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Mobile Social Webs die Goldtöpfe am Ende des Frequenz-Regenbogens?By Cornelius Scholz
Letzte Woche berichteten wir ein wenig über die Nutzerzahlen von Social Networks und nicht mobilen, aber mobil genutzten SNs. Neueste Studien, z.B. von In-Stat bestätigen den Trend, den der Opera Mobile Report beobachtete und attestieren den Mobile Social Networks eine goldene Zukunft - zumindest, was die User-Zahlen betrifft. Diese sollen nämlich von derzeit etwa 525 Mio. auf etwa 975 Mio. im Jahr 2012 ansteigen.
Wie üblich - treue Leser wissen, was jetzt kommt - bedeuten viele User aber nicht gleich viel Gewinn. Dieses Jahr, so schätzen Experten, soll sich der Gewinn via Mobile Ads auf etwa 1,5 Mrd. Dollar belaufen. Wie sich diese Zahl in Zukunft entwickeln wird sorgt wie immer für Diskussionen: Die Leute von In-Stat rechnen mit (seeehr moderaten) 2,2 Mrd. Dollar, im Jahr 2012, Juniper spricht von einem Markt von 22,4 Mrd. Dollar im Jahr 2013, während wieder andere bis zu 150 Mrd. Dollar im Jahr 2011 für möglich halten. Wahrscheinlich gibt es wenige Fragestellungen bei denen die Schätzungen in diesem Ausmaß differieren. Dennoch klingen Reaktionsraten von 29%, wie Blyk behauptet sie zu erzielen (ist das wirklich möglich?), gleichermaßen unglaublich verlockend, wie nur unglaublich. Allerdings muss man vorsichtig mit aktuellen Zahlen sein, wie Experten warnen. Womöglich wäre es ein Fehler aktuelle Entwicklungen und Zahlen für die Zukunft hochzurechnen, da diese auf einer Art “Neuigkeitseffekt” basieren könnten, denn als das Internet noch neu war, waren diese Zahlen (Klicks auf Werbung) auch deutlich besser als heute. Eine Studie von AOL zum Thema findet zwar hohe Akzeptanz, formuliert diese Gefahr aber (womöglich unbewusst) gleich im ersten Satz: Werbung im mobilen Internet wird verstärkt wahrgenommen und in hohem Maße ausprobiert. Der gesunde Menschenverstand und der Inhalt des Satzes werfen nun die Frage auf: Wird man die Werbung weiterhin anklicken, wenn man weiß, dass sich meist genauso langweilige Inhalte dahinter verbergen, wie im “herkömmlichen Web”?
Geschrieben am Montag, 9. Juni 2008
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Tags für diesen Artikel: business models, mobile social networks, mobile web, social networks, Web 2.0, web services, werbung
Von Nutzerzahlen und nicht mobilen, aber mobil genutzten Social NetworksBy Cornelius Scholz![]() Nachdem länger nicht viel über das Thema zu berichten war, soll sich der heutige Post mal wieder mit dem “heiligen Gral der sozialen Netzwerke” widmen. Einige neue interessante Zahlen, Trends und News sind aufgetaucht, die durchaus eine Erwähnung wert sind. Steigende Nutzerzahlen im Mobile Web Business Wie schon vor einer weile hier berichtet, befindet sich das Mobile Web auf der Überholspur und zwar, wie der Opera Mobile Browsing Report aufzeigt, deutlich. Betrachtet man die Nutzerzahlen, die auf anonymen Nutzerdaten des Opera Mini Browsers beruhen genauer, so stellt man ein enormes Wachstum fest. Innerhalb von nur etwa zwei Jahren ist die Anzahl kumulierter Nutzer von ca. 1 Mio. auf knapp 45 Mio. heute gestiegen. Sehr stark fällt auch das gestiegen Datenvolumen in diesem Zeitraum auf. Diese Zahlen suggerieren ein anderes Bild, als das Ende des Mobile Web (wir berichteten). Nische vs. universell Betrachtet man nun genauer welche Seiten die User besucht haben, so wird schnell deutlich, dass die mit Abstand meistgenutzten Seiten (neben dem überall vertretenen Google) Social Networks sind. In Deutschland zum Beispiel befinden sich auf Platz zwei und drei der Top Ten die Social Networks StudiVZ und wer-kennt-wen.de und insgesamt fallen etwa 40% Seitenaufrufe auf Social Networks. Aber handelt es sich wirklich um “mobile social networks”? Betrachtet man die vertretenen Seiten, so stellt man fest, dass die meisten Social Networks ganz normale sind, wie man sie mit dem Desktop auch besucht, wie etwa MySpace oder Facebook. Die eigens für Mobile Web konzipierten Networks (z.B. mocospace.com in den USA) sind eher selten vertreten. Denkt man nun weiter über diese Tatsache nach, so fragt man sich doch, ob die Gründung eines eingens Mobile Social Web überhaupt noch tragbar ist. Damals berichteten wir unter anderem von Aka-Aki, was versucht ein Mobile Social Web zu gründen. Der Trend des One Web, wie er auch im Opera Report angesprochen wird könnte Nischen-Netzwerken dieser Art schnell das Wasser abgraben. Immer mehr Devices sind in der Lage einfach das “richtige Web” darzustellen und keine gekürzten WAP-Seiten oder per CSS zurückgeschnittene Überreste der Gesamtseite. Häufig aber auch, bieten die großen auch spezielle Versionen an, die optimiert sind für den mobilen Einsatz und das betrachten auf kleinen Bildschirmen (denn auch die großen Seiten haben erkannte, das das Mobile Web kommt). Damit werden etablierte Social Networks, die bereits große Nutzerzahlen vorweisen können, zur direkten Konkurrenz für die mobilen Versionen. Warum sollte man sich noch für ein speziell mobiles Network registrieren, wenn man die Kontakte zuhause bequem per PC aber nahezu gleich komfortabel auf der gleichen Plattform mobil pflegen kann? Ein pro-Argument für mobile Versionen sind womöglich noch Features, wie die Möglichkeit andere Mitglieder, die sich in der Nähe aufhalten via Bluetooth zu orten bzw. deren Nutzerdaten angezeigt zu bekommen. Auch dieses Argument schwindet langsam, da es sicherlich bald möglich sein wird für die großen Networks via APIs oder integrierten Java-Applications ähnliche Funktionen anzubieten, sei es durch Nutzen von Bluetooth, GPS, WLAN-Ortung oder manueller Ortung per googleMaps o.ä. Make Money Wie bereits erwähnt blieb die Entwicklung des Mobile Web auch den Großen nicht verborgen. Google CEO Eric Schmidt beispielsweise sieht in den Mobile Ads den Markt der Zukunft und erwartet, dass in diesem Markt noch deutlich mehr Gewinne zu erzielen sind, als im PC-Internet-Business. Er meint, dass der Umstand, dass Handys stark personalisiert sind, mehr personalisierte Werbung und damit höhere Einnahmen ermöglichen würde. Ob er recht behalten soll mit dieser Prognose ist fraglich. Nichtmal für heutige Web 2.0 Seiten scheinen die Gewinne groß auszufallen und wie User auf personalisierte Werbung reagieren wissen wir inzwischen ja auch. Immerhin mildert Schmidt er seine Prognose dahingehen ab, dass diese “next big wave” erst in ein paar Jahren kommen wird. Persönliche Meinung/Prognose So wie sich die aktuellen Mobile Devices und mitgelieferten Programme entwickeln, sollte das “klassische Mobile Web” bald überflüssig werden. Die Vision eines “One Web” kommt immer näher und Bedienungskomfort und immer schnellere Übertragungsgeschwindigkeit sowie Daten-Flatrates tun ihr Übriges. Betrachtet man kommende Gerätegenerationen (das iPhone erster Generation war schon erfolgreich, obgleich noch nichtmal mit 3G ausgestattet) mit 3G oder 4G und extrem komfortabler, intuitiver Bedienung dürften mobil surfende User bald mehr Regel als Ausnahme sein. Genau dieser Trend jedoch wird es kleinen, auf den mobile Bereich spezialisierten Netzwerken wie Aka-Aki sehr sehr schwer machen noch Fuss zu fassen.
Geschrieben am Sonntag, 1. Juni 2008
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22:19
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Tags für diesen Artikel: business models, facebook, kommunikationsverhalten, mobile social networks, social networks, social web, studivz, usermacht
RIP Mobile Web?By Cornelius Scholz![]() Kaum jemandem ist der zarte Keim des Mobile Web, der gerade angefangen hat aufzublühen entgangen. Meldungen über ”mobile-friendly” Handy-Versionen von diversen Seiten, eigens entwickelte “echten” Mobile-Social-Networks, und dazu benötigte echte Daten-Flatrates, die inzwischen nahezu jeder Mobile-Provider im Angebot hat, lassen das Mobile Web bereit zum durchstarten erscheinen. Dennoch sind dich einige Zeitgenossen in der Beantwortung der Frage wie die Zukunft des Mobile Web denn aussehen wird unsicher und uneinig. Kollege Marshall Kirkpatrick von Read/WriteWeb enthält sich einer eineindeutigen Meinung . Etwas verunsichert von “respected voices in the industry”, welche das Mobile Web für nicht weiter verfolgenswert halten, stell er die Frage “is the Mobile Web Dead?” Einige dieser Stimmen sagen klipp und klar “ja”, wie er schreibt. Etwa Russel Beattie, Gründer von Mowser.com, erklärt das Mobile web für tot und möchte seine Firma einstellen. Mowser dient(e) dazu Homepages, die für das Betrachten in normalen PCs ausgelegt sind Handy-freundlich dazustellen. Beattie statiert, dass der Datendurchsatz, der generiert wurde einfach zu gering war und wohl auch bleiben wird. Dabei wurde der Löwenanteil der Daten auch noch von Leuten generiert, die auf der Suche nach “Erwachsenen-Inhalten” waren. Etwas anders dagegen sieht dies Michael Mace. Entgegen der Meinung von Beattie, verkündete Mace vor etwa zwei Monaten den Tod der Mobile Apps, begleitet von einem rapiden Anstieg von “generellem Mobile Web traffic”. In anderen Worten: auf Grund eines fragmentierten Marktes, der Funktionsvielfalt und Plattformunterschiede vieler Hersteller, teils sogar zwischen Handys einer Marke, (was etwas übertrieben ausgelegt im Endeffekt zu etwa 3 Mio. Plattformen führen soll) und restriktiven Geschäftsgebahren, wird es sich nichtmehr lohnen auf Mobile-Apps zu setzen. Laut Mace wird sich mehr der einfach Mobile Traffic durchsetzen, der übliche, ursprünglich für den PC gemachte, Inhalte überträgt. Wer einmal ein Hand-Held der neuesten Generation in der Hand hielt und damit im Netz gestöbert hat, dem wird schnell klar, was gemeint ist. Nahezu kein Handy der neuesten Generation ist noch auf spezielle WAP-Formate oder den Verzicht auf Java angewiesen. Boliden wie das iPhone, QBowl oder Viewity (um nur drei bekannte zu nennen), handlen ohne Murren selbst komplexe HTML-Seiten und lassen kaum noch einen Wunsch offen. Ohne weiteres lassen sich selbst große Seiten im Überblick betrachen und relevante Abschnitte entsprechend vergrößert auf das Display holen. Diese Fähigkeit mit Standardwebsites umzugehen macht die Bemühungen spezielle Interfaces für spezielle Devices zu programmieren weitestgehend überflüssig. Wird dennoch ein spezielle zugeschnittenes Interface angeboten, so werden diese oft gerne genutzt, da sie ja dann doch einen Tick besser auf die Nutzung mit kleinem Bildschirm zugeschnitten sind. Überlebensnotwendig, wie in Zeiten von WAP-Phones, sind sie jedoch schon lange nichtmehr. Selbst Beattie gibt zu, dass die Leute das Mobile Web nutzen, wenn “the experience is better and access to the web is barrier-free - and that means better devices and 'full browsers'. Let's face it, you really aren't going to spend any real time or effort browsing the web on your mobile phone unless you're using Opera Mini, or have a smart phone with a decent browser [...]”. Ich denke vielen heutige Handhelds bringen schon echten Browser mit und nachdem die großen Provider inzwischen auch alle echte Flatrates anbieten, steht dem Mobilen Web eigentlich wirklich nichtsmehr im Weg. Der große deutsche magenta-farbene Provider bietet zur Zeit beispielsweise eine Daten-Flat bereits ab etwa 50 EUR im Monat an. Ein durchaus annehmbares Angebot. Meine persönliche Meinung ist, dass Mowser von Anfang an einen falschen Ansatz gefahren hat. Wer selbst ein Handy hat, das HTML-fähig ist, aber keinen “full browser” hat - so do I - weiß was ich meine. Genau wie Beattie sagt, die breite Masse wird das Mobile Web nutzen alsbald der Zugang barriere-frei ist und das Surfen komfortabel ist. Daher stand für mich auch nie zur Debatte eine Datenflat zu ordern, da das Surfen mit meinem Handy vermutlich mehr Ärgernis denn Vergnügen wäre (ich nenne den Hersteller jetzt nicht). Hat man dagegen ein neues Gerät mit großem Bildschirm, das darauf ausgelegt ist, auch mit “Standard-Internetseiten” zurechtzukommen, so denkt man schon eher über eine Datenflatrate nach (oder bekommt das Gerät gar nur mit einer solchen), da hier das Surfen deutlich angenehmer ist. Mowser hat in meinen Augen den Fehler gemacht Internet-Inhalte für Leute aufpäppeln zu wollen (oder besser zuzuschneiden), die schlicht kein Interesse an einem solchen Dienst haben. Warum? Habe ich ein Handheld mit full-browser benutze ich die normalen Seiten oder die vorhandenen optimierten Seiten (nicht Mowser), habe ich dagegen ein Handy das nicht mit einem full-browser ausgestattet ist, so habe ich meist keine Flat, da sie mir uninteressant erscheint und werde folglich Mowser auch in diesem Fall nicht benutzen. Mowser ist dem Trend zum Opfer gefallen, den Mace angekündigt hatte, denn Mowser wollte sozusagen aus herkömmlichen Seiten Mobile Apps machen. In meinen Augen wird das Mobile Web kommen. Ich schließe mich Mace an und erwarte zunehmende Übertragung von herkömmlichen Inhalten mehr denn spezialisierte Mobile Apps. Natürlich mögen Mobile Apps wie Aka-Aki ihre Berechtigung haben und werden weiter existieren, dies aber nicht aus dem Grund heraus, dass sie optimiert sind für Handys, sonder dass sie spezielle Features bieten, die über diejenigen von “statischen” Homepages hinausgehen. Das Mobile Web wird kommen, obgleich es auch normaler sein wird, als die meisten erwarten.
Geschrieben am Mittwoch, 16. April 2008
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Mobile Web auf der ÜberholspurBy Cornelius Scholz
Das iPhone von Apple hat eine Art mobile Revolution hervorgerufen. Kaum war das Mobiltelefon draußen haben große Web-Services begonnen speziell auf das iPhone zugeschnittene Web-Interfaces anzubieten (obwohl das Gerät auch mit nicht optimierten Seiten gut zurecht kommt). Wer ein iPhone besitzt fühlt sich auf der Krone der Welle des hip-Seins und die Seiten wollen einen Batzen davon abhaben.
Um sich auf dem iPhone einzunisten gibt es drei Möglichkeiten: Man entwirft ein spezielles Icon (Webclip), das auf den “Desktop” des iPhones installiert wird, man bietet ein iPhone-optimiertes Interface an oder beides. Nachdem Apple damit einen kleinen strukturellen Wandel im Mobile-Web hervorgerufen hat, versuchen auch andere Hersteller ein Stück vom Mobile-Web-Kuchen abzubekommen. Gerüchten zu Folge verhandeln z.B. Nokia und Facebook, das soziale Netzwerk für die Telefone aufzubereiten und über einen Einstieg von Nokia bei Facebook. Das Mobile Web kommt.
Geschrieben am Montag, 21. Januar 2008
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12:07
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Mobile Social NetworksBy Cornelius Scholz![]() Mobile Social Networking. Was ist darunter zu verstehen? Social Networks la myspace.com oder facebook.com kennt jeder. Man meldet sich an, knüpft “Freundschaften”, schmökert in Profilen, schaut sich die Freundes-Freunde mal an, findet neue Bekannte und kommuniziert lieber über die Plattform als über Mail (obwohl das viel einfacher und schneller wäre, aber egal). Das Problem für den Nerd, der sämtliche Freundschaften auf solchen Seiten pflegt ist nun, wenn er das Haus verlassen muss um sich neue Pizzen zu kaufen, er in dieser Zeit die Nachrichten nicht lesen kann, die er empfängt. Abhilfe schaffen hierbei Mobile Social Networks, die nicht an das Vorhandensein eines PCs geknüpft sind sondern auf jedem Handy funktionieren. Das heißt selbst beim Pizzakaufen kann der Nerd nun sein Smart-Phone zücken und weiter “sozialisieren”. So oder so ähnlich sieht das ganze aus Sicht der Nerds aus, aber auch für den ambitionierten durchschnittlichen Internet-Nutzer, wie Dich und mich stellen sich solche Networks als schönes Spielzeug dar. Man kann immer und überall die angemeldeten Freunde kontaktieren, auch wenn diese unterwegs sind, wenn man im Zug nichts zu lesen hat in Profilen stöbern und kann sogar benachrichtigt werden, wenn sich ein Freund oder Netzwerkmitglied im Umkreis befindet. Daraus folgen auch die Features, die Mobile Social Networks mit sich bringen sollten: - Profile - Freundschaften knüpfen - Nachrichten verschicken ... - und der heilige Grahl der Mobile Social Networks, wie Techcrunch schön titelt, das Feature, zu erkennen wenn sich ein Mitglied des Netzwerkes in der Nähe aufhält. Dies ist der eigentlich einzig folgerichtige Schritt, wenn man ein mobiles soziales Netzwerk aufbauen will. Man muss sich die Möglichkeiten vor Augen führen: “” Schon relativ lange gibt es das Social Network Meetro.com für den PC (im Moment im Redesign). Der Clou ist, dass anhand der eingegeben Aufenthaltsorte der Dienst andere Mitglieder anzeigen kann, die im näheren Umfeld befindlich sind. Leider macht dieser Service überwiegend nur z.B. für Studenten Sinn, die sich mit dem Laptop auf dem Campus bewegen oder Leute die viel mit dem Laptop an Hotspots surfen, denn es ist zwar ganz nett zu wissen wer so im Umkreis wohnt (wenn Zuhause oder in der Arbeit surft), aber die angezeigten Leute dürften sich nur selten ändern und dann kann man genauso gut z.B. in Lokalisten.de Leute nach der Homebase suchen. Genau da setzen Mobile Social Networks an, denn ein Handy dürften die meisten immer mit sich führen und das funktioniert ja quasi überall. So kann man sich auf der Straße bewegen und das Handy erfasst z.B. per Bluetooth die anderen Handys in der Umgebung (etwa 20m = Bluethooth-Recihweite) und tauscht Profile aus. Passen z.B. irgendwelche persönlichen Angaben überein gibt's einen Hinweis und ich kann mir das Profil genauer anschauen.
Das klassische Problem dabei ist das erreichen der kritischen Masse. Warum sollte man einen Handy-Dienst nutzen, wenn ich durch meine Heimatstadt laufe und gerade mal vier Leute treffen, die auch Mitglieder sind? Richtig erfolgreich dürften die Netzwerke erst werden, wenn man “ständig” Mitgliedern über den Weg läuft und viele Freunde in dem Netzwerk hat. Die Handy Software erkennt über Bluetooth wenn sich andere Handys im Umkreis befinden und holt dann per Internet die Profil-Daten der Nutzer ab, also wie sie heißen, Bilder, persönliche Profil-Angaben und ob man sie schon mal getroffen hat. Der Service ist dabei abgesehen vom erzeugten IP-Traffic kostenlos. Aber wie genau sieht dann das Business-Model einer solchen Community aus? Die Möglichkeiten sind groß. Vielleicht kann das Netzwerk wie z.B. xing.com genutzt werden um Kunden oder Geschäftskontakte sozusagen im Vorübergehen auf der Straße zu akquirieren. Der Premiumkunde, seines Zeichens z.B. Anwalt, zahlt dass sein Profil angepriesen wird und er gleich ansprechbar ist. Großes Potential dürfte auch darin liegen, dass Läden, die sich in näherer Umgebung befinden die neuesten Angebote in ihr Profil stellen ... natürlich kostenpflichtig. Einer Umfrage von Komjunti zufolge wären die meisten Nutzer sogar bereit zwischen EUR 1,99 und EUR 4,90 für den mobilen Dienst zu bezahlen. Alles in Allem werden durch die Möglichkeit Informationen über Leute zu sehen die mir in der U-Bahn gegenüber sitzen, die ich eigentlich nicht kenne, ganz neue Situationen entstehen. Das Potential ist rein zahlenmäßig an der Zahl der Handy-Besitzer gemessen gigantisch, welche deutlich mehr sind als PC-Besitzer. Auch die Möglichkeit statt einer SMS über Aka-Aki - sei es vom PC aus oder vom Handy aus - jemandem eine Nachricht zu schicken ist verlockend. Sollten denn mal Techniken wie Handy-Ortung eingesetzt werden wirds kritisch in Richtung gläserner Mensch. Bis es soweit ist bleibt aber nur zu hoffen, dass ich nach einer Krankmeldung nicht meinem Chef beim Shoppen näher als 20 Meter komme ...
Geschrieben am Montag, 17. September 2007
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13:02
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