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many-to-many - How cellphones, Twitter, Facebook can make historyBy Cornelius Scholz
In einem neuen TED talk beschreibt Clay Shirky, seines Zeichens Internet Experte, die Stärken des Internets und die Ursachen dessen Erfolgs.
Die ersten vier großen Schritte der Kommunikation waren der Buchdruck, dann das Telefon, dann die Möglichkeit Ton und Bilder aufzuzeichnen und diese letztendlich auch an die Massen zu verteilen (TV und Radio). All diese Quantensprünge haben gemeinsam, dass sie entweder one-to-one oder one-to-many sind. Es kann somit als Unzulänglichkeit gesehen werden, dass die Medien die Konversation ermöglichten keine Gruppenkommunikation ermöglicht haben und diejenigen die geeignet waren Gruppen zu erreichen keine Kommunikation ermöglicht haben. Das Internet ist das erste Medium das many-to-many Kommunikation ermöglicht, also Gruppenkommunikation wenn man so will. Die soziale Komponente und deren Geschwindigkeit schlägt wie ein Blitz in die bestehende Medienlandschaft ein und entwickelt sich so rasend, dass die Nachrichten schon längst in Twitter veraltet sind bis BBC Wind davon bekommt. Der soziale Faktor ist nach wie vor der treibende Entwicklungstrend, der das Internet unabdingbar macht. Wie kann und sollte das Internet genutzt werden? ... >> Clay Shirky: How cellphones, Twitter, Facebook can make history
Geschrieben am Mittwoch, 17. Juni 2009
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Tags für diesen Artikel: kommunikation, mass media, printmedien, social web, sozial-medien, two way communication, zukunft
Die Hochzeit der Suchmaschinen & Social BookmarkerBy Cornelius Scholz![]() Nachdem wir vor einiger Zeit berichteten, wie mächtig die User von Social Networks inzwischen sind und welchen Druck sie auf die Betreiber ausrichten können, verschiebt sich das Kräfteverhältnis weiter in Richtung der User. Früher hatten Großunternehmen wie Google alleinig die Macht Traffic auf eine bestimmte Seite zu locken oder auch nicht. Ein TopRanking - weiß Gott, wie genau Google dies errechnet - ist Gold wert - natürlich auch heute noch. Seit dem Beginn des Web 2.0 Zeitalters entwickelt sich jedoch eine ganz neue Großmacht in Sachen Traffic-Erzeugung im Web: Die User selbst. Natürlich ist damit nicht gemein, dass sie auf eine bestimmte Seite surfen und daher die Macht haben - das natürlich auch, aber das ist nicht gemeint. In Zeiten von Social Bookmarking Tools kann ein einzelner User eine Seite bookmarken und damit eine große Welle ins rollen bringen. Ein User diggt, oder zu deutsch yiggt, eine Seite, drei sehen die Seite, diggen diese auch, die Seite wird von mehr besucht (Stichwort Schneeballprinzip), landet in den Top-Rankings und bekommt promt mal eben bis zu 50.000 Besucher innerhalb 24 h - der “Digg Effect”. Dabei bleibt es jedoch nicht, denn viele Besucher erzeugen auch viele Kommentare oder Trackbacks und damit hohe Popularität in Suchmaschinen (denn auf meine Seite verweisende Seiten = gut für mich). Zu bemerken ist allerdings, dass Google zumindest gegen diesen Zweitrundeneffekt etwas unternehmen will, eigentlich unverständlich, denn wenn schon Menschen den Inhalt für gut befinden, warum dann benachteiligen? Die Macht der Bookmarking-Tools dürfte der der Suchmaschinen trotzdem in keinster Weise nachstehen. Zu beachten ist jedoch ein immenser Vorteil der Bookmarker: Viele tausend User haben den Feed der Top-Bookmarks abonniert und bekommen die aktuell populären Seiten frei haus geliefert und diese daher wiederum eine Potenzierung der Besucher. Für Suchmaschinen gibt es soetwas bisher kaum. Dafür werden Suchmaschinen häufiger genutzt um konkret nach Stichwörtern zu suchen, während die Bookmarking-Feeds weit streuen und alles liefern was populär ist (es sei denn der Feed ist stark themenspezifisch - in dem Fall beschert er aber auch nicht so viele Besucher). Muhammad Saleem von Read/Write Web (ich gebe es zu, einer meiner Lieblingsblogs) propagiert daher eine viel stärkere und tiefere Implementierung von Suchfunktionalitäten in diesen Seiten - eine Social Search Function. Die Idee könnte zweierlei Ausprägungen haben. Zum einen könnten die Social Bookmarker eine stark integrierte Suche implementieren, die den Kontext der Seiten erfasst und auch Kommentare berücksichtigt. Dies könnte schon in Richtung semantisches Web gehen, da je mehr Leute kommentieren und besser taggen, desto genauer kann der Kontext ermittelt werden. Allerdings scheint es relativ unwahrscheinlich, dass Social-Bookmarking Seiten traditionelle Suchmaschinen ersetzen. Vor allem aus dem simplen Grund, dass die Bots der Suchmaschinen initiativ nach Inhalten suchen während ein User eine wenig populäre Seite erstmal finden muss - im Zweifelsfall per Suchmaschine. Daher entsteht eine Abhängigkeit der Social Bookmarker (wie aller Surfer) von Suchmaschinen. Die Social Bookmarking Seite kann also nicht per se als Suchmaschine verstanden werden. Die zweite Möglichkeit ist es die Social Bookmarker in die Suchmaschinen zu integrieren. Dadurch entsteht ein Effekt, den Searchengineland als den “StumbleUpon Effect” bezeichnet. Mit installierter StumbleUpon Toolbar werden die Suchergebnisse von Google mit Informationen von StumbleUpon ergänzt, prominente Platzierungen und Wertungen werden direkt hinter dem Suchergebnis angezeigt und im Zweifelsfalle richtet man die Entscheidung welche der Top 3 Treffer man besucht nach den StumbleUpon Sternchen dahinter. Menschen können die Qualität halt doch besser beurteilen als Bots. Ein extrem wichtiger Aspekt dieses Effektes ist, dass die Besucherzahlen nur langsam abnehmen, da die Wertung von StumbleUpon neben den Suchergebnisse gezeit wird und nicht nur einmal für ein paar Stunden auf der Frontpage von Digg zu finden ist. Wie sieht also die Zukunft aus? ![]() Meiner bescheidenen Meinung nach sind die Suchmaschinen unabdingbar, denn sie liefern den ersten Schwung bewertbarer Inhalte. Keine Suchmaschine - nichts zu bewerten. Die ausgegeben Seiten können dann von Usern bewertet werden, denn das inhaltliche Verständnis eines Menschen kann einfach bei weitem nicht ersetzt werden durch eine Maschine, auch wenn an der semantischen Front hart gekämpft wird. Zudem heißt Inhalte verstehen nicht auch zugleich Qualität erfassen. Die Suchmaschinen wiederum sollten in ihren Rankings dann auch die qualitative Bewertung der Bookmarker berücksichtigen - und das nicht um zwei Wochen verzögert durch “Zweitrunden-meine-Seite-wird-verlinkt-Effekte”. Dadurch besteht für die User die Möglichkeit, gezielt nach Schlagwörtern zu suchen und sich von vornherein ein Bild zu machen von der Qualität - unabdingbar in Zeiten des Information Overflows. Zudem können getaggte und kommentieret Inhalte dazu beitragen, dass das Web womöglich semantisch erfasst wird und eine “Natural Search Functionality” bietet. Die Zukunft heißt also Integration bzw. Mashup!
Geschrieben am Mittwoch, 2. Juli 2008
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Tags für diesen Artikel: kontextsensitiv, semantic web, sematisches web, social web, sozial-medien, ugc, user generated content, usermacht, weisheit der massen, zukunft
Social Media - was ist das und wie benutze ich es?By Cornelius Scholz
Einige mögen sich noch an den Post Personalakte 2.0 erinnern, der beschrieb, dass das Web 2.0 oft leicht genutzt werden kann um Informationen über Personen zu sammeln. Diese Informationen können dabei bewusst, leider aber machmal auch unbewusst (oder man ist sich der Tragweite seiner Taten nicht bewusst) ins Netz gelangt sein.
Ein längerer Artikel von Read/Write-Web nimmt den ambitionierten User bei der Hand und gibt ein paar gute Tips, wie man das Netz gezielt nutzen kann um für sich Werbung zu machen oder sich schlicht auffindbar zu machen. Behandelte Themen sind die folgenden: 1. Personal Branding Wie kontrolliere ich meine eigene Marke? Sobald jemand seinen Namen googlen kann, ist er für die breite Masse auffindbar und damit kann man sich ein Bild von ihm machen. Tauchen die falschen Informationen auf, wirft das kein gutes Licht auf die Person. 2. What Web 2.0 Is And How To Use It Von der Pike auf wird erklärt, was Web 2.0 ist (z.B. Technik, Design und Begriffe, die man kennen muss), wie es Kommunikation und Mensch geändert hat und wie man das auch selbst erlernen kann. 3. Learn To Use YouTube To Convey A Message Wie kann man eine Nachricht über das Netz verbreiten, die mehr ist, als bloßer geschriebener Text? 4. Learn To Blog Blogging wird mehr und mehr das Kommunikationsmittel um sich persönlich zu entfalten, sich zu verkaufen, seine Know How unter beweis zu stellen und Produkte zu promoten. Inzwischen auch von Firmen stark genutzt kann es nicht schaden schonmal einen Blog-Post geschrieben zu haben. 5. Use Social Networks Das Mittel um förmlich mit der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben und zu networken. 6. Master Wikis Wikis als ein Weg eine eigene kleine Internet-Welt zu errichten und Unmengen an Informationen strukturiert weiterzugeben dürfen nicht außen vor gelassen werden. Viele Unternehmen setzen inzwischen Wikis ein um Know How zu sichern oder ihre Mitarbeiter fortzubilden. 7. Learn To Twitter Microblogging als beliebte Art mal eben kurz die ganze Welt wissen zu lassen, was man tut. 8. Learn To Podcast Wem YouTube dann doch zu viel ist, der kann auch auf das PodCasting zurückgreifen um Messages zu verbreiten. Eine schöne Möglichkeit gesprochenes einem großen Publikum zugänglich zu machen. Flock - der soziale BrowserBy Cornelius Scholz
Im Web 2.0 Zeitalter ist der wichtigste aller Trends vermutlich der soziale Trend. Social Networks, Social Media, Social Bookmarks, oder Friend Feeds. Man bewegt sich im Internet, ist nie alleine und weiß eigentlich immer, was die Freunde gerade so machen (Blog), wo sie arbeiten (Xing), wo sie im Urlaub waren (Flickr) und mit wem sie zusammen oder verheiratet sind (Facebook).
Ein Browser namens Flock, aktuell in Version 1.1, erleichtert diese alltäglichen sozialen Interaktionen und unterstützt den User in jeder nur erdenklichen Weise up-to-date zu bleiben und der sozialen Isolation zu entgehen. Daher wird sich dieser Post mit den ersten Schritten in dem Schwarm-Browser (Flock = Schwarm) und ein paar Features des selbigen aus Sicht eines Flock-Neulings (mir) beschäftigen. Die Installation geht leicht von der Hand und da der Browser auf Firefox basiert ist es kein größeres Problem, Surfverlauf, Bookmarks und Einstellungen aus Firefox zu importieren. Das gleiche geht aber auch wunderbar mit Safari. Nach dem ersten Start gratuliert Flock erstmal zur erfolgreichen Installation und man findet schnell seine alten Bookmarks bis hin zur Lesezeichenleiste wieder. Die erste Empfehlung der Willkommensseite lautet: In einen Service einloggen, der von Flock unterstützt wird. Dies sind 18 an der Zahl mit überwiegend sehr namhaften Vertretern, bei denen schnell klar wird, weshalb die Hersteller den Browser als “social browser” bezeichnen. Unter den unterstützen Services finden sich unter anderem Google Mail, Yahoo Mail, Facebook, Flickr, Twitter, WordPress, Del.Icio.Us und YouTube. Eine kleine aber feine Auswahl die das Spektrum der meisten Web-2.0-User abdecken dürfte. Beim ersten Besuch von Facebook (und anderen unterstützten Seiten) merkt sich Flock die Logindaten und sofort erscheinen links in der Sidebar die Facebook-Kontakte und Shortcuts zu Inbox oder zu Notifications. Stellt Flock fest, dass es ein Suchfeld gibt, wie z.B. jenes in Facebook oder anderen, auch auf nicht originär unterstützten Seiten wie Xing, kann dieses Suchfeld auf Wunsch direkt in Flock integriert werden. Da Flock von Yahoo finanziert und entwickelt wird ist standardmäßig Yahoo als Suchmaschine eingestellt, kann aber durch andere vordefinierte Seiten, wie Amazon.com oder Technorati, oder eben auch durch die selbstentdeckten Suchfelder ersetzt werden. Für aktive Web-2.0-Nutzer sicher ein attraktives Feature per Direkteingabe auf Technorati zu suchen oder per Klick Leute in Xing zu suchen. Während der Eingabe in das Suchfenster durchsucht Flock im übrigen bereits die Bookmarks und bietet die ersten Suchergebnisse aus Yahoo in einem Popup optisch ähnlich Mac Spotlight an. Um nochmal auf die Sidebar zurückzukommen ... befindet man sich z.B. in der “People Side Bar” kann mit einem Klick auf Kontakte direkt eine neue Nachricht in Facebook verfasst werden oder in der integrierten Mediabar die Fotoalben der Person durchstöbert werden. Die Mediabar kann auch genutzt werden um z.B. Foto-Streams in Flickr durchzusehen. Andersherum können aber auch eigene Inhalte veröffentlicht werden, wie Texte oder Bilder, die man einfach nur noch auf den gewünschten Kontakt ziehen muss. Nebst Freundesliste und Mediabar finden sich noch ein Feedreader, der ansehnlich in das Design integriert und einfach bedienbar ist, und ein Pulldown-Menü mit dem man nur einen Klick von den wichtigsten Google Mail Funktionen weg ist. Google Mail - obwohl es in erster Linie ein Webmail-Dienst ist - kann sogar standardmäßig als “Mailprogramm” eingestellt werden, wenn man eine Mailadresse im Web anklickt. Weiterhin nicht zu verachten ist die Integration von z.B. del.icio.us, was es erlaubt beim Speichern neuer Bookmarks diese auch gleich standardmäßig auf del.icio.us zu speichern (natürlich auch mit “private”-Funktion) und die online-Favoriten wie lokale Favoriten per Pulldown-Menü zu durchsuchen. Als wäre das nicht genug bietet der Browser ein kleines Gimmick namens Web Clip Board, was so zu benutzen ist wie der Name es suggeriert. Findet man interessante Texte, Links oder Bilder, die man später noch einmal brauchen kann, einfach Drag and Drop und die Information ist gesichert. Ist man bei WordPress (oder bei einem der paar anderen unterstützten BlogHostern registriert) kann man mit einem Klick ein Fenster öffnen, in dem man mit Titel, Tags und WebClipboard-Integration direkt Posts verfassen und veröffentlichen kann. Das gleiche ist möglich mit Fotos, für die ein Batch-Uploader integriert ist, der z.B. mit Flickr oder Facebook (nur um die Accounts zu nennen, die Flock bereits von mir kennt) zurecht kommt. Kleiner Tipp für Firefox User: Da Flock auf Firefox basiert können die meisten heiß geliebten Extensions auch in Flock installiert und wie gewohnt genutzt werden. Fazit: Wenn jemand sowieso schon Firefox benutzt, im Internet sehr aktiv dabei ist und fleißig “teilt”, dann ist Flock genau das richtige. Flock ist ein echtes Social-Web2.0-Allzweck-Tool, das vieles einfach eingebaut hat, was der Social Surfer braucht, bis hin zum “Share this link via email”-Button. Viel Spass beim Testen, let's get social. E-Books zu Social MediaBy Cornelius Scholz
Mashable hat 15 kostenlose E-Books zum Thema Social Media aufgestöbert. Für Leute die sich in dem Metier bewegen sicher interessanter Stoff. Themen unter anderem: “What is Social Media?”, “Sales 2.0 - Leveraging Web 2.0 to Sell”, “Anti-Social Networking” oder “The Social Networking Arena: A Platform for Innovation”.
Geschrieben am Dienstag, 25. März 2008
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Tags für diesen Artikel: sozial-medien
Social Media wichtiger als TV (zumindest für Marketing)By Cornelius Scholz
Eine aktuelle Studie von Veritas Communication zeigt, dass etwa die Hälfte der Firmeninhaber der Meinung ist, dass Social Media für Marketingzwecke inzwischen wichtiger ist als TV, Radio und Print. Gleichzeitig sehen 2/3 der Manager es aber nicht gerne, wenn ihre Angestellten sich während der Bürozeiten auf Community-Seiten rumtreiben (vielleicht weil die Angestellten dann in den Werbebann andere Firmen geraten könnten?).
Geschrieben am Montag, 3. Dezember 2007
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Tags für diesen Artikel: marketing, sozial-medien
Soziale Netzwerke - Mut zur LückeBy Cornelius Scholz
“Soziales Netzwerk” ist eines der Schlagwörter, das unzertrennlich mit dem Web 2.0 Hype verbunden ist. Die Netzwerke über die normal berichtet wird sind üblicherweise deshalb in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, weil sie einen Mitgliederrekord nach dem anderen brechen. Siehe Facebook oder MySpace. Netzwerke dieser Kategorie bauen überwiegend auf sogenannte Netzwerkeffekte und sind durch ihre schiere Mitgliederzahl so erfolgreich.
Die Netzwerkeffekte-Theorie besagt nämlich, dass ein Netzwerk in Summe umso mehr Nutzen generiert, je mehr Mitglieder dabei sind. Klassisches Beispiel: Das Telefon. Wenn nur einer ein Telefon hat ist das Gerät quasi nutzlos. Haben zwei eines können diese schon miteinander telefonieren, was den Nutzen quasi um den Faktor unendlich erhöht. Kommt ein dritter hinzu kann jeder Besitzer eines Telefons schon mit zwei Nutzern telefonieren und so weiter und so fort. Je mehr Nutzer desto größer auch der Nutzen der entsteht wenn man in das Netzwerk einsteigt. Man spricht hier von der “installed base”. Je größer diese, desto attraktiver erscheint es dem Netzwerk beizutreten (oder anders: wenn alle meine Freunde dabei sind muss ich auch). Die beiden oben erwähnten Netzwerke (Facebook, MySpace) dürften die sein, die rein von der User-Anzahl den Markt dominieren. Diese Monopolstellung (oder besser Oligopolstellung) ist für neue Netzwerke kaum anzugreifen. Aus diesem Grund beginnen mehr und mehr Netzwerke zu sprießen, die sich klar auf eine (mehr oder weniger große) Nische spezialisieren. So gibt es Netzwerke, die auf ein bestimmtes Thema abzielen (z.B. eine Community für Tierliebhaber), auf einen bestimmten Zweck (z.B. eine Community um Geschäftskontakte zu pflegen), nur bestimmte Zielgruppen bedienen (z.B. eine Community für Studenten), regional beschränkt sind (z.B. eine Community für deutschsprachige Auswanderer in Australien) oder eine Mischung daraus. Die Mechanik die hinter Nischennetzwerken steckt ist im Grunde die gleiche - Netzwerkeffekte. Nur, dass diese zumeist eben kleinen Communities sich in irgendeiner Hinsicht spezialisiert haben, also einen Teil des Marktes abgetrennt haben und das Netzwerk-Effekt-Spiel in diesem Teilmarkt weiterbetreiben. Denn auch innerhalb von Nischen gilt normalerweise: Wer die meisten Nutzer hat wird sich durchsetzen. Vor kurzem hat Marshall Kirkpatrick auf Read-Write-Web sechs Gründe aufgezählt, warum Nischennetzwerke selbst in Zeiten der Riesen-Netzwerke erfolgreich sein werden: 1. Die potentielle Nutzerzahl im Web ist enorm. 2. Leute sind viel eher gewillt unter Gleichgesinnten zu kommunizieren als mit “der Allgemeinheit”. 3. Privatsphäre in geschlossenen Netzwerken ist gefragt. 4. Jede Nische hat ihre Skandale und Vorkommnisse, die Leute neugierig machen und binden. 5. Viele Leute wollen kein allgemeines Netzwerk sondern sich auf einen Bereich spezialisieren, z.B. ein Hobby. 6. Die Netzwerke werden mehr und mehr interoperabel (siehe z.B. OpenID). Und ich muss sagen ich stimme voll zu. Nischennetzwerke sind eine große Chance auch mit verhältnismäßig wenig Kapitalaufwand eine Art Monopolstellung zu erzielen (wenn auch nur in kleineren Märkten). Das wiederum kann früher oder später mit ein bischen Glück zu viel finanziellem Erfolg führen (leicht vereinfacht gesagt: Lass deine Seite aufkaufen). Ziel, wie bei fast allen Web 2.0 Unternehmen: Critical Mass. Ein paar weniger bekannte Beispiele: http://sobercircle.com/ (Community für ehemals Drogenabhängige und Drogenabhängige, die clean werden wollen) http://mycatspace.com/ und http://mydogspace.com/ (Community für Katzen- bzw. Hundefreunde) http://instructables.com/ (Community in der DIYs illustriert und veröffentlicht werden können) http://asmallworld.net/ (Community für die etwas betuchteren unter uns) http://parenteo.de/ (Community für [werdende] Eltern)
Geschrieben am Montag, 26. November 2007
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22:08
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