Spiele bis zu 40 Stunden die Woche spielen. Die erzielten Labels können dann von Google eingesetzt werden um die Bilder relativ zuverlässig zu kategorisieren (nachdem die Bilder wahrscheinlich mehrfach Spieler-Pärchen vorgesetzt wurden) und das quasi für lau. Games with a purpose. Viel Spass beim Labeln!
Geschrieben am Mittwoch, 17. Oktober 2007
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15:16
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Virtual Worlds - add the 3rd dimensionBy Cornelius Scholz![]() Zur Zeit wird eine Menge virtueller Staub aufgewirbelt um “virtual worlds”, also virtuelle Welten. Vor kurzem haben wir über den Ansatz von Metaplace berichtet, die planen jeden Internetnutzer in Minuten seine eigene Welt oder gar sein eigenes MMOG designen zu lassen. Der Trend geht ganz klar in die Richtung, das Designen und Implementieren stark zu vereinfachen und so das Prinzip des UGC (user generated content) direkt auf Online Games zu übertragen. Mindestens genauso interessant wie der Ansatz von Metaplace sind die Bemühungen von Multiverse, die das Designen von MMOGs stark vereinfachen und günstiger realisierbar machen wollen. Zudem sind die mit Multiverse designten Games alle auf der gleichen Architektur erbaut und können somit mit ein und dem selben Client gespielt werden:
Vor kurzem haben Google und Multiverse sogar eine Partnerschaft verkündet, die es den tausenden potentiellen Multiverse-Designern ermöglicht Daten von Google Earth und aus Googles 3D-Warehouse zu ziehen und in den Spielen zu verbauen. Dadurch kann auf schon vorhandene Architekturen und Oberflächenstrukturen zurückgegriffen werden und realitätsnahe MMOGs sind nurnoch ein paar Mausklicks entfernt. Es gibt sogar Gerüchte, dass Google selbst eine eigene auf Google Earth basierende Virtual World Architektur plant, die momentan an der Arizona State University “heimlich” getestet wird. Der Trend Richtung 3D-Welten zeichnet sich immer klarer ab wie man an clientbasierten Projekten wie z.B. Second Life, Kaneva oder vSide sehen kann oder an browserbasierten Projekten wie Scenecaster, VastPark oder Metaplace. Bei all den vielen Projekten, die im Bereich 3D-Welten groß werden möchten, schwingt jedoch ein unschöner Unterton mit. Die einzelnen Betreiber legen natürlich Wert darauf, dass die mit ihren Tools produzierten und bei ihnen gehosteten Welten interoperabel sind, also miteinander verknüpft werden können und mit nur einem Client benutzt werden können. Mit der Interoperabilität zwischen den verschiedenen Betreibern sieht es im Moment allerdings recht duster aus. Einen ersten Lichtblick stellt die Partnerschaft von IBM und Linden Lab (den Machern von Second Life) dar, die Internet-3D-Standards entwickeln wollen um die Interoperabilität zwischen den Welten zu erhöhen. Dies soll durch eine Art Layer geschehen, der z.B ermöglicht den gleichen Avatar in allen besuchten Welten zu verwenden. Es dürfte zwar ein schwieriges Unterfangen werden, ist aber ein wichtiger Schritt in Richtung Massenmarkt. Barb Dybwab, Macherin von Joystiq.com und Engadget.com meint dazu:
und auch Ginsu Yoon, Vice President von Linden Labs sieht die Interoperabilität als wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der 3D-Welten:
Vor kurzem fand die Virtual Worlds Conference and Expo statt auf der ein paar Teilnehmer zum Thema Zukunft von Virtuellen Welten befragt wurden: Alles in allem sieht man, dass der Stein virtual worlds ins rollen gekommen ist. Wahrscheinlich werden wieder ein paar virtual worlds Unternehmen unter die Räder geraten und große oder innovative Welten werden sich durchsetzen. Jedoch der Versuch eine Standardisierung zu erreichen und Interoperabilität zu erzeugen ist ein wichtiger Schritt für den Erfolg und das Durchsetzungsvermögen der 3D-Internetwelten. Die dritte Dimension steht bereits vor der Haustür.
Geschrieben am Dienstag, 16. Oktober 2007
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12:39
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Metaplace.com - Show Me Your World, I'll Show You MineBy Cornelius Scholz![]() Selbstverwirklichung und einbringen der eigenen Kreativität wird immer wichtiger - gerade im Web 2.0 Zeitalter. Große Communities wie MySpace oder Facebook sind nicht zuletzt so erfolgreich, weil man seine Profile nahezu unbegrenzt nach Belieben gestalten kann. Angefangen von Bildern, Texten, Videos, Musik bis hin zu tausenden Widgets stehen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zur Verfügung um zu zeigen wer man ist, was man mag und wofür man sich interessiert. Einen neuen Ansatz verfolgt die sich zur Zeit noch in geschlossener Beta befindliche Seite Metaplace.com mit der Idee den User seine eigene kleine Welt zu gestalten. Im Grunde wurde die Idee des User Generated Content bzw. der Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen lediglich konsequent aus dem zweidimensionalen Web 2.0-Raum in die dritte Dimension portiert (bzw. im Moment noch in die 2,5. Dimension. Die 3D-Variante ist aber in Arbeit).
Es soll den Nutzern die Möglichkeit gegeben werden sich nach Gutdünken einfach ihre eigene Welt zu schaffen und mit eigenen Inhalten zu füllen. Dabei stehen Einfachheit aber auch Zweckorientierung im Vordergrund. So ist es etwa unter anderem möglich eigene Spielewelten zu gestalten und diese plattformunabhängig zugänglich zu machen, so dass zum Beispiel ganze MMORPGs gestaltet werden können. Dabei sind die Spieler dann aber anders als bei bisherigen MMORPGs nicht auf diese eine Welt beschränkt sondern können frei zwischen diesen wechseln, solange eingebaute “Tore” zwischen den Welten bestehen. Darüber, wie das ganze technisch umgesetzt werden soll, ist recht wenig zu finden. Metaplace schreibt nur, dass das Netzwerkprotoll ein offener Standard werden soll und jedes Device, das mit dem offenen Standard umgehen kann benutzt werden kann um in die Welten einzutauchen. Tools zum Gestalten der Welten und Host-Server will Metaplace stellen, so dass zum besuchen der Welten nur noch ein geeigneter Client mit Internetzugang vorhanden sein muss. Dadurch müssen nicht wie bei anderen Welten umfangreiche Clients up-to-date gehalten werden, sondern die Welten können auch direkt auf mobilen Endgeräten verwendet werden. Um auch wirklich die Breiten Massen anzusprechen darf die Gestaltung der Welten dann natürlich nicht zu schwierig ausfallen und auch Metaplace ist sich dessen bewusst:
Die Idee ist, das ganze nach einer Art Objektorientierung zu gestalten, also der Möglichkeit Templates zu wählen und dann zu ändern oder darauf aufzubauen. Zumindest aber für komplexere, hoch individualisierte Anwendungen wird man vermutlich, die dazu nötige auf Lua basierende Programmiersprache “MetaScript” erlernen müssen. Auch die Angaben, die abgefragt werden beim Beta Sign Up, sprechen für sich. Unter anderem: Programmiererfahrung mit diversen Sprachen und Typen, ob man schonmal ein Spiel programmiert hätte, das bevorzugtes Betriebssystem und die Hardwareausstattung meines PCs. Klingt schon nichtmehr so für Laien geeignet. Trotzdem versuchen die Macher zumindest die “Standardwelten” sehr einfach gestaltbar zu halten, wie das Video mit Ralph Koster zeigt: Interessant ist auch, wie das Thema Vernetzung und Interaktion mit dem Web gehandhabt wird. Neben der schon genannten Möglichkeit die Welten miteinander zu vernetzen, können die Welten auch mit dem “normalen Web” interagieren. Es soll die Möglichkeit geben Objekte so zu gestalten, dass sie etwa RSS-Feeds generieren (wie zum Bsp. eine High-Score-List) oder Robots zu bauen, die RSS-Feeds aus dem Web holen und “vorlesen”. Auch das Einbinden der Welten in Community-Profilen oder das Weiterschicken per Mail soll ganz einfach werden. Was das Business Model angeht gibt es keine konkreten Angaben, da der Service im Grunde kostenlos sein soll. Gigaom.com benennt als Einnahmequellen allerdings, dass die Weltenbauer beim überschreiten bestimmter Traffic-Grenzen zur Kasse gebeten werden, eine Finanzierung durch gesponsorte Welten (ähnlich den Firmen-Inseln in Second Life), den Verkauf virtueller Währung (auch wie in SL) und Einnahmen durch zielgruppenspezifische Werbe-Aktionen basierend auf dem Nutzungsverhalten der User (ähnlich Google AdSense). Gigaom.com beschreibt auch sehr schön den grundlegenden Unterschied zwischen Second Life und Metaplace: “” While Second Life is evolving as an immersive 3D metaverse which slowly incorporates web elements like XML and RSS in-world, Metaplace is beginning as a web-based network which swallows the attributes of online worlds. As Koster put it: “We don’t think the Net is getting stuffed inside a giant 3D client.” That’s just the Second Life strategy, which demonstrates the fundamental philosophical difference between Raph Koster’s Areae and Philip Rosedale’s Linden Lab. “” Schade, dass diese neue bunte Internetwelt erst im Frühjahr 2008 frei zugänglich sein wird.
Geschrieben am Sonntag, 23. September 2007
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Die GooglifizierungBy Cornelius Scholz![]() Google, ein Name, den förmlich jedes Kind kennt. Inzwischen kann man sich, bzw. die Maus im Internet, kaum noch umdrehen ohne irgendwie mit dem quietschend bunten Logo konfrontiert zu werden. Im Jahr 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet hat sich das Unternehmen zu einem echten Riesen und im wahrsten Sinne des Wortes zu einem Global Player gemausert (mit einem Umsatz von immerhin etwas über 10 Mrd. Dollar im Jahr 2006 und das mit “banalen” Pay-Per-Click Werbeanzeigen). Begonnen hatte alles mit einer “revolutionären” Suchtechnik, die in das Ranking von Webseiten auch die Anzahl der Links mit einbezieht, die auf die Webseiten verweisen. Inzwischen ist Google die Internet-Suchmaschine schlechthin und der Begriff SEO (Search Engine Optimization) bezieht sich im Großen und Ganzen nur auf den Versuch in Google gute Ranks zu erzielen. Durch die Fähigkeit Webseiten wie auch PDFs zu indexieren, kluger Promotion, relativ hoher Qualität von Suchergebnissen und kluger Distribution (wie z.B. durch die Google-Toolbar oder gar fest in Browser integrierte Suchfenster) wurde die Suchmaschine zu dem was sie heute ist - King of the Hill, das Non Plus Ultra, der Platzhirsch. Das ist auch der Grund weshalb Versuche eine neue starke Suchseite zu entwickeln (z.B. Theseus) nicht mit der “Altavista-Killer” sondern mit “potentieller Google-Killer” betitelt und dann auch noch ordentlich gesponsort werden und “Google” zu den wertvollsten Marken weltweit zählt. Das ganze ist sogar so weit fortgeschritten, dass der Duden 2004 das Wort “googeln” für “im Internet, besonders in Google suchen” aufgenommen hat, was kurz darauf aus rechtlichen Gründen in “mit Google im Internet suchen” geändert wurde. Wer aber denkt, dass Google eine reine Suchmaschine ist, der irrt. Google erwies sich in letzter Zeit als ein wahres Feuerwerk des Ideenreichtums. Sicherlich liegen die Wurzeln im indexieren von Webseiten, aber bald kam man auf die Idee sich auch anderweitig zu engagieren und zu probieren. Eine Liste der der Mergers & Acquisitions gibt ein wenig Einblick, wo Google einkaufen geht und was so zum Firmen-Portfolio gehört (bis hin zu aufsehenerregenden Deals wie der Kauf von YouTube für 1,65 Milliarden Dollar oder die Übernahme von DoubleClick für 3,1 Milliarden Dollar). Google Mail, Google Talk, Google Maps / Earth und Google Video dürften inzwischen auch jedem ein Begriff sein. Der mashable-Artikel “Google Vs. Everyone” zeigt schön auf, in welchen Bereichen Google überall mitmischt und sich durchsetzen will: - Suchen - Werbung - Video - Blogging - Mobil-Dienstleistungen - personalisierte Startseiten - Kommunikation - Social Networks - Photo Sharing - Office Suite Beeindruckend, im Grunde aber auf Grund der starken Marke, dem Equipment und Know How wahrscheinlich nichtmal unrealistisch. Und wenn man sich nicht durchsetzen kann ... einfach kaufen (vgl. YouTube). Das lässt Spannung aufkommen, womit Google als nächstes überrascht. Auch neueste Gerüchte zeigen, dass der Gigant nicht schläft. So gibt es z.B. Gerüchte von einem GPhone und dem möglichen Kauf von Mobilfunkfrequenzen. Damit würde sich Google also aus der reinen Web-Welt hinaus in die Taschen der Bevölkerung wagen. Weiterhin hat Google begonnen mit den vier großen Nachrichtenagenturen Agence France Press (AFP), Associated Press (AP), Canadian Press (CP) und Press Association (PA) zu kooperieren und die neuesten Nachrichten unter Google News selbst zu veröffentlichen. Damit arbeitet Google nichtmehr als reiner News-Verlinker und -Zusammensteller sondern tritt selbst als Newsanbieter auf - ein klarer Angriff auf andere (redaktionelle) Newsportale im Netz, der diese Traffic und damit Anzeigenkunden kosten kann, die Google dann selber gewinnen möchte? Laut dem Artikel soll zwar vorerst keine Werbung geschalten werden, aber was nicht ist kann ja noch werden. Langsam kommt aber sowohl bei Firmen als auch bei Internetsurfern ein flaues Gefühl im Magen auf. Erstere monieren, dass Google ihre Inhalte und Internetinfrastrukturen umsonst nutzt um mächtiger und größer zu werden denn je, bei letzteren dagegen kommen Bedenken auf, weil Google in der Lage ist langsam aber sicher ein glasklares Bild von jedem Nutzer zu zeichnen, durch die Speicherung von Suchanfragen, E-Mails (Google Mail), deren Fotos, Blogs, und so weiter uns so fort. So wie früher die Banken die Leute überreden mussten ihnen das Geld anzuvertrauen, steht Google also nun vor der Herausforderung, die Surfer dazu zu bringen Google zu vertrauen, weiterhin zu benutzen und Daten anzuvertrauen. Bisher stellt sich die Entwicklung von Google als mehr als rasant dar und der Einfluss den Google mittlerweile hat lässt vermuten, dass das auch in absehbarer Zeit so bleiben wird. Spannend ist die Frage was Google sich als nächstes einfallen lässt allemal ... Naja, abwarten und Tee trinken, die nächste Meldung wartet sicher schon. Danke an Kai Hattendorf für den Input.
Geschrieben am Montag, 3. September 2007
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Google Universal SearchBy Kai Hattendorf
...nachdem ich das Thema Dienstag abend nur knapp angerissen hatte, hier noch ein wenig Material dazu:
Hier die Pressemitteilung von Google zum Thema. Hier erklärt Marissa Mayer (Strategiechefin von Google) die Idee hinter der Änderung. und hierBewertungen dazu aus dem Google Watch Blog, das überhaupt immer mal wieder einen Blick wert ist.
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