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Natürlich ist damit nicht gemein, dass sie auf eine bestimmte Seite surfen und daher die Macht haben - das natürlich auch, aber das ist nicht gemeint. In Zeiten von Social Bookmarking Tools kann ein einzelner User eine Seite bookmarken und damit eine große Welle ins rollen bringen. Ein User diggt, oder zu deutsch yiggt, eine Seite, drei sehen die Seite, diggen diese auch, die Seite wird von mehr besucht (Stichwort Schneeballprinzip), landet in den Top-Rankings und bekommt promt mal eben bis zu 50.000 Besucher innerhalb 24 h - der “Digg Effect”. Dabei bleibt es jedoch nicht, denn viele Besucher erzeugen auch viele Kommentare oder Trackbacks und damit hohe Popularität in Suchmaschinen (denn auf meine Seite verweisende Seiten = gut für mich). Zu bemerken ist allerdings, dass Google zumindest gegen diesen Zweitrundeneffekt etwas unternehmen will, eigentlich unverständlich, denn wenn schon Menschen den Inhalt für gut befinden, warum dann benachteiligen? Die Macht der Bookmarking-Tools dürfte der der Suchmaschinen trotzdem in keinster Weise nachstehen. Zu beachten ist jedoch ein immenser Vorteil der Bookmarker: Viele tausend User haben den Feed der Top-Bookmarks abonniert und bekommen die aktuell populären Seiten frei haus geliefert und diese daher wiederum eine Potenzierung der Besucher. Für Suchmaschinen gibt es soetwas bisher kaum. Dafür werden Suchmaschinen häufiger genutzt um konkret nach Stichwörtern zu suchen, während die Bookmarking-Feeds weit streuen und alles liefern was populär ist (es sei denn der Feed ist stark themenspezifisch - in dem Fall beschert er aber auch nicht so viele Besucher). Muhammad Saleem von Read/Write Web (ich gebe es zu, einer meiner Lieblingsblogs) propagiert daher eine viel stärkere und tiefere Implementierung von Suchfunktionalitäten in diesen Seiten - eine Social Search Function. Die Idee könnte zweierlei Ausprägungen haben. Zum einen könnten die Social Bookmarker eine stark integrierte Suche implementieren, die den Kontext der Seiten erfasst und auch Kommentare berücksichtigt. Dies könnte schon in Richtung semantisches Web gehen, da je mehr Leute kommentieren und besser taggen, desto genauer kann der Kontext ermittelt werden. Allerdings scheint es relativ unwahrscheinlich, dass Social-Bookmarking Seiten traditionelle Suchmaschinen ersetzen. Vor allem aus dem simplen Grund, dass die Bots der Suchmaschinen initiativ nach Inhalten suchen während ein User eine wenig populäre Seite erstmal finden muss - im Zweifelsfall per Suchmaschine. Daher entsteht eine Abhängigkeit der Social Bookmarker (wie aller Surfer) von Suchmaschinen. Die Social Bookmarking Seite kann also nicht per se als Suchmaschine verstanden werden. Die zweite Möglichkeit ist es die Social Bookmarker in die Suchmaschinen zu integrieren. Dadurch entsteht ein Effekt, den Searchengineland als den “StumbleUpon Effect” bezeichnet. Mit installierter StumbleUpon Toolbar werden die Suchergebnisse von Google mit Informationen von StumbleUpon ergänzt, prominente Platzierungen und Wertungen werden direkt hinter dem Suchergebnis angezeigt und im Zweifelsfalle richtet man die Entscheidung welche der Top 3 Treffer man besucht nach den StumbleUpon Sternchen dahinter. Menschen können die Qualität halt doch besser beurteilen als Bots. Ein extrem wichtiger Aspekt dieses Effektes ist, dass die Besucherzahlen nur langsam abnehmen, da die Wertung von StumbleUpon neben den Suchergebnisse gezeit wird und nicht nur einmal für ein paar Stunden auf der Frontpage von Digg zu finden ist. Wie sieht also die Zukunft aus? ![]() Meiner bescheidenen Meinung nach sind die Suchmaschinen unabdingbar, denn sie liefern den ersten Schwung bewertbarer Inhalte. Keine Suchmaschine - nichts zu bewerten. Die ausgegeben Seiten können dann von Usern bewertet werden, denn das inhaltliche Verständnis eines Menschen kann einfach bei weitem nicht ersetzt werden durch eine Maschine, auch wenn an der semantischen Front hart gekämpft wird. Zudem heißt Inhalte verstehen nicht auch zugleich Qualität erfassen. Die Suchmaschinen wiederum sollten in ihren Rankings dann auch die qualitative Bewertung der Bookmarker berücksichtigen - und das nicht um zwei Wochen verzögert durch “Zweitrunden-meine-Seite-wird-verlinkt-Effekte”. Dadurch besteht für die User die Möglichkeit, gezielt nach Schlagwörtern zu suchen und sich von vornherein ein Bild zu machen von der Qualität - unabdingbar in Zeiten des Information Overflows. Zudem können getaggte und kommentieret Inhalte dazu beitragen, dass das Web womöglich semantisch erfasst wird und eine “Natural Search Functionality” bietet. Die Zukunft heißt also Integration bzw. Mashup!
Geschrieben am Mittwoch, 2. Juli 2008
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01:58
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SemantifyBy Cornelius Scholz
Letzte Woche wurde hier berichtet, dass Yahoo angekündigt hat jetzt auch semantische Informationen zu indexieren. Noch nicht ganz klar war, wer die Markups generiert oder wie die semantischen Informationen gewonnen werden.
Zum Glück hat sich ein Service angekündigt, der diese Aufgabe mehr oder weniger automatisch übernimmt. Semantify von Dapper.net möchte den Usern - auch den DAUs - bei der Geschichte unter die Arme greifen. Die Schritte sind überschaubar und verhältnismäßig einfach: 1. Webseite angeben und ein paar Unterseiten “vorführen” 2. Wichtige Felder wie Titel oder Autoren im Interface anklicken 3. Bezeichnungen aus den Standardkonventionen des Semantischen Webs wählen (z.B. title, creator, date) 4. Den von Semantify generierten PHP-Code in den Header-Bereich der Seite einfügen Jedesmal wenn der Bot von Yahoo vorbeischaut bekommt er jetzt zusätzlich sematische Informationen mit. Ein kleiner Schritt für den Webmaster, ein großer Schritt für das Web 3.0.
Geschrieben am Dienstag, 25. März 2008
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12:07
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Tags für diesen Artikel: semantic web, sematisches web
Human Brain CloudBy Cornelius Scholz
Unter HumanBrainCloud.com findet der ambitionierte Surfer ein MMOG, bei dem es darum geht, zu einem Begriff das Wort einzugeben, das einem als erstes ins Gedächtnis kommt. Angefangen hat das ganze mit dem Wort “volcano” und seither wurden bereits über 500.000 einzelne Wörter in der Datenbank erfasst. Wen ein paar Statistiken interessieren, wie z.B. die Top-Wörter (sex, me und money), der kann dies hier nachlesen.
Hat dieses “Spiel” aber auch einen Nutzen? Nachdem es ja durchaus Spiele mit Sinn gibt könnte sich auch hinter diesem Projekt ein tieferer Sinn verbergen. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Daten ...
Semantic Web - erste SchritteBy Cornelius Scholz Vor kurzem wurde hier die Zukunft des Internets behandelt und in diesem Zuge auch das Semantic Web. Seit kurzer Zeit tauchen immer mehr Versuche auf, eine Struktur zu schaffen, die einem semantischen Web gleicht. Z.B. das “Spiel” von Google bei dem es um das Labeln von Bildern geht ist ein Ansatz einem für Maschinen sinnlosen Haufen Pixel eine Bedeutung zu verleihen, eine Beschreibung die maschinenlesbar und -verarbeitbar ist.Auch Twine ist eine Seite, die sich bemüht semantische Technologien umzusetzen. Die Seite biete eine Mischung aus sozialem Networking, Wikis, Blogging und einem Knowledge Management System. Ziel ist es Informationen und Wissen zu verknüpfen und untereinander zu teilen, ähnlich Wikipedia, nur mit dem Unterschied, dass alles per “semantischen Links” verknüpft ist. Es soll möglich sein Informationen ins Wiki zu schreiben, zu mailen oder als Objekt einzufügen. Aus den gesammelten Informationen und den Leuten, die sie gesammelt haben, wird dann ein “Semantic Graph” (in Anlehnung an den Social Graph von Facebook) generiert, der die Zusammenhänge abbildet. So wird es möglich sein genau zu sehen wer was beigetragen hat, wie es zusammenhängt und wer ähnliche Expertisen hat. Der reinen Information wird eine zusätzliche Ebene hinzugefügt und Twine soll in der Lage sein zu lernen, was jemanden interessiert und diese Sachen taggen können. Leider ist die Seite noch in der Betaphase. Das Web fängt an zu krabbeln. Nurnoch eine Frage der Zeit, bis es Sprechen und Assoziieren lernt.
Geschrieben am Donnerstag, 25. Oktober 2007
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22:46
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Tags für diesen Artikel: blogs, community, google, kollaboration, meta, sematic web, sematisches web
10 Future Web TrendsBy Cornelius Scholz Richard MacManus hat auf ReadWriteWeb einen sehr lesenwerten Artikel über 10 Internet-Trends verfasst, die über die nächsten 10 Jahre mit hoher Wahrscheinlichkeit wichtig werden bzw. noch mehr an Bedeutung gewinnen.Die behandelten Trends sind: 1. das semantische Web 2. künstliche Intelligenz 3. virtuelle Welten 4. Mobilität 5. "attention economy" 6. Webseiten als "Dienstleistungseiten" 7. Online TV / Internet TV 8. Mächtige Internet-Applikationen 9. Die "Internationalisierung" des Webs 10. Personalisierung >> Artikel
Geschrieben am Dienstag, 11. September 2007
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16:42
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Update Available!? Upgrade to Web 3.0!By Cornelius Scholz![]() Die moderne Medienlandschaft wird immer schnelllebiger. Im Moment scheint die Lage so zu sein, dass noch nicht einmal der Begriff “Web 2.0” so richtig bekannt ist und schon tüfteln die Internet-Spezialisten am “Web 3.0”. Ganz toll soll es werden, clever, smart, schnell und qualitativ hochwertiger als das “bisherige Internet”. Dabei besteht noch nicht einmal so richtig eine Vorstellung darüber, wie genau es funktionieren soll und was es können soll. Der Begriff der sich wahrscheinlich am ehesten als Synonym für Web 3.0 durchsetzen wird ist das “Semantische Web”. Semantic Web bedeutet, dass neben den bisherigen Informationen, die eine Website enthält eine Art zusätzlicher Layer hinzugefügt wird. Dieser Layer könnte z.B. dem RDF-Schema oder OWL-Schema folgend komplexe Meta-Informationen bereitstellen, die Suchmaschinen ermöglicht, Sites logisch zu verbinden, auch wenn diese nicht explizit miteinander verlinkt sind. Um sich die Idee des semantischen Webs vor Augen zu führen hilft ein einfaches Beispiel vielleicht am ehesten:
Würde die Umsetzung dieser Idee funktionieren, so würden sich ganz neue Möglichkeiten ergeben hochqualitative Suchergebnisse zu erhalten. Der o.g. Aktikel auf ZDNet.de bietet ein sehr plakatives Beispiel, das den Nutzwert des sematischen Webs besser verdeutlicht: Der Suchterm “Ich suche einen warmen Ort, an dem ich meine Ferien verbringen kann und habe ein Budget von 3000 Dollar. Außerdem habe ich ein elfjähriges Kind.“ sollte demnach im Web 3.0 im Idealfall ein Urlaubspaket finden und planen, das allen enthaltenen Ansprüchen genügt. Es sollten also Urlaubspakete auftauchen, die Kinderfreundlich sind, an einem warmen Ort und unter 3000 Dollar kosten. Gibt man diesen Term heute in eine Suchmaschine ein erhält man wahrscheinlich bestenfalls Seiten, mit Kuchenrezepten (”... man lasse den Teig an einem >>warmen Ort<< aufgehen ...”), Ferien auf dem Bauernhof Seiten (>>Ferien<<) und Seiten mit Erziehungsmaßnahmen (”... einem >>elfjährigen Kind<< sollte man nie ...”). Harte Wahrheit ist, dass der Term in Google eingegeben noch nicht einmal dazu führt. Ergebnis ist - natürlich neben dem Artikel, dem das Zitat entnommen wurde - unter anderem ein Eintrag in einem Bikerforum. Besonders traurig sind die Begriffe weshalb der Eintrag (siehe Bild) auf Platz 3 erschien: “habe”, “meine” und “kann”. ![]() “Unpassender” geht es kaum. Aber da der Algorithmus von Google versucht möglichst viele Begriffe auf einer Seite zu finden kommen solche “irrelevanten” Ergebnisse dabei raus. Auch könnte es möglich sein nicht nur die Inhalte - also Schlagwörter - zu verknüpfen sondern darüber hinaus auch z.B. die Autoren. So hat die Meinung eines Autors, der für die Firma XY arbeitet bei enttäuschten Kunden ein anderes Gewicht als die Meinung eines anderen enttäuschten Kunden. Im Grunde wird also verknüpft was verknüpft werden kann. Die Autoren, die Inhalte, die Objekte, ... Alles was logisch in Relation gesetzt werden kann. Im Gegensatz zu Web 2.0, das ja nur eine Art neue sozial-kommunikativ-orientierte Nutzungsform schon bestehender Technologien darstellt, würde das Web 3.0 einen echten Quantensprung darstellen. Die Aggregation und Aufbereitung von Nachrichten und Inhalten könnte auf hohem Niveau durch die Maschinen erledigt werden und wäre damit eine echte Weiterentwicklung. Dadurch wiederum könnten die Firmen ganz neue Businessmodelle entwickeln und von einem E-Business zu einem “ME-Business” werden. Hier stünde der Konsument wieder im Mittelpunkt des Interesses. Kann er bisher nur nach den Informationen suchen - was bei der aktuellen Flut an Informationen nicht selten zu Information Overload führt - kommen die Informationen im Web 3.0 dann zu ihm, aufbereitet und bewertet. Die Firmen müssten also mehr auf den Nutzer zugehen und zugeschnittene Güter (Inhalte, Angebote,...) offerieren. Auf der Seite des THESEUS Programms finden sich weitere schöne Anwendungsszenarien, welche zwar auf THESEUS zugeschnitten sind, aber teils sicher direkt ins Allgemeine übertragen werden können. Letztendlich ist nur sicher, dass das Web 3.0 kommen wird, wie es aussieht weiß keiner so richtig. Die meisten (und auch Tim Berners-Lee immerhin “Father of the Internet” - YouTube-Link) sagen das semantische Web wird sich als Web 3.0 durchsetzen (daher auch die Ausrichtung dieses Artikels), andere denken, es werden die viral verbreiteten Mashups von bestehenden Web 2.0 Applikationen sein (Eric Schmid, CEO von Google - YouTube-Link), und wieder andere denken es wird das 3D-Internet vergleichbar mit einer Second Life Welt sein. Was es auch immer Web 3.0 sein mag, versuchen wir doch erstmal Web 2.0 bei der Bevölkerung und den Firmen ankommen zu lassen. Das Web 3.0 soll erst einmal in den Garagen zukünftiger Milliardäre “entwickelt werden” bis es einigermaßen “marktreif” ist. Dann bleibt immer noch genug Zeit das Spiel, die neue Technologie zu verbreiten, von vorne zu beginnen ...
Geschrieben am Sonntag, 9. September 2007
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10:26
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Tags für diesen Artikel: business models, owl, rdf, sematic web, sematisches web, theseus, web 2.0, web 3.0, zukunft
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