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10 Future Web TrendsBy Cornelius Scholz Richard MacManus hat auf ReadWriteWeb einen sehr lesenwerten Artikel über 10 Internet-Trends verfasst, die über die nächsten 10 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit wichtig werden bzw. noch mehr an Bedeutung gewinnen.Die behandelten Trends sind: 1. das semantische Web 2. künstliche Intelligenz 3. virtuelle Welten 4. Mobilität 5. "attention economy" 6. Webseiten als "Dienstleistungseiten" 7. Online TV / Internet TV 8. Mächtige Internet-Applikationen 9. Die "Internationalisierung" des Webs 10. Personalisierung >> Artikel
Geschrieben am Dienstag, 11. September 2007
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Tags für diesen Artikel: iptv, künstliche intelligenz, mobile web, personalisierung, sematisches web, virtual worlds, web services
Live-IPTV jetzt auch bei uns - Zattoo geht liveBy Cornelius ScholzDer Player ist für Window XP, Vista und Mac zu haben, besticht durch einfache Bedienbarkeit und relativ gute Bildqualität. Das Buffern eines Streams dauert 2 Sekunden, was absolut OK ist. Allerdings lässt die Auswahl an Sendern noch etwas zu wünschen übrig (siehe Bild), was unter anderem daran liegen mag, dass Zattoo tatsächlich vollständig legal ist und die Macher alle Hände voll zu tun haben die Sender zu überzeugen. Nischensender wie "Tier TV" oder "Poker TV" finden aber sicher auch ihr Publikum. Der Bandbreitenhunger ist erstaunlich gering weshalb Zattoo auch für langsamere Anschlüsse in ländlichen Gegenden geeignet sein dürfte und auch Versuche Bild oder Ton durch parallele Downloads o.Ä. zum hängen zu bringen schlugen fehl. Laut TechCrunch soll der Service als Basis Service auch wenn er aus der Beta raus ist weiterhin kostenlos sein mit der Möglichkeit gegen Entgelt Premium Channels zu schauen.
Geschrieben am Freitag, 7. September 2007
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Tags für diesen Artikel: iptv
IPTV versus WebTV?By Bernhard Gold
Ein ganz interessanter Artikel auf Spiegel Online:
Spiegel IPTV gegen WebTV Meiner Meinung nach ist das alles halb so tragisch. "Schöpferische Zerstörung" bringen Innovationen einfach mit sich, sonst wären es ja keine. Und natürlich bleibt die Frage spannend welcher der Marktteilnehmer vom "NewTV" (als Kombination aus IPTV und WebTV) profitiert und wer verliert. Und die Öffentlich-Rechtlichen haben sich bisher auch nicht sehr häufig als Treiber von Innovationen in der Medienlandschaft hervorgetan...
Geschrieben am Mittwoch, 22. August 2007
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Online Video (Teil 2/2)By Cornelius Scholz
Im ersten Teil von “Online Video” wurde letzte Woche kurz behandelt warum audio-visuelle Medien eine zunehmende Rolle spielen, wie die Marktzahlen sich gestalten und welche namhaften Vertreter im Internet so zu finden sind.
Der zweite Teil soll sich nun damit beschäftigen, auf welche Art und Weise also über welche Kanäle die Inhalte Verbreitung finden, wie dies das Nutzerverhalten beeinflusst und wie die technische Umsetzung aussieht. Kanäle für audio-visuelle Medien via Internet Videoplattformen Die offensichtlichste und am weitesten verbreitete Variante dürfte die der Videoplattformen sein. Dabei sind schlicht Interseiten gemeint, deren Zweck (fast) ausschließlich das hosten und verbreiten von Videoinhalten darstellt. Diese Form der Videodistribution teilt sich wiederum auf in freie Seiten und kommerzielle Seiten. Zu den freien Seiten zählt z.B. YouTube, welches überwiegend User Generated Content und damit zuersteinmal lizenzfreie Videos zu Verfügung stellt. Dass YouTube teils missbraucht wird um rechtlich geschützte Inhalte zu verbreiten, soll hier nicht näher erörtert werden. Eben das legale Verbreiten rechtlich geschützter Inhalte ist dagegen das Metier der kostenpflichtigen Videoportale wie z.B. Maxdome, da für diese Inhalte im Gegensatz zum UGC Lizenzgebühren anfallen. Daher muss der User um legal in den Genuss lizensierten Videos oder Filme zu kommen hier Geld bezahlen. Manchmal sind auch Mischformen zu finden, die sowohl freie wie auch kostenpflichtige Inhalte anbieten. Videos als ergänzende Inhalte Immer öfter werden Videos als ergänzende Inhalte verwendet. Diese Art von Online Videos wird oft genutzt um Artikel, die im Netz stehen mit einem Film zum Thema zu ergänzen oder zu unterstützen. Ein gutes Beispiel im deutschsprachigen Raum ist dabei Spiegel Online wo häufig ergänzend zu Artikeln auch Ausschnitte und Beiträge aus Spiegel TV zu finden sind. Ein gutes englischsprachiges Beispiel wäre die NY Times. Softwarebasierte Distribution Das besondere an der softwarebasierten Distribution ist, dass der User mehr als nur seinen Browser braucht. Er muss eine Software installieren um die Inhalte zu laden und konsumieren zu können. Beispiele für diese Kategorie wären P2P-Netze wie Gnutella, da auch hier Videos verbreitet werden können, oder aber auf Video spezialisierte Lösungen wie Azureus Vuze oder Joost. Distribution durch User Im Grunde zählen auch die o.g. P2P-Netzwerke hierzu, jedoch soll zu dieser Kategorie mehr die Verbreitung von Inhalten durch das versenden von Links oder das Einbinden von Videos in Blogs gezählt werden. Laut der PEW Studie versenden 57% der amerikanischen User Video-Links um sie mit anderen zu teilen und 57% haben schonmal Videos direkt mit anderen Leuten zusammen angesehen. Genauso besteht die Möglichkeit für Inhaber eines Blogs Videos einzubinden und so die Reichweite und Verbreitung der Videos nocheinmal zu vergrößern. Daher versuchen auch Anbieter wie YouTube diesen Vorgang möglichst einfach zu gestalten und bieten direkt neben dem Video den Quelltext zum einbinden in Blogs an. Hardwarebasierte Distribution Neben den oben genannten Möglichkeiten, Videos zu verbreiten besteht auch die Möglichkeit die Videos nicht auf dem PC anzusehen sondern auf anderen Endgeräten. Daher ist die Bezeichnung “hardwarebasiert” etwas irreführend, soll aber der Notwendigkeit zusätzlicher Empfangseinheiten Rechnung tragen. Eine Ausprägung dieser Variante ist das Mobile TV, wo Inhalte per UMTS auf das Handy übertragen werden. Dies soll ermöglichen, dass man jederzeit und überall Fernsehen kann. Eine Andere Variante ist IPTV per Set-Top-Box. In diesem Fall wird das Fernsehprogramm bzw. die Videos schlicht über das Internet empfangen und der User benötigt keinen PC mehr um die Videos anzusehen sondern kann sie direkt auf dem Fernseher sehen. 1und1 zum Beispiel hat ein Triple-Play Angebot im Sortiment, das eine “Movie-Flat” beinhaltet. Damit stehen einem Angebote von Maxdome frei zur Verfügung und können direkt am Fernseher betrachtet werden. Veränderung des Nutzungsverhaltens Laut einem Artikel in der c't (c't Magazin, 18/2007, “Im Bannkreis der Digitalisierung”, S 84), werden im Moment 8,2 Mio. Haushalte in Deutschland per Satellit mit TV versorgt, 2,8 Mio via Kabel. Die Abschaltung des analogen Fernsehens soll im Zeitraum zwischen 2010 und 2012 endgültig erreicht werden. Der Trend zur Digitalisierung des Fernsehens, also der digitale Fernsehempfang via Sat (DVB-S), terrestrischen Empfang (DVB-T), via Kabel (DVB-C) und Internet (IPTV) nimmt seinen Lauf. Aufgrund der deutlich besseren Nutzung von Bandbreite sind Programm-Bouquets von über 100 Sendern keine Seltenheit mehr und der Nutzer wird mit einer umfangreichen Auswahl an Sendern belohnt. Das besondere beim IPTV ist die Möglichkeit von linearen Fernsehprogramm, das durchaus auch über IPTV zu empfangen ist abzuweichen und auch Videos on Demand zu schauen, also dann, wenn der User Zeit und Lust hat einen Film zu sehen. Diese Form des Fernsehens ist meist frei von Werbung, verlangt aber vom Nutzer auch, dass er bereit ist Gebühren zu zahlen, was die Nutzer scheinbar gerne annehmen. Eine Studie von Goldmedia schätzt, dass im Jahr 2010 rund 1,3 Mio. Haushalte ihr Fernsehen über das Internet empfangen werden und auch Bill Gates sieht laut Heise.de den Trend, dass in den kommenden Jahren mehr und mehr Zuschauer vom linearen Fernsehen zum IPTV wechseln werden. Laut Computerwelt.at schätzt iSuppli, dass bis 2011 gar 103 Mio. Nutzer weltweit IPTV nutzen werden (im Gegensatz zu etwa 3,9 Mio. im Jahr 2006). Das Nutzungsverhalten tendiert dabei klar zu einer Personalisierung und Interaktivität des Fernsehprogramms. Die Studie “Konvergenz oder Divergenz” von IBM Business Consulting Services bezeichnet diesen Trend als “zeitlich und inhaltlich emanzipierte Angebotsnutzung”. Die Ursache wird darin gesehen, dass der User eingeengt wird, da er seinen Fernsehkonsum beim klassischen Fernsehen planen muss und daher beginnt auf andere Medien mit mehr Flexibilität zu wechseln. Der Vorteil von VoD liegt klar darin, dass das Programm konsumiert werden kann wann der Nutzer es will und nicht, wenn es ausgestrahlt wird. Laut der Studie sehen 79% der Nutzer regelmäßig bestimmte Sendungen im Fernsehen und 66% von diesen wiederum sind daran interessiert diese zeitunabhängig zu konsumieren. Dabei besteht erstaunlicherweise sogar eine relativ hohe Akzeptanz für Werbemaßnahmen in Verbindung mit den VoD-Angeboten. Weiterhin bieten digitale Medien (nicht VoD) den Komfort von EPGs (Electronic Program Guides), mit deren Hilfe gewünschte Programme leichter aufzuspüren sind und auf Wunsch auch komfortabel in den Videorekorder programmiert werden können. Zudem bieten diese Guides auch Möglichkeiten Bewertungen z.B. einer Redaktion oder anderer Zuschauer mit einzubinden, was die Auswahl unter Umständen weiter erleichtert. Aber nicht nur das IPTV im Sinne von “Content-Provider sendet - User empfängt”, gewinnt an Bedeutung. Auch der Konsument der aktiv Beiträge leistet und eigene Inhalte produziert, also der ProSumer wird immer wichtiger. Steigende Nutzerzahlen wie z.B. von YouTube oder das zunehmende Angebot an Video-Podcasts lassen darauf schließen, dass User Generated Content einen immer wichtigeren Rang einnimmt in der Welt der Online-Videos. Dagegen auf wenig Interesse stößt die Möglichkeit mit dem Handy fernzusehen. Der Mehrwert der Mobilität sei einfach zu gering im Verhältnis zu den Nachteilen. Die Variante ist vor allem unpopulär, da Handydisplays schlicht zu klein sind um den großen Fernsehgenuss aufkommen zu lassen und zum anderen ist die Versorgung noch nicht flächendeckend erreicht. Zuletzt schlagen auch die im Moment noch nicht zu unterschätzenden Kosten zu Buche, die das Nutzen solcher Angeboten mit sich bringen und das Angebot an Inhalten ist im Moment noch recht mau. Summa Summarum wird der Nutzer verstärkt von der Möglichkeit Gebrauch machen, die Medien-Inhalte zu beeinflussen, sei es durch UGC oder durch Auswahl der gewünschten Inhalte. Außerdem wird die Zeitsouveränität der Nutzer große Bedeutung erlangen, wohingegen die Mobilität in nächster Zukunft eine untergeordnete Rolle zu spielen scheint. Technical Background Was die Übertragung der Videos angeht setzt die Digitalisierung des Fernsehens einige technische Umstellungen voraus. Zum einen benötigen Empfangstechniken wie DVB-S, DVB-T, DVB-H und DVB-C spezielle Empfangsgeräte beim Enduser, die die digital übertragenen Daten wieder entschlüsseln können. Die grundlegende Übertragung findet wie früher auch über Satelliten, terrestrischen Funk und Kabelnetze statt. Im Gegensatz zum analogen TV können jedoch durch die Digitalisierung mehrere Kanäle pro Frequenz übertragen werden, was einen starken Zuwachs an Sendern ermöglicht, die Bildqualität ist besser und Zusatzfeatures wie EPGs können geboten werden. Anders sieht das für Fernsehen via Internet aus. IPTV oder aber auch das Konsumieren von Videos über VoD oder Videoplattformen setzt eine schnelle Internetanbindung voraus. Über diese werden die Videos per IP-Protokoll empfangen und von einem PC, mobilen Endgerät (Handy, Handheld, ...) oder einer Set-Top-Box wiedergegeben. Bei der Übertragungstechnik über IP sind hierbei zwei Ansätze zu unterscheiden: Unicast und Multicast. Im Falle des Unicast empfängt jeder Zuschauer seinen eigenen Datenstrom. Dies führt im Falle vieler Nutzer zu einem enormen Traffic-Volumen, wenn viele Nutzer gleichzeitig das Angebot wahrnehmen möchten. Dies wiederum setzt sehr gute Anbindungen und leistungsfähige Server beim Anbieter voraus. Man denke nur daran, dass YouTube 10% der gesamten Nettraffics erzeugen soll. Dafür besteht der Vorteil, dass jeder User die Inhalte konsumieren kann wann er will. Beim Multicast dagegen erhalten einige wenige Empfänger den Datenstrom, wodurch der Traffic auf einen Bruchteil reduziert wird. Der Datenstrom wird dann von diesen wieder, ähnlich dem P2P-Verfahren, an weiterer Empfänger weiterverteilt und so weiter. Ein klarer Nachteil jedoch ist, dass diese Technik sehr einem normalen TV-Broadcast ähnelt, da das Fernsehen nur linear ausgestrahlt werden kann. Das heißt, der User muss wieder das sehen, was gerade gesendet wird und z.B. VoD im engeren Sinne ist nicht möglich. Für Live-Übertragungen wo viele User parallel das gleiche sehen ist die Technik jedoch hervorragend geeignet. Zuletzt ist das Verbreiten von Videos aber auch über P2P-Netzwerke möglich, wo User das geladene Video von sich wiederum zum Download freigeben und so eine Art Schneeballeffekt erzielt werden kann. Hier kann das Video jedoch im Gegensatz zu IPTV und DVB üblicherweise erst nach dem vollständigen Download angesehen werden.
Geschrieben am Montag, 20. August 2007
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Tags für diesen Artikel: iptv, p2p, ugc, user generated content, video on demand, videocommunity, web-tv
Online Video (Teil 1/2)By Cornelius Scholz
Schon seit längerem ist ein Trend zu beobachten in Richtung fortschreitenden Substituierung von Texten bzw. der Anreicherung dieser durch mehr und mehr multimediale Inhalte. Egal welche Seite man besucht, man stolpert immer häufiger über bewegte Bilder und Audio-Untermalung. Die Untermalung von Inhalten mit und der zunehmende Konsum von Audio-Visuellen Inhalten, früher nur mit Bildern, heute zunehmend mit Videos nimmt ihren Lauf.
Treiber Aber warum gewinnen multimediale Inhalte zunehmend Gewicht? Ein erster Grund dafür dürfte die immer flächendeckendere Versorgung mit Breitbandanschlüssen in Deutschland sein. Der Zusammenhang besteht schlicht darin, dass “rich media” auch eine “rich connection”, im Sinne von viel Bandbreite, nicht vorraussetzt aber diese zumindest angenehmer ist hinsichtlich Ladenzeiten. Laut Bitkom.org hat sich die Versorgung mit Breitbandanschlüssen in Deutschland von 2003 bis 2006 mehr als verdreifacht (von ehemals 12% hin zu 37%), die 50%-Marke soll 2008 geknackt werden. Laut einer Studie des PEW Internet & American Life Projects haben in den USA bereits 74% der Einwohner zu Hause oder in der Arbeit einen Breitbandinternetanschluss. Dies führt dazu, dass es mehr User gibt, die gewillt / in der Lage sind multimediale Inhalte über das Netz zu konsumieren, da sich die Ladenzeiten auf einen Bruchteil der früher benötigten Ladenzeiten reduzieren. Außerdem ermöglicht eine schnelle Verbindung das ruckelfreie Echtzeit-Streamen von Multimediainhalten. Die Versorgung mit Breitbandschlüssen kann also als Grundvorraussetzung für Videokonsum über das Netz gesehen werden. Dass (fast) jeder lieber Bilder oder Videos statt reinem Text sieht, nach dem Motto “ein Bild sagt mehr als tausend Worte”, dürfte dabei klar sein. Diese steigende Zahl an Nutzern nun stellt einen schnell wachsenden Markt dar und ruft somit Anbieter für Inhalte auf den Plan, die Geld verdienen wollen durch Werbung oder die kommerzielle Verbreitung von Inhalten. Das eigentlich interessante an der Sache ist aber, dass die beiden genannten Entwicklungen einen selbstverstärkenden Prozess darstellen, da die steigende Zahl User einen Anreiz für Content-Anbieter darstellen (User = Markt) und die steigende Zahl an Content einen Anreiz für die User. Diese beiden Prozesse werden sich bis ein gewisser Sättigungsgrad erreicht ist immer weiter verstärken. Ein weiterer Grund dafür, dass die User immer mehr werden dürfte darin liegen, dass laut PEW jeweils 57% der amerikanischen Nutzer (was in Deutschland vermutlich nicht viel anders ist) die Links zu den Videos versenden oder die Videos gleich mit anderen anschauen. Dadurch wird gewährleistet, dass fortwährend neue User hinzukommen, Stichwort “virale Verbreitung”. Marktzahlen Die Ovum Studie “Video downloads in Europe – a slowly emerging market” (05/2006) sagt für den europäischen Video on Demand (VoD) Markt jedoch erwartete Gewinne in Höhe von über 500 Mio. Dollar voraus, bis 2011 gar fast $2,3 Mrd. Auf Deutschland runtergebrochen allerdings sehen die Zahlen auf Grund der starken Dominanz freier TV-Sender mit rund 20 Mio. Dollar für 2007 und rund $230 Mio. im Jahre 2011 relativ mager aus. Die Studie von Pyramid “Can Video on Demand Save IPTV?” (2007) schätzt, dass sich die VoD-Verkaufszahlen von bisher rund 39 Mio. in 2006 bis 2012 auf rund 1,48 Mrd. verkaufte Titel steigern wird. Das äußerte sich in Gewinnen in Höhe von 121 Mio. Dollar (2006) und geschätzten Gewinnen im Jahre 2012 in Höhe von ca. $4,7 Mrd. Für große freie Videoportale wie z.B. YouTube.com sind dagegen schlecht Marktzahlen festzustellen, da diese Portale ein anderes Business-Model verfolgen und eher von Werbung leben als von bezahlten Inhalten. Allerdings ist erwähnenswert, dass YouTube zur Zeit etwa 100 Mio. Videoabrufe täglich verzeichnen kann. Umsätze werden hier mehr durch Bannerwerbung generiert oder z.B. Kooperationen, wie YouTube sie mit BBC eingegangen ist um der BBC mehr User zu bescheren. Namhafte Vertreter YouTube.com Typ: Videocommunity Geschätzter Gewinn 2007: $ 145 Mio. Anzahl gehosteter Videos: Oktober 2006: 6,1 Mio Videoabrufe / Monat: ca. 3 Mrd. (August 2007) Reach (Alexa.com): ca. 14% Wie oben bereits erwähnt ist YouTube mit 100 Mio. Video-Abrüfen täglich die mit Abstand größte freie Videoplattform und sorgt damit nach Berechnung von Ellacoya Networks. Exakte Angaben über die Höhe von YouTubes Gewinnen/Verlusten sind nicht zu finden. YouTube selbst hat laut wikipedia.org vor dem Kauf durch Google von monatlichen Umsätzen in Höhe von $15 Mio. durch Werbemaßnahmen gesprochen. Imran Khan von J.P.Morgen schätzt jedoch, dass YouTube 2006 einen Gewinn iHv. von nur $13,5 Mio. erwirtschaften konnte und schätzt den Gewinn für 2007 auf $145 Mio. Dailymotion.com Typ: Videocommunity Geschätzter Gewinn 2007: unbekannt Anzahl gehosteter Videos: unbekannt Videoabrufe / Monat: 715 Mio. (Juni 2007)) Reach (Alexa.com): ca. 0,8% Bei Dailymotion handelt es sich um ein das größte europäische Videoportal. Die Besucherzahlen können aber bei weitem nicht mit denen von YouTube mithalten. Dailymotion gibt an etwa im Juni 2007 etwa 37 Mio. User und immerhin 715 Mio. Videodownloads verzeichnet zu haben. Der Reach nach Alexa.com beträgt hier etwa 0,8% im Gegensatz zu 14% bei YouTube. MyVideo.de Typ: Videocommunity Geschätzter Gewinn 2007: unbekannt, Gewinnschwelle soll dieses Jahr erreicht werden Anzahl gehosteter Videos: 800.000 (Mai 2007) Videoabrufe / Monat: 240 Mio. (Mai 2007) Reach (Alexa.com): ca. 0,10 - 0,14% Im April 2006 wurde MyVideo als erstes Deutsches Pendant zu YouTube gestartet. Inzwischen gehört die werbefinanzierte Seite zu den meistbesuchten deutschen Internetseiten überhaupt. Der Reach nach Alexa.com bewegt sich zwischen 0,10% und 0,14%. Clipfish.de Typ: Videocommunity Geschätzter Gewinn 2007: unbekannt Anzahl gehosteter Videos: unbekannt Videoabrufe / Monat: unbekannt Reach (Alexa.com): ca. 0,02% Von RTL Interactive im Juni 2006 gegründet stellt Clipfish.de die zweigrößte Deutsche Videocommunity nach MyVideo.de dar. Anders als die andere Videoportale hat sich ClipFish auf die Fahnen geschrieben nur lustige Videos zu hosten. vod.t-online.de Typ: VoD-Anbieter (Pay-Per-View / Downloaden & Brennen) Geschätzter Gewinn 2007: unbekannt Anzahl angebotener Videos: > 1000 Videoabrufe / Monat: unbekannt Reach (Alexa.com): unbekannt (da Subdomain von www.t-online.de) Nur an T-Online Kunden richtet sich das Angebot der Video on Demand Seite von T-Online. Im Angebot befinden sich hauptsächlich Spielfilme aller Genres mit der Möglichkeit die Filme (gegen höhere Gebühr) herunterzuladen und auf DVD zu brennen. Ergänzt wird das Angebot u.a. durch Sportmitschnitte, Serien und Dokumentationen. arcor.de/vod Typ: VoD-Anbieter (Pay-Per-View / Downloaden & Brennen) Geschätzter Gewinn 2007: unbekannt Anzahl angebotener Videos: unbekannt Videoabrufe / Monat: unbekannt Reach (Alexa.com): unbekannt (da Unterseite von arcor.de) Neben den obligatorischen Spielfilme finden sich hier auch Angebote wie Dokus von National Geographic und BBC Exclusiv, Serien sowie Beiträge von Spiegel TV. Maxdome Typ: VoD-Anbieter (Pay-Per-View / Abo) Geschätzter Gewinn 2007: < 0 durch die Anfangskosten Anzahl angebotener Videos: > 5000 Videoabrufe / Monat: unbekannt Reach (Alexa.com): ca. 0,006% Auch auf Maxdome finden sich Spielfilme, Serien, Comedy und Serien. Als ein einziger hier genannten Anbieter besteht die Möglichkeit monatliche Abos abzuschließen (ähnlich einer Flatrate). Grave-TVBy Christian Faltin
Da haben wir Dienstag abend noch herzlich gelacht über die Geschäftsidee, dass Verstorbene künftig über in Grabsteine integrierte LCD’s ihre Hinterbliebenen via „Grave-TV“ grüßen. Das war anscheinend etwas zu kurz gesprungen, denn Mittwoch früh meldete die Süddeutsche Zeitung, dass Deutschlands Bestatter noch in diesem Jahr „mit dem Trauerkanal Eos TV auf Sendungen gehen wollen“. Geplant seien Dokumentationen über Friedhöfe sowie Reportagen über Trauerrituale und den Trend zu anonymen Bestattungen. Außerdem soll es Informationen zu den Themen Beerdigung und Pflege im Alter geben.
Ob der neue Kanal mittels IP-TV oder Web-TV ausgestrahlt wird, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. Auch nicht, ob Volkswagen dort im Werbeblock vorfährt. Ich würde aber vorschlagen, im Titelschutzanzeiger aber schon mal eine einige Sendungstitel einzureichen: z.B: „VC’s last Exit“ (zur Börsen-Primetime), „Ruhe 2.0“ oder „Das perfekte Begräbnis“.
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