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In einem neuen TED talk beschreibt Clay Shirky, seines Zeichens Internet Experte, die Stärken des Internets und die Ursachen dessen Erfolgs.
Die ersten vier großen Schritte der Kommunikation waren der Buchdruck, dann das Telefon, dann die Möglichkeit Ton und Bilder aufzuzeichnen und diese letztendlich auch an die Massen zu verteilen (TV und Radio). All diese Quantensprünge haben gemeinsam, dass sie entweder one-to-one oder one-to-many sind. Es kann somit als Unzulänglichkeit gesehen werden, dass die Medien die Konversation ermöglichten keine Gruppenkommunikation ermöglicht haben und diejenigen die geeignet waren Gruppen zu erreichen keine Kommunikation ermöglicht haben. Das Internet ist das erste Medium das many-to-many Kommunikation ermöglicht, also Gruppenkommunikation wenn man so will. Die soziale Komponente und deren Geschwindigkeit schlägt wie ein Blitz in die bestehende Medienlandschaft ein und entwickelt sich so rasend, dass die Nachrichten schon längst in Twitter veraltet sind bis BBC Wind davon bekommt. Der soziale Faktor ist nach wie vor der treibende Entwicklungstrend, der das Internet unabdingbar macht. Wie kann und sollte das Internet genutzt werden? ... >> Clay Shirky: How cellphones, Twitter, Facebook can make history
Geschrieben am Mittwoch, 17. Juni 2009
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Tags für diesen Artikel: kommunikation, mass media, printmedien, social web, sozial-medien, two way communication, zukunft
Die Hochzeit der Suchmaschinen & Social BookmarkerBy Cornelius Scholz![]() Nachdem wir vor einiger Zeit berichteten, wie mächtig die User von Social Networks inzwischen sind und welchen Druck sie auf die Betreiber ausrichten können, verschiebt sich das Kräfteverhältnis weiter in Richtung der User. Früher hatten Großunternehmen wie Google alleinig die Macht Traffic auf eine bestimmte Seite zu locken oder auch nicht. Ein TopRanking - weiß Gott, wie genau Google dies errechnet - ist Gold wert - natürlich auch heute noch. Seit dem Beginn des Web 2.0 Zeitalters entwickelt sich jedoch eine ganz neue Großmacht in Sachen Traffic-Erzeugung im Web: Die User selbst. Natürlich ist damit nicht gemein, dass sie auf eine bestimmte Seite surfen und daher die Macht haben - das natürlich auch, aber das ist nicht gemeint. In Zeiten von Social Bookmarking Tools kann ein einzelner User eine Seite bookmarken und damit eine große Welle ins rollen bringen. Ein User diggt, oder zu deutsch yiggt, eine Seite, drei sehen die Seite, diggen diese auch, die Seite wird von mehr besucht (Stichwort Schneeballprinzip), landet in den Top-Rankings und bekommt promt mal eben bis zu 50.000 Besucher innerhalb 24 h - der “Digg Effect”. Dabei bleibt es jedoch nicht, denn viele Besucher erzeugen auch viele Kommentare oder Trackbacks und damit hohe Popularität in Suchmaschinen (denn auf meine Seite verweisende Seiten = gut für mich). Zu bemerken ist allerdings, dass Google zumindest gegen diesen Zweitrundeneffekt etwas unternehmen will, eigentlich unverständlich, denn wenn schon Menschen den Inhalt für gut befinden, warum dann benachteiligen? Die Macht der Bookmarking-Tools dürfte der der Suchmaschinen trotzdem in keinster Weise nachstehen. Zu beachten ist jedoch ein immenser Vorteil der Bookmarker: Viele tausend User haben den Feed der Top-Bookmarks abonniert und bekommen die aktuell populären Seiten frei haus geliefert und diese daher wiederum eine Potenzierung der Besucher. Für Suchmaschinen gibt es soetwas bisher kaum. Dafür werden Suchmaschinen häufiger genutzt um konkret nach Stichwörtern zu suchen, während die Bookmarking-Feeds weit streuen und alles liefern was populär ist (es sei denn der Feed ist stark themenspezifisch - in dem Fall beschert er aber auch nicht so viele Besucher). Muhammad Saleem von Read/Write Web (ich gebe es zu, einer meiner Lieblingsblogs) propagiert daher eine viel stärkere und tiefere Implementierung von Suchfunktionalitäten in diesen Seiten - eine Social Search Function. Die Idee könnte zweierlei Ausprägungen haben. Zum einen könnten die Social Bookmarker eine stark integrierte Suche implementieren, die den Kontext der Seiten erfasst und auch Kommentare berücksichtigt. Dies könnte schon in Richtung semantisches Web gehen, da je mehr Leute kommentieren und besser taggen, desto genauer kann der Kontext ermittelt werden. Allerdings scheint es relativ unwahrscheinlich, dass Social-Bookmarking Seiten traditionelle Suchmaschinen ersetzen. Vor allem aus dem simplen Grund, dass die Bots der Suchmaschinen initiativ nach Inhalten suchen während ein User eine wenig populäre Seite erstmal finden muss - im Zweifelsfall per Suchmaschine. Daher entsteht eine Abhängigkeit der Social Bookmarker (wie aller Surfer) von Suchmaschinen. Die Social Bookmarking Seite kann also nicht per se als Suchmaschine verstanden werden. Die zweite Möglichkeit ist es die Social Bookmarker in die Suchmaschinen zu integrieren. Dadurch entsteht ein Effekt, den Searchengineland als den “StumbleUpon Effect” bezeichnet. Mit installierter StumbleUpon Toolbar werden die Suchergebnisse von Google mit Informationen von StumbleUpon ergänzt, prominente Platzierungen und Wertungen werden direkt hinter dem Suchergebnis angezeigt und im Zweifelsfalle richtet man die Entscheidung welche der Top 3 Treffer man besucht nach den StumbleUpon Sternchen dahinter. Menschen können die Qualität halt doch besser beurteilen als Bots. Ein extrem wichtiger Aspekt dieses Effektes ist, dass die Besucherzahlen nur langsam abnehmen, da die Wertung von StumbleUpon neben den Suchergebnisse gezeit wird und nicht nur einmal für ein paar Stunden auf der Frontpage von Digg zu finden ist. Wie sieht also die Zukunft aus? ![]() Meiner bescheidenen Meinung nach sind die Suchmaschinen unabdingbar, denn sie liefern den ersten Schwung bewertbarer Inhalte. Keine Suchmaschine - nichts zu bewerten. Die ausgegeben Seiten können dann von Usern bewertet werden, denn das inhaltliche Verständnis eines Menschen kann einfach bei weitem nicht ersetzt werden durch eine Maschine, auch wenn an der semantischen Front hart gekämpft wird. Zudem heißt Inhalte verstehen nicht auch zugleich Qualität erfassen. Die Suchmaschinen wiederum sollten in ihren Rankings dann auch die qualitative Bewertung der Bookmarker berücksichtigen - und das nicht um zwei Wochen verzögert durch “Zweitrunden-meine-Seite-wird-verlinkt-Effekte”. Dadurch besteht für die User die Möglichkeit, gezielt nach Schlagwörtern zu suchen und sich von vornherein ein Bild zu machen von der Qualität - unabdingbar in Zeiten des Information Overflows. Zudem können getaggte und kommentieret Inhalte dazu beitragen, dass das Web womöglich semantisch erfasst wird und eine “Natural Search Functionality” bietet. Die Zukunft heißt also Integration bzw. Mashup!
Geschrieben am Mittwoch, 2. Juli 2008
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Tags für diesen Artikel: kontextsensitiv, semantic web, sematisches web, social web, sozial-medien, ugc, user generated content, usermacht, weisheit der massen, zukunft
Synthetische Welten: Ein neues Phänomen im Web 2.0By Cornelius Scholz
"Synthetische Welten: Ein neues Phänomen im Web 2.0", so lautet der Titel eines umfangreichen Artikels von Rolf Amann und Dirk Martens von House of Research GmbH in Media Perspektiven 5/2008. Auf 16 Seiten handelt der Artikel viele interessante Aspekte dieses (in „Internet-Entwicklungs-Zeit“ gemessen) inzwischen eigentlich nicht mehr ganz so neuen Phänomens ab. Dieser Artikel soll den Inhalt der Arbeit zusammengefasst wiedergeben.
Nutzung Obwohl Second Life als ein Vertreter der Gattung MMORPGs bereits im Jahr 2003 online war, begann der Hype um die zweite Welt erst so richtig im Januar 2007. In dem Zeitraum Januar 2006 bis Januar 2007 verzeichnete die Welt ein rapides Bevölkerungswachstum von damals 125.000 Einwohner auf über 3,1 Mio. Einwohner. Das Interesse blieb bzw. stieg und allein im Mai 2007 verzeichnete LindenLabs ein Wachstum um weitere 7 Mio Einwohner, die sich inzwischen auf etwa 1300 virtuellen km² tummeln, unterhalten und Geschäfte treiben. Zu bemerken bleibt jedoch, dass bei weitem nicht jeder registrierte Nutzer ein aktiver ist. Angelockt von den scheinbar enormen Zuwächsen und neuen Möglichkeiten versuchten viele Firmen eine virtuelle Dependance zu gründen und Umsätze zu generieren oder zumindest Marketing zu betreiben. All diese Bemühungen trafen jedoch auf die etwas ernüchternde Statistik, dass in etwa nur 5% der Nutzer wirklich aktiv sind „active user“. Die Zahl der deutschen active users belief sich dabei nach Angaben der Betreiber im April 2008 auf etwa 42.000, die im Schnitt 70 Stunden in dieser Zeit online verbrachten. Vermutlich von diesen Zahlen inspiriert und vielleicht darauf bedacht ein paar Dinge besser zu machen schaffte Secon Life es jedoch als Vorreiter einer möglicherweise neuen Welle von 3D-Welten zu fungieren. Sowohl Google als auch Microsoft, Metaversum und Sony arbeiten alle an eigenen 3D-Welten, die neue Features bieten und etwas andere Ansätze. Alle rechnen damit, dass SL nur der erste Hype war und Virtuelle Welten die neue Form der Interaktion via Internet werden könnte. Haben diese Welten aber wirklich eine Chance akzeptiert zu werden? Um dies herauszufinden führte House of Research im Zeitraum vom 01.06.2007 bis 31.12.2007 eine Studie durch – teils per Telefoninterviews, teils via Onlinefragebögen. Wie die Forscher feststellen mussten gaben die Teilnehmer meist sehr offen Auskunft über sich selbst und ihr verhalten. Anfangs, so schien es, nutzten viele die Anonymität der virtuellen Welt, gaben diese aber nachdem sie vertrauen gefasst hatten schnell auf. Schon die demographischen Ergebnisse sind sehr interessant und lesenswert Zwar ist der Zugang zu SL erst ab 18 erlaubt, was die Zahl etwas nach oben verzerrt, aber ein Altersdurchschnitt von 36 Jahren unter den Umfrageteilnehmern zeigt, dass diese neuen Welten nicht nur von jugendlichen bewohnt werden, die das Bewegen in 3D-Welten bereits von Spielen her kennen, sondern sogar die Generation 50+ noch sehr stark vertreten ist. Eine weitere überraschende Zahl ist der Frauenanteil von 42%, der in der Domäne der Computerspiele nicht erreicht wird. Zudem sind Großstädter überdurchschnittlich stark vertreten im vergleich zum realen Bevölkerungsanteil. Was die Erwerbsquote der Spieler betrifft spiegelt diese die reale weitestgehend wieder, obgleich das Bildungsniveau im Schnitt höher ist als der Bundesdurchschnitt. Z.B. haben in SL 24% einen Hochschulabschluss während der Bundesdurchschnitt bei etwa 10% liegt. So kommt es wahrscheinlich auch, dass das Einkommen der Spieler im Schnitt höher ist als der reale Einkommenschnitt. Dies mag mit der höheren Bildung zusammenhängen, aber auch mit der (quasi) Vorraussetzung eines DSL Anschlusses mit Flatrate. Das Einkommen wird dabei überwiegend als einfache und mittlere Angestellte und Beamten erzielt, wobei auch Freiberufler stark vertreten sind, die die Welt mit dem Beruf verbinden und dort Geschäfte abschließen wollen. Motivation Neben den beruflichen Interessen sind die Motivationen sehr unterschiedlich, lassen sich aber im Großen und Ganzen auf Neugier, Kreativität, Kommunikation und Unterhaltung beschränken: "" Finanzielle Motivationen werden häufig enttäuscht, da die in Medienberichten häufig fokussierte Darstellung häufig mehr Potential suggerierte als tatsächlich da ist. Nur etwa 500 Personen verdienen mehr als 2000 USD im Monat durch Aktivitäten in SL. 60% der Befragten nannten im Übrigen die Möglichkeit sich einmal ganz anders als im echten Leben, also nach eigener (Wunsch)Vorstellung zu verhalten als starken Motivator. Wesentlich weniger dagegen (13%) interessieren sich für die Audio-Visuellen Medien in SL wie Fernsehen oder Filme. Erwartungen erfüllt Obgleich manche spezifischen Erwartungen wohl herb enttäuscht wurden gaben insgesamt nur 5% der User an (eher) enttäuscht worden zu sein. Dabei ist zu beachten, dass die Zufriedenheit stark mit der Dauer der Mitgliedschaft korrelierte, je länger man dabei ist, desto mehr Funktionalitäten und Möglichkeiten entdeckt man logischerweise. Hat man diese Hürde genommen, so nutzen rund 80% der Befragten SL täglich, mit einer Verweildauer von nicht selten 30 Stunden pro Woche. Diese zeitliche Aufwand wird dabei besonders häufig durch die Einschränkung von TV-Konsum gedeckt, aber auch durch weniger PC- (für anderes als SL) und Konsolennutzung. Nutzung Am häufigsten treten die User ein, wenn sie verabredet sind (60%), viele, wenn die bestimmte Events besuchen wollen (47%) oder schlicht, weil sie dort arbeiten (30%). Je länger man teilnahm desto mehr Leute kannte man daher auch im Schnitt. Mitglieder, die weniger als einen Monat dabei waren kannten im Schnitt 11, bei mehr als einem Jahr im Schnitt 62. 75% der Befragten gaben an, dass sie diese Kontakte sogar schon ins reale Leben übertragen haben – im Schnitt 2 Kontakte persönlich getroffen und mit 6 gemailt. Leider Scheint SL wieder uninteressanter für die Medien zu werden und man hört kaum noch etwas. Die Nutzerzahlen steigen allerdings beständig weiter. Wie die Zukunft aussieht ist ungewiss, mit der neuen Generation von 3D-Welten wird sich aber voraussichtlich wieder einiges tun. Dies alles und noch mehr detailliert nachlesen: http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/05-2008_AmannMartens.pdf
Geschrieben am Mittwoch, 25. Juni 2008
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14:01
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Tags für diesen Artikel: 3d internet, community, nutzungsverhalten, second life, social web, virtual goods, virtual worlds, zukunft
Social Media - was ist das und wie benutze ich es?By Cornelius Scholz
Einige mögen sich noch an den Post Personalakte 2.0 erinnern, der beschrieb, dass das Web 2.0 oft leicht genutzt werden kann um Informationen über Personen zu sammeln. Diese Informationen können dabei bewusst, leider aber machmal auch unbewusst (oder man ist sich der Tragweite seiner Taten nicht bewusst) ins Netz gelangt sein.
Ein längerer Artikel von Read/Write-Web nimmt den ambitionierten User bei der Hand und gibt ein paar gute Tips, wie man das Netz gezielt nutzen kann um für sich Werbung zu machen oder sich schlicht auffindbar zu machen. Behandelte Themen sind die folgenden: 1. Personal Branding Wie kontrolliere ich meine eigene Marke? Sobald jemand seinen Namen googlen kann, ist er für die breite Masse auffindbar und damit kann man sich ein Bild von ihm machen. Tauchen die falschen Informationen auf, wirft das kein gutes Licht auf die Person. 2. What Web 2.0 Is And How To Use It Von der Pike auf wird erklärt, was Web 2.0 ist (z.B. Technik, Design und Begriffe, die man kennen muss), wie es Kommunikation und Mensch geändert hat und wie man das auch selbst erlernen kann. 3. Learn To Use YouTube To Convey A Message Wie kann man eine Nachricht über das Netz verbreiten, die mehr ist, als bloßer geschriebener Text? 4. Learn To Blog Blogging wird mehr und mehr das Kommunikationsmittel um sich persönlich zu entfalten, sich zu verkaufen, seine Know How unter beweis zu stellen und Produkte zu promoten. Inzwischen auch von Firmen stark genutzt kann es nicht schaden schonmal einen Blog-Post geschrieben zu haben. 5. Use Social Networks Das Mittel um förmlich mit der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben und zu networken. 6. Master Wikis Wikis als ein Weg eine eigene kleine Internet-Welt zu errichten und Unmengen an Informationen strukturiert weiterzugeben dürfen nicht außen vor gelassen werden. Viele Unternehmen setzen inzwischen Wikis ein um Know How zu sichern oder ihre Mitarbeiter fortzubilden. 7. Learn To Twitter Microblogging als beliebte Art mal eben kurz die ganze Welt wissen zu lassen, was man tut. 8. Learn To Podcast Wem YouTube dann doch zu viel ist, der kann auch auf das PodCasting zurückgreifen um Messages zu verbreiten. Eine schöne Möglichkeit gesprochenes einem großen Publikum zugänglich zu machen. Von Nutzerzahlen und nicht mobilen, aber mobil genutzten Social NetworksBy Cornelius Scholz![]() Nachdem länger nicht viel über das Thema zu berichten war, soll sich der heutige Post mal wieder mit dem “heiligen Gral der sozialen Netzwerke” widmen. Einige neue interessante Zahlen, Trends und News sind aufgetaucht, die durchaus eine Erwähnung wert sind. Steigende Nutzerzahlen im Mobile Web Business Wie schon vor einer weile hier berichtet, befindet sich das Mobile Web auf der Überholspur und zwar, wie der Opera Mobile Browsing Report aufzeigt, deutlich. Betrachtet man die Nutzerzahlen, die auf anonymen Nutzerdaten des Opera Mini Browsers beruhen genauer, so stellt man ein enormes Wachstum fest. Innerhalb von nur etwa zwei Jahren ist die Anzahl kumulierter Nutzer von ca. 1 Mio. auf knapp 45 Mio. heute gestiegen. Sehr stark fällt auch das gestiegen Datenvolumen in diesem Zeitraum auf. Diese Zahlen suggerieren ein anderes Bild, als das Ende des Mobile Web (wir berichteten). Nische vs. universell Betrachtet man nun genauer welche Seiten die User besucht haben, so wird schnell deutlich, dass die mit Abstand meistgenutzten Seiten (neben dem überall vertretenen Google) Social Networks sind. In Deutschland zum Beispiel befinden sich auf Platz zwei und drei der Top Ten die Social Networks StudiVZ und wer-kennt-wen.de und insgesamt fallen etwa 40% Seitenaufrufe auf Social Networks. Aber handelt es sich wirklich um “mobile social networks”? Betrachtet man die vertretenen Seiten, so stellt man fest, dass die meisten Social Networks ganz normale sind, wie man sie mit dem Desktop auch besucht, wie etwa MySpace oder Facebook. Die eigens für Mobile Web konzipierten Networks (z.B. mocospace.com in den USA) sind eher selten vertreten. Denkt man nun weiter über diese Tatsache nach, so fragt man sich doch, ob die Gründung eines eingens Mobile Social Web überhaupt noch tragbar ist. Damals berichteten wir unter anderem von Aka-Aki, was versucht ein Mobile Social Web zu gründen. Der Trend des One Web, wie er auch im Opera Report angesprochen wird könnte Nischen-Netzwerken dieser Art schnell das Wasser abgraben. Immer mehr Devices sind in der Lage einfach das “richtige Web” darzustellen und keine gekürzten WAP-Seiten oder per CSS zurückgeschnittene Überreste der Gesamtseite. Häufig aber auch, bieten die großen auch spezielle Versionen an, die optimiert sind für den mobilen Einsatz und das betrachten auf kleinen Bildschirmen (denn auch die großen Seiten haben erkannte, das das Mobile Web kommt). Damit werden etablierte Social Networks, die bereits große Nutzerzahlen vorweisen können, zur direkten Konkurrenz für die mobilen Versionen. Warum sollte man sich noch für ein speziell mobiles Network registrieren, wenn man die Kontakte zuhause bequem per PC aber nahezu gleich komfortabel auf der gleichen Plattform mobil pflegen kann? Ein pro-Argument für mobile Versionen sind womöglich noch Features, wie die Möglichkeit andere Mitglieder, die sich in der Nähe aufhalten via Bluetooth zu orten bzw. deren Nutzerdaten angezeigt zu bekommen. Auch dieses Argument schwindet langsam, da es sicherlich bald möglich sein wird für die großen Networks via APIs oder integrierten Java-Applications ähnliche Funktionen anzubieten, sei es durch Nutzen von Bluetooth, GPS, WLAN-Ortung oder manueller Ortung per googleMaps o.ä. Make Money Wie bereits erwähnt blieb die Entwicklung des Mobile Web auch den Großen nicht verborgen. Google CEO Eric Schmidt beispielsweise sieht in den Mobile Ads den Markt der Zukunft und erwartet, dass in diesem Markt noch deutlich mehr Gewinne zu erzielen sind, als im PC-Internet-Business. Er meint, dass der Umstand, dass Handys stark personalisiert sind, mehr personalisierte Werbung und damit höhere Einnahmen ermöglichen würde. Ob er recht behalten soll mit dieser Prognose ist fraglich. Nichtmal für heutige Web 2.0 Seiten scheinen die Gewinne groß auszufallen und wie User auf personalisierte Werbung reagieren wissen wir inzwischen ja auch. Immerhin mildert Schmidt er seine Prognose dahingehen ab, dass diese “next big wave” erst in ein paar Jahren kommen wird. Persönliche Meinung/Prognose So wie sich die aktuellen Mobile Devices und mitgelieferten Programme entwickeln, sollte das “klassische Mobile Web” bald überflüssig werden. Die Vision eines “One Web” kommt immer näher und Bedienungskomfort und immer schnellere Übertragungsgeschwindigkeit sowie Daten-Flatrates tun ihr Übriges. Betrachtet man kommende Gerätegenerationen (das iPhone erster Generation war schon erfolgreich, obgleich noch nichtmal mit 3G ausgestattet) mit 3G oder 4G und extrem komfortabler, intuitiver Bedienung dürften mobil surfende User bald mehr Regel als Ausnahme sein. Genau dieser Trend jedoch wird es kleinen, auf den mobile Bereich spezialisierten Netzwerken wie Aka-Aki sehr sehr schwer machen noch Fuss zu fassen.
Geschrieben am Sonntag, 1. Juni 2008
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22:19
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Facebook, Google & MySpace - Warum Offenheit und wie offen?By Cornelius Scholz![]() In der letzten Woche berichteten wir bereits von den drei Big Playern, Portability und Offenheit. Alle drei aufgeführten Kandidaten sind echte Namen im Internetbusiness, mischen mehr oder weniger in Sachen Social Web und Social Networks mit und haben angekündigt jetzt offener zu werden. Aber warum und warum gleich alle drei? 1. BE INNOVATIVE (OR KEEP UP WITH YOUR OPPONENT) Wie im letztwöchigen Artikel schon erwähnt, dürfte einer der banalsten Gründe sein, dass jeder der erste sein will mit neuen Innovationen oder zumindest nicht lange auf sich warten lässt mit der Konkurrenz gleichzuziehen. In Zeiten in denen der User an Macht gewinnt und die Userbindung immer schwächer wird tun die großen gut daran ihre Schäfchen bei Laune zu halten und immer mal wieder mit neuen Features zu füttern. Tun sie das nicht stehen die Chancen nicht schlecht, dass der User sich spontan für eines der anderen Netzwerke entscheidet - Auswahl gibt es ja inzwischen genug. Eine Studie von 20bits zum Beispiel belegt, dass Facebook scheinbar langsam langweilig zu werden droht (die Neuanmeldungen und Posts zum Beispiel sind empfindlich weniger geworden). Eine daraufhin durchgeführte Umfage unter mashable-Lesern zu dem Thema “Are You Fed Up With Facebook?” bestätigt den Trend und ergibt, dass nur noch 13% der Teilnehmer kein bisschen gelangweilt sind. Daraus lässt sich folgern: Unterhalte deine Gemeinde mit schönen neuen Features und wenn du nicht als erstes die Idee hattest, zieh mit. Data Portability und Openness sind eine prima Idee und dürfte den Usern gefallen. 2. GET MORE USER Das große Problem im Social Web Business im Moment ist, dass die User meist nicht bereit sind für soziale Netzwerke zu zahlen (glorreiches Gegenbeispiel wäre zum Beispiel Xing.com - just to mention one example). Bedenkt man den Aufwand mit Programmierern, Administratoren, Helpdesk, Serverfarmen etc., so ist klar, dass diese Ausgaben finanziert werden müssen. Aber wie verdienen die Großen dann ihr Geld? Im Moment dürfte dies überwiegend durch Werbung sein oder irgendwelche kommerziellen Programme. Das bedeutet, je mehr Mitglieder dabei sind und an das Netzwerk gebunden sind, desto besser. Die Nutzerbindung steigt und es kann potentiell mehr Werbung geschalten werden. Würden die Seiten zudem zu einer “zentralen Anlaufstelle im Netz”, würden die Seiten nebst mehr Users/Klicks auch im Generellen attraktiver für die Werbewirtschaft werden und mehr Werbung bekommen oder höhere Vergütungen. Also auch in dieser Hinsicht bringt die Offenheit den Drei einen Vorteil. Mehr User, generell mehr Attraktivität und damit mehr Werbeeinnahmen. 3. GET MORE USER-DATA Was aber macht (insgeheim) den größten Wert eines Netzwerkes für die Betreiber aus und warum werden Millionen von Dollar für Anteile bezahlt? Ganz einfach: User-Daten. Alle drei Netzwerke spechten nach Usern und versuchen Gollum-gleich “ihren Schatzsss” zu verteidigen. Der eigentlich wahre Wert der Netzwerke dürfte in den Millionen von User-Daten liegen, die bei Adressen angefangen, über Urlaubs- und Freizeitverhalten, bis hin zum Büchergeschmack einzelner User bares Geld wert sein dürften. Man stelle sich nur mal die Möglichkeiten für Marktforschung und Werbestrategen vor, wenn man wirklich einfach an die Daten gelänge. Was wären diese Leute bereit zu zahlen um an die Daten zu kommen oder personalisierte Werbung schalten zu können? Man weiß es nicht, aber es dürfte die anonymen Werbeeinnahmen um ein Vielfaches übersteigen. Wie die meisten Wissen gab es auch hier schon Versuche, diesen Schatz zu heben, anfänglich genannte User-Macht jedoch machte den Planern einen Strich durch die Rechnung. Als das StudiVZ versuchte diese Daten zu nutzen, gingen die Nutzer in Kapfstellung über und drohten schlicht mit Verlassen des Netzwerkes. Gelänge es den Betreibern dennoch irgendwann wieder so viel Macht über die Nutzer zu erlangen, die Daten verwerten zu können, so würde dies Social Networks zu wahren Goldgruben machen. Das ist auch der Grund, warum die Drei sich untereinander etwas angiften und z.B. Facebook verhindert, dass Googles Friend Connect Zugang zu den Daten hat. Der Zug, die Daten ansonsten (gegenüber anderen) zu öffnen und portabel zu machen ist in dieser Hinsicht dennoch ein genialer Schritt. Zwar dürfen/können die Daten für Werbezwecke nicht direkt verwendet werden, indirekt aber nutzt dieser Zug den Drei, da die Profile zu einer Art zentralen Datenspeicher werden. Die User vervollständigen die Profile und nutzen sie um von dort aus andere Applikationen zu bedienen und Mash-Ups mit Daten zu beliefern, was für die Betreiber heißt mehr Daten und (insgeheim) mehr Wert. Ein genialer Schachzug. Der momentan entbrannte Kleinkrieg ... ... zwischen den Drei ist interessant zu verfolgen. Alle drei öffnen sich aus oben genannten Gründen (und sicher noch ein paar mehr - ich hoffe auf Kommentare) schotten sich aber gleichzeitig gegen die Konkurrenz ab. Durch diese Züge werden die durchaus sehr medienwirksamen Terme Portability und Openness etwas ad absurdum geführt. Ein Post auf GigaOM erfasst die Situation sehr schön: “” Was passiert als nächstes?
Geschrieben am Montag, 19. Mai 2008
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11:28
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Von drei Big Playern, Portability und OffenheitBy Cornelius Scholz![]() Erst vor ein paar Tagen hatte MySpace als erstes angekündigt die Daten seiner Mitglieder in einem Projekt namens “Data Availability” portabel zu machen und schon wenig später zogen Google mit “Friend Connect” und Facebook mit “Facebook Connect” nach. Man könnte meinen, dass sich inzwischen eine Art Wettrüsten zwischen den großen Social Networks entwickelt hat, dessen Ergebnis bisher noch nicht abzusehen ist. Im Spannungsfeld zwischen Innovation, Critical Mass und “Wettprogrammierung” ist es wahrscheinlich, dass die drei großen sich immer paralleler entwickeln werden, aber das ist ein anderes Thema. Grund für diese(n) Zug/Züge könnte dieser sein: “” Inzwischen wissen wir ja, dass die Konkurrenz nicht lange auf sich warten hat lassen ... Alle drei genannten Projekte zielen jedenfalls darauf ab, Profildaten, die bereits in einem Netzwerk angelegt wurden in ein anderes zu transferieren. Somit entfiele theoretisch der Aufwand, in den Partnerseiten das Profil parallel zu pflegen. Während OpenID "ledigllich" den Benutzernamen das Passwort zusehends “universeller” werden lässt, sind die anderen Projekte weiterführend, da hier komplette Profile auf mehreren Seiten genutzt werden können. Das hieße, die Seiten bekämen mehr Informationen von den Usern und würden öfter benutzt, da diese die Seite als “Basis-Profil” nutzen könnten. Dazu hat jeder der drei Seiten einige Partner, mit denen das schon gut funktionieren soll. So kooperiert MySpace etwa mit Yahoo, Twitter und EBay. Innerhalb dieser Konstellation können nun z.B. öffentliche Profil-Informationen und Fotos barrierefrei innerhalb der Partner verwendet werden. Diese weitergereichten Daten können wiederum mit spezifischen Daten kombiniert werden. Denkbar wären unter anderem Kombinationen wie Anschrift und E-Mail aus MySpace und Kontodaten ergänzt aus EBay. Werden die Daten nun in einem Netzwerk geändert sind sie umgehend auch im anderen geändert. Ähnlich tut es Facebook, welches mit “Facebook Connect” nun erlaubt - bisher nur mit Digg - Profilinfos und Kontakte aus Facebook weiterzugeben. Konsequenterweise hat der User (so wie von MySpace nur öffentliche Daten verfügbar sind) die Möglichkeit in den “Privacy-Settings” differenziert einzustellen, was mit den Daten passieren darf. Dies ist der erste Schritt von Facebook, die internen Daten wirklich nach Außen verfügbar zu machen. Laut einem Techcrunch-Artikel geht Google jedoch nicht ganz so offen mit den Daten um. Im Gegensatz zu MySpace und Facebook, welche die Daten über eine API anbieten und die Partner rechtlich verpflichten die Daten nicht zu missbrauchen, sollen die Google-Daten nur in einem IFrame dessen Inhalt auf Google-Servern gehostet ist auf anderen Seiten erscheinen. Zudem hat Google den Nachteil, dass dort im Gegensatz zu MySpace und Facebook noch nicht mehrere Millionen User aktiv registriert sind. Was allerdings ein großer Trumpf im Ärmel von Google ist ist, dass Google frei verfügbare Gadgets anbietet, die ohne große Programmierkenntnisse in bestehende Homepages eingebettet werden können. Damit kann schnell eine Art Social Network um die eigene Seite gebaut werden, z.B. mit einer Mitgliederliste und Online-Status und auch viele der OpenSocial-Gadgets können ohne größere Umstände eingepflegt werden. Basis Partner sind natürlich Orkut, Google-Talk, LinkedIn und hi5. Zudem taucht Facebook als Partner auf, dies aber nur, da die offene API Zugriff auf deren Daten erlaubt. Somit geht Google zwar restriktiver mit den Daten um, öffnet sich aber potentiell mehr Leuten als MySpace und Facebook. Wie sich die Geschichte entwickeln wird, ob man sich nicht doch auf einen Standard einigt oder die APIs gegenseitig unterstützt steht (wie immer) in den Sternen. FAROO P2P-SucheBy Cornelius Scholz
Mit zunehmender “Größe” des Internets und exponentiell wachsendem Content wird es immer aufwendiger für die (den?) Big Player im Suchmaschinen-Gewerbe all die Informationen zu erfassen, zu verarbeiten und zu speichern. Im klassischen Ansatz wird dies nämlich von gigantischen Serverfarmen durch Bots erledigt.
Die deutsche Suchmaschine/-software Faroo versucht diese Lasten quasi frei nach dem Prinzip des User Generated Content, Peer-to-Peer Computing und Community Bewertung auf viele Teilnehmer zu verteilen. Anstatt eine oder mehrere Rechenzentren zu betreiben soll der Suchindex auf die Mitglieder der Suchmaschinen-Nutzer verteilt werden. Die Indexierung, Bewertung, Speicherung und Beantwortung von Anfragen wird also durch die teilnehmenden User erledigt. Als Vorteile nennt der Betreiber daher in der Theorie eine hohe Relevanz, hohe Aktualität, Zensurfreiheit, geringen technischen Aufwand und personalisierte Rankings. Die Software ist umsonst und muss auf dem PC installiert werden. Danach kann der User durch Partizipation (allerdings erst später vorgesehen) sogar Geld verdienen, da er an dem werbefinanzierten Geschäftsmodel beteiligt werden soll. Dies wäre durchaus denkbar, da Faroo ja nicht auf “450.000 Server und zwei Millarden Dollar” angewiesen ist wie sie selbst auf der Homepage schreiben. Durch jede Sucheanfrage eines Users würde Faroo besser werden und damit mehr wert, was theoretisch geteilt werden könnte. Für Privatsphäre (z.B. durch anonyme Suchanfragen und Nutzungsverhalten) haben die Kollegen übrigens auch gesorgt. Leider - wie erwähnt - ist Faroo softwarebasiert, was ein großes Problem für die Verbreitung darstellen könnte. Außerdem steht die Software nativ bisher nur für Windows User zu Verfügung. Dennoch sicher wert es im Auge zu behalten. Eigenes Social Network gefällig?By Cornelius Scholz
Nachdem dem es dem geneigten Web 2.0 Fan durch Ning bereits ermöglicht wurde on the fly eigene “Instant Social Networks” zu gründen, geht die Firma insoshi noch einen Schritt weiter. Insoshi möchte das “Wordpress der Social Networks” werden und den technisch bewanderteren die Möglichkeit geben das eigene Network von der Pike auf selbst zu gestalten, auf dem eigenen Server zu betreiben und in den Quelltext einzugreifen wo immer es nötig wird. Der Quellcode wurde nun offiziell veröffentlicht.
Finden sich genug programmierwillige wäre es durchaus möglich, dass sich eine florierende Community um insoshi bildet, vergleichbar mit jenen um Joomla oder WordPress. In diesem Falle kommt man zwar noch immer nicht vollständig ohne technische Kenntnisse aus, die Erweiterbarkeit und Möglichkeiten würden jedoch stark steigen und der Onlinewelt womöglich einige tolle neue Communities bescheren. Microsoft Mesh - Here, There, EverywhereBy Cornelius Scholz
Microsoft hat vor ein paar Tagen einen neuen Webservice namens Mesh live geschalten. Im Moment handelt es sich noch um ein “technical preview” mit 10.000 Accounts für Vista und XP User.
Der Name ist dabei Programm (to mesh = vermaschen). Die grundlegende Idee hinter dem Service besteht nämlich darin Endgeräte, egal welcher Art, mit einander zu verknüpfen und wichtige Daten auf jedem Gerät verfügbar zu machen. PCs und bald auch Macs und mobile Endgeräte arbeiten dadurch Hand in Hand und zeitraubende Tätigkeiten wie sich selbst Dateien zu mailen oder kompliziert per USB-Stick zwischen mehreren Geräten zu synchronisieren werden dadurch überflüssig. Später sollen die Möglichkeiten noch größer werden, wenn auch “exotischere” Geräte wie XBoxes oder digitale Bilderrahmen angesprochen werden können. Dazu muss Live Mesh auf jedem Gerät installiert werden, das mit den neuesten Daten versorgt werden soll, und die Dateiordner welche synchron gehalten werden sollen müssen in das Programm eingepflegt werden. Zwei Klicks genügen und ein neuer Ordner wird hinzugefügt. Pro Ordner können dann gerätespezifische Synchronisationseinstellungen gewählt werden. Z.B. wird der Ordner “Urlaubsbilder” weniger interessant für den Firmenlaptop sein, sich aber gut im digitalen Bilderrahmen machen. Eines der zentralen Features jedoch ist der virtuelle Live-Desktop, der je nach Einstellung alle Ordner enthält die synchronisiert werden und für den kostenlos 5 Gigabyte Speicher zur Verfügung stehen. Damit verliert der PC weiter an Bedeutung und das Web rückt mehr in den Mittelpunkt der Microsoftanwender. Alle auf dem Live-Desktop enthaltenen Ordner können dabei ganz leicht für andere Peers sichtbar und zugänglich gemacht werden. Für diese geteilten Ordner wurde ganz einfach eine “Mesh-Bar” integriert, in der User sichtbar sind, die den Ordner gerade geöffnet haben, in der Informationen gezeigt werden, wer wann welche Dateien verändert hat und die die Möglichkeit bietet, selbstverfasste Meldungen zu veröffentlichen. Die Kollaborationsmöglichkeiten werden dadurch konsequent und einfach zu bedienend in die verschiedenen Endgeräte integriert und viele komplexe Kollaborationssuiten und Dokumentenmanagementsysteme (DMS) werden schlichtweg überflüssig. Interessant wäre hierbei noch die Möglichkeit einer Datei-Versionierung um DMS wirklich adäquat ersetzen zu können. Ein weitere beachtenswerte Fähigkeit von Mesh stellt die Möglichkeit dar, vom Live-Desktop aus via Remote Control andere Mesh-Devices fernzusteuern. Bisher waren dazu zusätzliche Programme nötig und auch dieses Feature integriert Mesh nahtlos. Eines der interessantesten aber zugleich komplexesten Features stellt jedoch die Möglichkeit dar sogar Programme zwischen den Geräten zu synchronisieren. Eine Technik namens FeedSynch, eine Art Zwei-Wege-RSS-Feed, macht dies möglich. Ein Programmiere kann dabei auf Tools und Frameworks wie Ruby on Rails, Python oder Flex zurückgreifen und Applikationen programmieren, die “mesh-enabled” über alle Devices hinweg verfügbar und ausführbar sind und das nicht nur für den Programmierer selbst sondern auch für alle, denen er Zugriff gewährt. So wäre z.B. ein gemeinsames Haushaltsbuch denkbar auf das alle Familienmitglieder Zugriff haben und Ausgaben eintragen können. Eine eigene Mesh-API erlaubt dabei unter anderem den Zugriff auf die verknüpften Devices, die Newslist oder Informationen zu den gemeinsam genutzten Objekten deren Peers. Das Konzept erlaubt es also nicht nur alle eigenen Geräte auf gleichem Informationsstand zu halten sondern birgt auch eine starke soziale Komponente mit der Möglichkeit Objekte gemeinsam zu nutzen. Die Vernetzung via Internet wird konsequent weitergeführt und ausgenutzt und all die Features für die bisher viele einzelne Programmsuiten oder Collaboration Tools nötig waren werden nun optisch ansprechend, übersichtlich und einfach zu bedienen dezent in die gewohnte Oberflächen integriert (was ein wichtiger Faktor für die Adoption darstellen dürfte). Wenn die Bandbreite der Mesh-fähigen Geräte größer wird werden auch die Möglichkeiten exponentiell wachsen. Informationen zu Mesh und Screenshots findet man in der Crunchbase: http://www.crunchbase.com/product/windows-live-mesh Überall Second LifeBy Cornelius Scholz
In letzter Zeit ist es ruhig geworden um Second Life. Damals riesiger Hype, das “Uber Social Tool” und die vermeintliche Marketing-Sensation schlechthin, hört man heute kaum noch nennenswertes.
Interessant allerdings ist die schon etwas ältere Meldung, dass SL bald auf dem Handy verfügbar sein wird. Die Firma Vollee hat es sich zur Aufgabe gemacht die Zweite Welt noch nahtloser mit der ersten zu verbinden und zu integrieren. Das heißt dass sich das zweite Leben nichtmehr nur vor dem PC abspielen wird sondern nun auch unterwegs. Ob die zweite Welt wirklich so beeindruckend ist auf einem Handydisplay bleibt abzuwarten, der generelle Trend zum mobilen Internet und ubiquitous computing jedoch dürften zumindest einige Neugierige in die Parallel-Welt locken. Wenn man denn eh schon eine UMTS Flatrate sein eigen nennt und einen etwas größeren Bildschirm ist dies sicher ein Versuch wert. Womöglich ist die Steuerung auf einem Touch-Display, wie es viele Mobile Devices inzwischen haben, sogar besonders intuitiv (zumindest intuitiver als die auf dem PC). Wer bei Touch-Display an die Apfel-Technologie gedacht hat muss allerdings noch auf die neueste Generation der Geräte warten, da das Handy UMTS-fähig sein muss. Die Beta-Phase der Software beginnt im Mai diesen Jahres. Wer mit testen will kann sich auf http://www.vollee.de/secondlife registrieren. Fraglich allerdings ob sich Second Life nochmal aufrappelt. Mobile Second Life ist definitiv ein Plus, hätte aber wahrscheinlich deutlich früher kommen müssen um die Massen zu begeistern. Fokusiere Dich! Xoopit Yourself!By Cornelius Scholz
Das Wort Fokus kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und heißt so viel wie “Feuerstelle” oder “Herd”. Also, der Fokus des damaligen Lebens in der Küche lag wurde das Wort Fokus zum Synonym für denn Mittelpunkt, den eigentlichen Sinn oder Themengebiet. Wo brauen die meisten heutigen Internetuser ihr Süppchen? In der Inbox. Der Fokus der meisten Interaktionen, die ein User tag täglich abwickelt finden in der Inbox statt. Newletter, Freunde und Bekannte, Geschäftskorrespondenz. Alles dreht sich um die Inbox.
Xoopit.com hat dies erkannt und versuch die vielen Social Networks, die sozusagen schon vor Jahren die kritische Masse erreicht haben, anzugehen und für sich zu gewinnen. Im Grunde ist Xoopit nichts anderes als ein Mashup aus Social Networks, die um die E-Mail-Inbox herum platziert bzw. darin integriert werden. Viele Sharing-Vorgänge finden per Mail statt. An Stelle ein Bild in Flickr zu posten und den Link zu versenden werden oft einzelne Bilder mal eben an die Mail gehängt und verschickt. Xoopit erlaubt nun z.B. das Durchstöbern der GMail-Box nach versendeten oder erhaltenen Mails und Videos. Wie in einem Flickr Stream können die Bilder und Videos betrachtet werden oder an weitere Leute versendet werden ohne GMail zu verlassen. Ganz einfach per Plugin installiert baut Xoopit also ein komplettes Social Network rund um die Mailbox auf, die man eh quasi den ganzen Tag im Auge hat. Eine prima Ergänzung zu Google Chat und Google Talk. Selbstverständlich ist auch das Sharen und Kommentieren nur einen Klick weg. Im Moment befindet sich die Seite in geschlossener Beta und unterstützt nur GMail. Im Laufe des Jahres sollen aber YahooMail, Hotmail und AOL dazukommen. Für ein paar Screenshots vorab hier schauen. Man darf gespannt sein.
Geschrieben am Montag, 7. April 2008
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Tags für diesen Artikel: social networks, social web
Flock - der soziale BrowserBy Cornelius Scholz
Im Web 2.0 Zeitalter ist der wichtigste aller Trends vermutlich der soziale Trend. Social Networks, Social Media, Social Bookmarks, oder Friend Feeds. Man bewegt sich im Internet, ist nie alleine und weiß eigentlich immer, was die Freunde gerade so machen (Blog), wo sie arbeiten (Xing), wo sie im Urlaub waren (Flickr) und mit wem sie zusammen oder verheiratet sind (Facebook).
Ein Browser namens Flock, aktuell in Version 1.1, erleichtert diese alltäglichen sozialen Interaktionen und unterstützt den User in jeder nur erdenklichen Weise up-to-date zu bleiben und der sozialen Isolation zu entgehen. Daher wird sich dieser Post mit den ersten Schritten in dem Schwarm-Browser (Flock = Schwarm) und ein paar Features des selbigen aus Sicht eines Flock-Neulings (mir) beschäftigen. Die Installation geht leicht von der Hand und da der Browser auf Firefox basiert ist es kein größeres Problem, Surfverlauf, Bookmarks und Einstellungen aus Firefox zu importieren. Das gleiche geht aber auch wunderbar mit Safari. Nach dem ersten Start gratuliert Flock erstmal zur erfolgreichen Installation und man findet schnell seine alten Bookmarks bis hin zur Lesezeichenleiste wieder. Die erste Empfehlung der Willkommensseite lautet: In einen Service einloggen, der von Flock unterstützt wird. Dies sind 18 an der Zahl mit überwiegend sehr namhaften Vertretern, bei denen schnell klar wird, weshalb die Hersteller den Browser als “social browser” bezeichnen. Unter den unterstützen Services finden sich unter anderem Google Mail, Yahoo Mail, Facebook, Flickr, Twitter, WordPress, Del.Icio.Us und YouTube. Eine kleine aber feine Auswahl die das Spektrum der meisten Web-2.0-User abdecken dürfte. Beim ersten Besuch von Facebook (und anderen unterstützten Seiten) merkt sich Flock die Logindaten und sofort erscheinen links in der Sidebar die Facebook-Kontakte und Shortcuts zu Inbox oder zu Notifications. Stellt Flock fest, dass es ein Suchfeld gibt, wie z.B. jenes in Facebook oder anderen, auch auf nicht originär unterstützten Seiten wie Xing, kann dieses Suchfeld auf Wunsch direkt in Flock integriert werden. Da Flock von Yahoo finanziert und entwickelt wird ist standardmäßig Yahoo als Suchmaschine eingestellt, kann aber durch andere vordefinierte Seiten, wie Amazon.com oder Technorati, oder eben auch durch die selbstentdeckten Suchfelder ersetzt werden. Für aktive Web-2.0-Nutzer sicher ein attraktives Feature per Direkteingabe auf Technorati zu suchen oder per Klick Leute in Xing zu suchen. Während der Eingabe in das Suchfenster durchsucht Flock im übrigen bereits die Bookmarks und bietet die ersten Suchergebnisse aus Yahoo in einem Popup optisch ähnlich Mac Spotlight an. Um nochmal auf die Sidebar zurückzukommen ... befindet man sich z.B. in der “People Side Bar” kann mit einem Klick auf Kontakte direkt eine neue Nachricht in Facebook verfasst werden oder in der integrierten Mediabar die Fotoalben der Person durchstöbert werden. Die Mediabar kann auch genutzt werden um z.B. Foto-Streams in Flickr durchzusehen. Andersherum können aber auch eigene Inhalte veröffentlicht werden, wie Texte oder Bilder, die man einfach nur noch auf den gewünschten Kontakt ziehen muss. Nebst Freundesliste und Mediabar finden sich noch ein Feedreader, der ansehnlich in das Design integriert und einfach bedienbar ist, und ein Pulldown-Menü mit dem man nur einen Klick von den wichtigsten Google Mail Funktionen weg ist. Google Mail - obwohl es in erster Linie ein Webmail-Dienst ist - kann sogar standardmäßig als “Mailprogramm” eingestellt werden, wenn man eine Mailadresse im Web anklickt. Weiterhin nicht zu verachten ist die Integration von z.B. del.icio.us, was es erlaubt beim Speichern neuer Bookmarks diese auch gleich standardmäßig auf del.icio.us zu speichern (natürlich auch mit “private”-Funktion) und die online-Favoriten wie lokale Favoriten per Pulldown-Menü zu durchsuchen. Als wäre das nicht genug bietet der Browser ein kleines Gimmick namens Web Clip Board, was so zu benutzen ist wie der Name es suggeriert. Findet man interessante Texte, Links oder Bilder, die man später noch einmal brauchen kann, einfach Drag and Drop und die Information ist gesichert. Ist man bei WordPress (oder bei einem der paar anderen unterstützten BlogHostern registriert) kann man mit einem Klick ein Fenster öffnen, in dem man mit Titel, Tags und WebClipboard-Integration direkt Posts verfassen und veröffentlichen kann. Das gleiche ist möglich mit Fotos, für die ein Batch-Uploader integriert ist, der z.B. mit Flickr oder Facebook (nur um die Accounts zu nennen, die Flock bereits von mir kennt) zurecht kommt. Kleiner Tipp für Firefox User: Da Flock auf Firefox basiert können die meisten heiß geliebten Extensions auch in Flock installiert und wie gewohnt genutzt werden. Fazit: Wenn jemand sowieso schon Firefox benutzt, im Internet sehr aktiv dabei ist und fleißig “teilt”, dann ist Flock genau das richtige. Flock ist ein echtes Social-Web2.0-Allzweck-Tool, das vieles einfach eingebaut hat, was der Social Surfer braucht, bis hin zum “Share this link via email”-Button. Viel Spass beim Testen, let's get social. Soziale Netzwerke - Mut zur LückeBy Cornelius Scholz
“Soziales Netzwerk” ist eines der Schlagwörter, das unzertrennlich mit dem Web 2.0 Hype verbunden ist. Die Netzwerke über die normal berichtet wird sind üblicherweise deshalb in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, weil sie einen Mitgliederrekord nach dem anderen brechen. Siehe Facebook oder MySpace. Netzwerke dieser Kategorie bauen überwiegend auf sogenannte Netzwerkeffekte und sind durch ihre schiere Mitgliederzahl so erfolgreich.
Die Netzwerkeffekte-Theorie besagt nämlich, dass ein Netzwerk in Summe umso mehr Nutzen generiert, je mehr Mitglieder dabei sind. Klassisches Beispiel: Das Telefon. Wenn nur einer ein Telefon hat ist das Gerät quasi nutzlos. Haben zwei eines können diese schon miteinander telefonieren, was den Nutzen quasi um den Faktor unendlich erhöht. Kommt ein dritter hinzu kann jeder Besitzer eines Telefons schon mit zwei Nutzern telefonieren und so weiter und so fort. Je mehr Nutzer desto größer auch der Nutzen der entsteht wenn man in das Netzwerk einsteigt. Man spricht hier von der “installed base”. Je größer diese, desto attraktiver erscheint es dem Netzwerk beizutreten (oder anders: wenn alle meine Freunde dabei sind muss ich auch). Die beiden oben erwähnten Netzwerke (Facebook, MySpace) dürften die sein, die rein von der User-Anzahl den Markt dominieren. Diese Monopolstellung (oder besser Oligopolstellung) ist für neue Netzwerke kaum anzugreifen. Aus diesem Grund beginnen mehr und mehr Netzwerke zu sprießen, die sich klar auf eine (mehr oder weniger große) Nische spezialisieren. So gibt es Netzwerke, die auf ein bestimmtes Thema abzielen (z.B. eine Community für Tierliebhaber), auf einen bestimmten Zweck (z.B. eine Community um Geschäftskontakte zu pflegen), nur bestimmte Zielgruppen bedienen (z.B. eine Community für Studenten), regional beschränkt sind (z.B. eine Community für deutschsprachige Auswanderer in Australien) oder eine Mischung daraus. Die Mechanik die hinter Nischennetzwerken steckt ist im Grunde die gleiche - Netzwerkeffekte. Nur, dass diese zumeist eben kleinen Communities sich in irgendeiner Hinsicht spezialisiert haben, also einen Teil des Marktes abgetrennt haben und das Netzwerk-Effekt-Spiel in diesem Teilmarkt weiterbetreiben. Denn auch innerhalb von Nischen gilt normalerweise: Wer die meisten Nutzer hat wird sich durchsetzen. Vor kurzem hat Marshall Kirkpatrick auf Read-Write-Web sechs Gründe aufgezählt, warum Nischennetzwerke selbst in Zeiten der Riesen-Netzwerke erfolgreich sein werden: 1. Die potentielle Nutzerzahl im Web ist enorm. 2. Leute sind viel eher gewillt unter Gleichgesinnten zu kommunizieren als mit “der Allgemeinheit”. 3. Privatsphäre in geschlossenen Netzwerken ist gefragt. 4. Jede Nische hat ihre Skandale und Vorkommnisse, die Leute neugierig machen und binden. 5. Viele Leute wollen kein allgemeines Netzwerk sondern sich auf einen Bereich spezialisieren, z.B. ein Hobby. 6. Die Netzwerke werden mehr und mehr interoperabel (siehe z.B. OpenID). Und ich muss sagen ich stimme voll zu. Nischennetzwerke sind eine große Chance auch mit verhältnismäßig wenig Kapitalaufwand eine Art Monopolstellung zu erzielen (wenn auch nur in kleineren Märkten). Das wiederum kann früher oder später mit ein bischen Glück zu viel finanziellem Erfolg führen (leicht vereinfacht gesagt: Lass deine Seite aufkaufen). Ziel, wie bei fast allen Web 2.0 Unternehmen: Critical Mass. Ein paar weniger bekannte Beispiele: http://sobercircle.com/ (Community für ehemals Drogenabhängige und Drogenabhängige, die clean werden wollen) http://mycatspace.com/ und http://mydogspace.com/ (Community für Katzen- bzw. Hundefreunde) http://instructables.com/ (Community in der DIYs illustriert und veröffentlicht werden können) http://asmallworld.net/ (Community für die etwas betuchteren unter uns) http://parenteo.de/ (Community für [werdende] Eltern)
Geschrieben am Montag, 26. November 2007
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OpenSocial - Googles soziale WaffeBy Cornelius Scholz![]() Dass Google ein mächtiger Konzern ist dürfte jedem klar sein, schon allein durch die schiere Präsenz, die die Firma auszeichnet. Auch im hart umkämpften Terrain der sozialen Communities hat sich Google mit Orkut probiert, was in den wichtigsten “Märkten” bisher aber nur von mäßigem Erfolg gekrönt blieb. Facebook und MySpace dominieren hier klar. Da offene APIs ein wichtiger Schritt zum Erfolg sein können hat Goolge deshalb in einem streng geheimen Meeting beschlossen einfach noch offener als die Konkurrenz zu sein.
Das neue Killer-Projekt trägt den Namen OpenSocial und ist seit 1.11. online. Der eigentliche Clou hinter dem vollständigen Öffnen der Plattform, die jede Networking Seite einsetzen kann, liegt nicht nur darin, dass Daten vollständig aus den Netzwerken raus gezogen und rein geschoben werden können, sondern auch darin, dass die Entwickler nur noch für eine Plattform programmieren müssen. Während die Programmierer sich früher für ihre Applikationen ein, vielleicht zwei, Netzwerke ausgesucht haben, besteht durch OpenSocial die Möglichkeit auf diese API zu bauen und damit gleich mehrere Netzwerke zu bedienen. Außerdem ist es nichtmehr von Nöten eine proprietäre Programmiersprache wie die von Facebook zu erlernen, sondern man kann sich an den üblichen Werkzeugen HTML, JavaScript und Flash bedienen. Schlagende Argumente die API einzusetzen. OpenSocial per se ist allerdings kein Soziales Netzwerk, OpenSocial bietet “nur” die Möglichkeit teilnehmende Communities, die bisher als “walled gardens” dastanden, zu öffnen und zu vernetzen. Das heißt Google hat nicht in dem Sinne ein eigenes Netzwerk entwickelt sondern wird vermutlich den teilnehmenden Netzwerken deutlich mehr Nutzer bescheren. Dennoch gelten auch hier die Gesetze des Internets, insbesondere der “critical mass”. Machen nicht genug Netzwerke mit, beziehungsweise aggregiert sich die Anzahl der Nutzer nicht auf eine kritische Masse, wird es OpenSocial schwer haben. Die ursprünglichen Partner Engage.com, Friendster, hi5, Hyves, imeem, LinkedIn, Ning, Oracle, orkut, Plaxo, Salesforce.com, Six Apart, Tianji, Viadeo und XING dürften schon eine solide Basis bilden, der Einstieg von MySpace dürfte OpenSocial jedoch von einer Sekunde auf die nächste in sicheres Fahrwasser katapultiert haben. Mit 180 Millionen Mitgliedern ein mächtiger Partner. Das Amüsante daran ist, dass OpenSocial sicher ein Differenzierungskriterium zwischen OpenSocial-Partnern und Facebook angesehen werden kann, OpenSocial aber theoretisch für jedes Netzwerk offen ist. Das heißt, Facebook müsste auch willkommen sein, wenn sie denn wollten. Dennoch ist etwas unklar ob sie denn eingeladen wurden oder nicht:
Etwas eigenartig einen potentiellen Partner den man angeblich gerne dabei haben möchte nicht zu fragen ob er Interesse hat. Die Meinungen der Experten gehen jedenfalls etwas auseinander ob Facebook beitreten sollte, wird oder nicht muss. Wie bei jeder schönen neuen Sache gibt es auch ein paar dunkle Seiten zu bedenken. Zum Beispiel die Rolle von Google. Wird Google als Leader agieren oder mehr als Lenker? Wird Google die Möglichkeit haben auf die “durchfließenden” Daten zuzugreifen?
Weiterhin stellt eine vollständig offene API, die von so vielen Netzwerken unterstützt wird, ein immens interessantes Ziel für Angriffe dar. Die schiere Menge an Daten und die Möglichkeit sie zu verknüpfen. Google wird viel tun müssen um sicherheitstechnisch immer einen Schritt voraus zu sein, was ihnen bisher nicht gelungen ist, denn die erste OpenSocial Applikation wurde bereits nach 45 Minuten (!) gehackt. Wie immer bleibt die Entwicklung spannend. Mit 100% Sicherheit kann nichts vorhergesehen werden, aber eine Interoperabilität zwischen den großen sozialen Netzwerken klingt durchaus verlockend obgleich die Social Networks Landschaft wahrscheinlich erst einmal Zeit braucht um zu reagieren. Die Applikationen die für OpenSocial zu bekommen sind halten sich bisher jedenfalls in Grenzen.
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