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Virtual Worlds - add the 3rd dimensionBy Cornelius Scholz![]() Zur Zeit wird eine Menge virtueller Staub aufgewirbelt um “virtual worlds”, also virtuelle Welten. Vor kurzem haben wir über den Ansatz von Metaplace berichtet, die planen jeden Internetnutzer in Minuten seine eigene Welt oder gar sein eigenes MMOG designen zu lassen. Der Trend geht ganz klar in die Richtung, das Designen und Implementieren stark zu vereinfachen und so das Prinzip des UGC (user generated content) direkt auf Online Games zu übertragen. Mindestens genauso interessant wie der Ansatz von Metaplace sind die Bemühungen von Multiverse, die das Designen von MMOGs stark vereinfachen und günstiger realisierbar machen wollen. Zudem sind die mit Multiverse designten Games alle auf der gleichen Architektur erbaut und können somit mit ein und dem selben Client gespielt werden:
Vor kurzem haben Google und Multiverse sogar eine Partnerschaft verkündet, die es den tausenden potentiellen Multiverse-Designern ermöglicht Daten von Google Earth und aus Googles 3D-Warehouse zu ziehen und in den Spielen zu verbauen. Dadurch kann auf schon vorhandene Architekturen und Oberflächenstrukturen zurückgegriffen werden und realitätsnahe MMOGs sind nurnoch ein paar Mausklicks entfernt. Es gibt sogar Gerüchte, dass Google selbst eine eigene auf Google Earth basierende Virtual World Architektur plant, die momentan an der Arizona State University “heimlich” getestet wird. Der Trend Richtung 3D-Welten zeichnet sich immer klarer ab wie man an clientbasierten Projekten wie z.B. Second Life, Kaneva oder vSide sehen kann oder an browserbasierten Projekten wie Scenecaster, VastPark oder Metaplace. Bei all den vielen Projekten, die im Bereich 3D-Welten groß werden möchten, schwingt jedoch ein unschöner Unterton mit. Die einzelnen Betreiber legen natürlich Wert darauf, dass die mit ihren Tools produzierten und bei ihnen gehosteten Welten interoperabel sind, also miteinander verknüpft werden können und mit nur einem Client benutzt werden können. Mit der Interoperabilität zwischen den verschiedenen Betreibern sieht es im Moment allerdings recht duster aus. Einen ersten Lichtblick stellt die Partnerschaft von IBM und Linden Lab (den Machern von Second Life) dar, die Internet-3D-Standards entwickeln wollen um die Interoperabilität zwischen den Welten zu erhöhen. Dies soll durch eine Art Layer geschehen, der z.B ermöglicht den gleichen Avatar in allen besuchten Welten zu verwenden. Es dürfte zwar ein schwieriges Unterfangen werden, ist aber ein wichtiger Schritt in Richtung Massenmarkt. Barb Dybwab, Macherin von Joystiq.com und Engadget.com meint dazu:
und auch Ginsu Yoon, Vice President von Linden Labs sieht die Interoperabilität als wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der 3D-Welten:
Vor kurzem fand die Virtual Worlds Conference and Expo statt auf der ein paar Teilnehmer zum Thema Zukunft von Virtuellen Welten befragt wurden: Alles in allem sieht man, dass der Stein virtual worlds ins rollen gekommen ist. Wahrscheinlich werden wieder ein paar virtual worlds Unternehmen unter die Räder geraten und große oder innovative Welten werden sich durchsetzen. Jedoch der Versuch eine Standardisierung zu erreichen und Interoperabilität zu erzeugen ist ein wichtiger Schritt für den Erfolg und das Durchsetzungsvermögen der 3D-Internetwelten. Die dritte Dimension steht bereits vor der Haustür.
Geschrieben am Dienstag, 16. Oktober 2007
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Tags für diesen Artikel: 3d internet, avatare, google, interoperabilität, metaplace, second life, ugc, user generated content, virtual worlds, vside
Metaplace.com - Show Me Your World, I'll Show You MineBy Cornelius Scholz![]() Selbstverwirklichung und einbringen der eigenen Kreativität wird immer wichtiger - gerade im Web 2.0 Zeitalter. Große Communities wie MySpace oder Facebook sind nicht zuletzt so erfolgreich, weil man seine Profile nahezu unbegrenzt nach Belieben gestalten kann. Angefangen von Bildern, Texten, Videos, Musik bis hin zu tausenden Widgets stehen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zur Verfügung um zu zeigen wer man ist, was man mag und wofür man sich interessiert. Einen neuen Ansatz verfolgt die sich zur Zeit noch in geschlossener Beta befindliche Seite Metaplace.com mit der Idee den User seine eigene kleine Welt zu gestalten. Im Grunde wurde die Idee des User Generated Content bzw. der Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen lediglich konsequent aus dem zweidimensionalen Web 2.0-Raum in die dritte Dimension portiert (bzw. im Moment noch in die 2,5. Dimension. Die 3D-Variante ist aber in Arbeit).
Es soll den Nutzern die Möglichkeit gegeben werden sich nach Gutdünken einfach ihre eigene Welt zu schaffen und mit eigenen Inhalten zu füllen. Dabei stehen Einfachheit aber auch Zweckorientierung im Vordergrund. So ist es etwa unter anderem möglich eigene Spielewelten zu gestalten und diese plattformunabhängig zugänglich zu machen, so dass zum Beispiel ganze MMORPGs gestaltet werden können. Dabei sind die Spieler dann aber anders als bei bisherigen MMORPGs nicht auf diese eine Welt beschränkt sondern können frei zwischen diesen wechseln, solange eingebaute “Tore” zwischen den Welten bestehen. Darüber, wie das ganze technisch umgesetzt werden soll, ist recht wenig zu finden. Metaplace schreibt nur, dass das Netzwerkprotoll ein offener Standard werden soll und jedes Device, das mit dem offenen Standard umgehen kann benutzt werden kann um in die Welten einzutauchen. Tools zum Gestalten der Welten und Host-Server will Metaplace stellen, so dass zum besuchen der Welten nur noch ein geeigneter Client mit Internetzugang vorhanden sein muss. Dadurch müssen nicht wie bei anderen Welten umfangreiche Clients up-to-date gehalten werden, sondern die Welten können auch direkt auf mobilen Endgeräten verwendet werden. Um auch wirklich die Breiten Massen anzusprechen darf die Gestaltung der Welten dann natürlich nicht zu schwierig ausfallen und auch Metaplace ist sich dessen bewusst:
Die Idee ist, das ganze nach einer Art Objektorientierung zu gestalten, also der Möglichkeit Templates zu wählen und dann zu ändern oder darauf aufzubauen. Zumindest aber für komplexere, hoch individualisierte Anwendungen wird man vermutlich, die dazu nötige auf Lua basierende Programmiersprache “MetaScript” erlernen müssen. Auch die Angaben, die abgefragt werden beim Beta Sign Up, sprechen für sich. Unter anderem: Programmiererfahrung mit diversen Sprachen und Typen, ob man schonmal ein Spiel programmiert hätte, das bevorzugtes Betriebssystem und die Hardwareausstattung meines PCs. Klingt schon nichtmehr so für Laien geeignet. Trotzdem versuchen die Macher zumindest die “Standardwelten” sehr einfach gestaltbar zu halten, wie das Video mit Ralph Koster zeigt: Interessant ist auch, wie das Thema Vernetzung und Interaktion mit dem Web gehandhabt wird. Neben der schon genannten Möglichkeit die Welten miteinander zu vernetzen, können die Welten auch mit dem “normalen Web” interagieren. Es soll die Möglichkeit geben Objekte so zu gestalten, dass sie etwa RSS-Feeds generieren (wie zum Bsp. eine High-Score-List) oder Robots zu bauen, die RSS-Feeds aus dem Web holen und “vorlesen”. Auch das Einbinden der Welten in Community-Profilen oder das Weiterschicken per Mail soll ganz einfach werden. Was das Business Model angeht gibt es keine konkreten Angaben, da der Service im Grunde kostenlos sein soll. Gigaom.com benennt als Einnahmequellen allerdings, dass die Weltenbauer beim überschreiten bestimmter Traffic-Grenzen zur Kasse gebeten werden, eine Finanzierung durch gesponsorte Welten (ähnlich den Firmen-Inseln in Second Life), den Verkauf virtueller Währung (auch wie in SL) und Einnahmen durch zielgruppenspezifische Werbe-Aktionen basierend auf dem Nutzungsverhalten der User (ähnlich Google AdSense). Gigaom.com beschreibt auch sehr schön den grundlegenden Unterschied zwischen Second Life und Metaplace: “” While Second Life is evolving as an immersive 3D metaverse which slowly incorporates web elements like XML and RSS in-world, Metaplace is beginning as a web-based network which swallows the attributes of online worlds. As Koster put it: “We don’t think the Net is getting stuffed inside a giant 3D client.” That’s just the Second Life strategy, which demonstrates the fundamental philosophical difference between Raph Koster’s Areae and Philip Rosedale’s Linden Lab. “” Schade, dass diese neue bunte Internetwelt erst im Frühjahr 2008 frei zugänglich sein wird.
Geschrieben am Sonntag, 23. September 2007
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Tags für diesen Artikel: 3d internet, business models, community, google, metaplace, second life, ugc, user generated content, virtual worlds, web 2.0
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